Unser Blog

Die täglichen „Mut-mach-Worte“ von Bruder Theophilos und weitere aufbauende Perlen aus dem Kloster.

Deine Schatten wollen umarmt werden

Dein, Herr, ist das Reich, und du bist erhöht zum Haupt über alles.
1.Chron 29,11

In unserem Gästehaus steht eine Nachbildung des Karlsthrones von Aachen. In der Hauskapelle ein roter Stuhl aus Leder, der ebenfalls einem Thron nachempfunden ist. Sie stehen nur zur Zierde ohne Bedeutung. Und doch strahlen sie eine Würde aus, ihnen mit Ehrfurcht zu begegnen. Von Natur aus käme keiner auf die Idee, dort Platz zu nehmen. Doch für eine Übung, wie es sich anfühlt, Verantwortung zu tragen, wurde ich 30 Tage dazu „verpflichtet“ täglich auf dem roten Stuhl in der Kapelle für zehn Minuten Platz zu nehmen. Mir wird heiß und kalt dabei, weil dieses „Sitzen“ etwas mit mir macht. Mich durchzuckt in diesem Moment die Würde anderen zu dienen, was nichts mehr mit mir als Person zu tun hat.

Es fühlt sich an, wie das hinzutreten zum Thron der Gnade, auf dem wir Barmherzigkeit empfangen. Darauf sitzend, wird mir unter anderem deutlich: An diesem Platz geht es nicht um dich und deinen Dienst an den Menschen. Zuallererst hast du Platz genommen, dass dir das Leben dient. Du demonstrierst damit deine Bereitschaft, alles zu empfangen, was das Leben dir zu Füßen legt. Was für ein heiliger Moment. Mir leuchtet dabei auf, dass alle Lebensereignisse ob freudig oder schmerzvoll mir dienen und ich sie willkommen heiße. Egal ob ich mir die Finger absäge oder unser Haus abbrennt. Jedes noch so große Übel ist Geschenk, das mich zum Diener für andere macht. Wo Gott zum Haupt über alles erhöht ist, fällt die ganze Schöpfung, mit dem was ist, vor uns auf die Knie, um uns zu dienen.

Was wäre wenn du das, wogegen du dich wehrst, was du dir am liebsten wegwünscht oder gar wegbetest, dich besucht, um dir zu dienen? Was, wenn gerade deine Schatten umarmt werden wollen?

Wie könnte ich die Gnade erfassen, mit der auch das Dunkle mir dient?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

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Docke an die größte Weisheit an

Wahrlich, es hat Israel keine andere Hilfe als am Herrn, unserem Gott.
Jer 3,23

Für gesundheitliche Probleme gibt es den Ernährungs- und Fitnessberater. Wir kennen Business Coaches, die ein Unternehmen aus dem Dreck ziehen und wieder auf Kurs bringen. Beim Versicherungsagenten schließen wir eine Hagelversicherung ab, damit uns nicht die Puste ausgeht, wenn ein Unwetter alle Gewächshausscheiben einschlägt. Es ist gut, sich Hilfe von außen zu holen, deren Blick und Erfahrungen größer sind, als wir im Augenblick überblicken. Eigentlich wäre es sehr hilfreich und heilsam, wenn jeder einen guten Psychotherapeuten an seiner Seite hätte.

Ohne dass wir uns dessen bewusst sind, sind wir von Natur aus in die allerbeste therapeutische Fürsorge eingebettet. Die Hilfe am Herrn zu haben, ist die absolute Luxusberatung. Da sind wir an der Quelle von Lebensenergie und Weisheit. Wir sind bei dem, der ein Wort spricht und aus Chaos entsteht ein Garten Eden. Wir sind bei dem, der alles erlitten und alles erlöst hat. Da ist die Hilfe, die alles herrlich hinausführt. Eine Beratung, die nichts übersieht, alles kennt und garantiert zum guten Ende führt. Mehr Kompetenz können wir von keiner anderen Instanz erwarten.

Stell dir innerlich vor, wie du diesen Berater an deinen Tisch bittest. Lade die Weisheit ein, lade Christus und sein Wort ein, lade die Stille und deine innere Verbindung zum Allerhöchsten ein, lade den Heiligen Geist und dein magisches Kind ein, das noch mit der ursprünglichen Quelle verbunden ist. Auch dein Tod ist ein heilsamer Ratgeber. Werde ganz still und befrage diese edlen Gäste an deinem Tisch, um ihre Antwort auf dein Problem. Du wirst erstaunt sein, welche Hilfe in deiner Ausweglosigkeit aufsteigt.

Welchen Ratgeber will ich hören, um an die größte Weisheit anzudocken?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

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Wage dein Spiel

Preiset mit mir den Herrn und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!
Ps 34,4

Beim Fußball hat jeder seine Mannschaft für die er steht. Die Fans identifizieren sich mit ihrem Team. Schon auf der Fahrt zum nächsten Spiel tragen sie Mütze, Schal, Jacke und hängen die Fahne der Mannschaft aus dem Auto. Sie zählen sich zum Team. Sie wollen mitbibbern, mitkämpfen, ihre Stars siegen sehen und fühlen sich dabei selbst als die Stars. Ihr Adrenalinpegel ist am Anschlag als ob sie selbst auf dem Spielfeld stehen, doch sie schauen nur zu.

So wie die bebende Leidenschaft beim Fußball in der Fankurve, will das ganze Leben sein. Gott geht dabei bis an den Anschlag. Wo wir seinen Namen erhöhen, sitzen wir nicht mehr in den Zuschauerrängen, sondern werden zum Spielmacher auf dem Rasen. Wir sind gepackt von den Schöpfergenen, die vor aller Welt das beste Spiel hinlegen wollen. In uns glüht die reine Absicht dessen, der alles ins Leben gibt und alles von ihm will. Wir beklatschen nicht mehr nur die Schönheit der Blumen, Berge und Sonnenuntergänge, sondern entdecken, dass wir selbst die Krönung der Schöpfung sind. Ich identifiziere mich mit dem Namen Gottes. Ich werde zum leidenschaftlichen Gestalter des Spieles, als ob Gott selbst den Rasen betritt. Es lobt nicht nur mein Mund, was das Leben für eine tolles Spiel ist, es vibrieren Hände und Füße und mein ganzer Körper wird zu einem einzigartigen Lob. Mein Leben selbst wird zum großen Halleluja.

Kommen deine Schweißperlen von der Angst über der Ungewissheit, wie das Spiel ausgehen wird, oder von der Ekstase, die dich bis zum letzten Blutstropfen voll ins Leben wirft? Wo ist dein Lob verstummt, weil du unter den Zuschauern sitzt, die nur ihren Senf dazugeben?

Wo könnte ich für mein schönstes Lob, mich neu aufs Spielfeld wagen?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

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Lass mal Dampf ab

Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen des Herrn, unseres Gottes.
Ps 20,8

Vergangene Woche stand eine Frau mit ihrem Ex-Mann vor Gericht. Nach fast 10 Jahren möchte er das Haus zurück, in dem sie wohnt und sie per Räumungsklage auf die Straße setzten. Verhärtete Fronten standen sich gegenüber, Lügen und Verleumdungen säumten die nervenaufreibende Verhandlung. Ihre Anwältin deutete an: Hier werden wir kein Recht bekommen, wir müssen in die nächste Ebene. Dann erhob die Frau selbst ihre Stimme und fragte ihren Ex-Mann, ob er vor Gericht alt werden wolle. Sie wolle heute einen Strich unter die Sache ziehen. Sie verzichte auf die ihr noch zustehenden 300.000 € um diese Angelegenheit zu beenden. Zum Erstaunen aller platze der Ballon und die Angelegenheit war vom Tisch.

Die Frau darf das Haus behalten, doch nicht weil ihr von juristischer Seite Gerechtigkeit widerfahren ist, sondern weil ihre innere Größe mehr Wert war, als all das Geld, auf das sie verzichtet hat. Sie wollte sich nicht auf zänkischem Niveau, durch die kommenden Jahre scheuchen lassen, sondern Frieden finden. Es war ein schmerzender Geburtsprozess, der ihr Türen aufmacht, für eine wertvolle Arbeit an Menschen, die in dieses Haus kommen. – Wir aber denken an den Herrn, ist das sich ausrichten an dem Raum unserer Seele, der menschliches Kalkül übersteigt. Damit betrete ich den Ort des Friedens, der höher ist als alle menschliche Vernunft. Ich kann von einem Standpunkt aus agieren, wo das Vertrauen ins Leben größer ist, als ich durch allen Kampf der Welt gewinnen kann.

Wo führst du einen ermüdenden Kampf des Rechthaben Wollens? Was könnte sich im Fallenlassen in die Güte und das Aufgefangen sein des Lebens für ein Kämpfen und Streiten entspannen?

Woran will ich heute denken, um im Miteinander Dampf abzulassen?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

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Was zum Glück befreit

Erlöse uns von dem Bösen.
Math 6,13

Schauen wir mal auf Fragen in Goethes Faust: Kann man Gut und Böse haarscharf unterscheiden? Kann das Gute böse sein, oder das Böse gut?
Als Leitzitat dafür nehmen wir jenes, mit welchem Mephisto sich selbst sehr treffend beschreibt: „Der Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Faust wird in der ersten Szene von einer Hexe verjüngt. Das an sich ist schon böse, da Hexen als Teufelsverbündete galten. So auch hier. Denn die Hexe ist eine Freundin Mephistos. Aber das ist noch nicht alles! Faust widerspricht in dem Verjüngungsakt nämlich auch in direktem Wege Gott, da er den von Gott bestimmten Lebenslauf nicht akzeptiert. Trotzdem endet es in etwas Gutem, Göttlichem, in Liebe.

Um Böses zu untersuchen, ist es sinnvoll dem Geist nachzuspüren, der dahinter liegt. Als Böse empfinden wir all das, was das Leben in Schrecken versetzt und die Nachrichten füllt. Doch niemand hilft es, wenn wir Böses beklagen und uns als Opfer dunkler Mächte betrachten. Was wäre, wenn das Böse uns gar nicht von außen überfällt, sondern in einem Nein gegen das Leben liegt? Wenn Gott das pure Ja zu mir und dem Leben ist, dann wäre das Böse der Zweifel an diesem Ja. Wo ich „Ja, aber“ sage, wird ein Nein zur Schöpfung geboren, dem Krieg und Unfrieden folgen. Ich akzeptiere nicht das was ist und stelle mich dagegen. Das grandiose Schöpfungsmodell Mensch, das ein lebensbejahendes Gefäß des Lebens ist, in dem sich Gott offenbart, stellt sich mit `ja aber´ in den Schatten.

Wenn du dem Bösen auf die Schliche kommen willst, beobachte die Stimme, die in dir Nein oder Ja, aber sagt. Beobachte, wo du eine Situation nicht akzeptierst, wie sie ist. Schau, wogegen du dich auflehnst. Dort findest du die Erlösung, die dich von deiner tiefsten Glückseligkeit trennt.

Welcher Lebensumstand, will dich gerade von deinem Ja, aber befreien?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

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Lass deinen Raum weit aufgehen

Mein Geist soll unter euch bleiben. Fürchtet euch nicht!
Hag 2,5

Wir kennen die Redewendung – ich versetze mich in den anderen hinein. Es ist der Versuch, die Mokassins des andern anzuziehen und seinen Weg zu gehen, um seine Situation besser zu verstehen. Für eine gelingende Kommunikation kann man sich nicht nur in den andern hineinversetzen, sondern ihn in uns versetzen. In ganzer Stille nehme ich mich wahr und dann mein Gegenüber. Dann nimmt mein Bewusstsein ein Duplikat des andern in sich auf und hebt die Trennung von zwei unabhängigen Existenzen auf und wird eins. Ich fühle, wie er oder sie fühlt. Ich bekomme das Gespür für die andere Welt. Ich bin die andere Welt. Ich kann alles was mich umgibt, in mich hineinversetzen, auch in einen Baum oder eine Blume. Dabei spüre ich, wie ich mit allem verbunden bin.

Wenn der Geist unter uns bleibt, ist das die Gottesgegenwart, die sich in uns hineinversetzt. Wir nehmen uns nicht mehr nur als der Mensch wahr, wie wir uns kennen, sondern auf einer anderen Ebene als eins mit Gott. Wir sind Mensch, und können doch wie Gott empfinden und wie er lieben. Wir sind Menschen dieser Erde und gleichzeitig lebt der Geist des Himmels in uns. In uns leben beide Realitäten. Der Geist, der bei uns bleibt ist so real, wie das Blut, das durch unsere Adern fließt. Ich lebe nicht nur aus dem menschlichen Geist, der sich seine Gedanken und Antworten auf das Leben macht; ich lebe zeitgleich in dem unendlichen Geist, der in allem ist. In meinem Körper leben quasi zwei Welten, die in dem, dass ich sie mir bewusst mache, zu einer werden. Wo ich Mensch bin und gleichzeitig der handelnde Christus, brauche ich mich vor nichts mehr zu fürchten.

Wie entspannt und wie grenzenlos könnte dein Leben sein, wenn der Geist in dir bleibt? Spürst du etwas von der Unendlichkeit, die in dir leben will?

Wie lasse ich mir den Raum öffnen, in dem Geist der bleiben will?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich an diesem Sonntag!

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Staune und singe

Wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den Herrn, deinen Gott, loben.
5.Mose 8,10

Ein 92-jähriger Mann beschloss nach dem Tod seiner Frau, ins Altersheim zu gehen. Im Heim wartete er, ehe ein junger Mann zu ihm kam und mitteilte, dass sein Zimmer nun fertig sei. Er bedankte sich und lächelte seinem Begleiter zu, während er, auf seinen Stock gestützt, langsam neben ihm herging. Bevor sie den Aufzug betraten erhaschte der Alte einen Blick in eines der Zimmer und sagte. „Mir gefällt es sehr gut.“ Sein junger Begleiter meinte überrascht, er habe doch sein Zimmer noch gar nicht gesehen. Bedächtig antwortete der Alte. „Wissen Sie, junger Mann, ob ich den Raum mag oder nicht, hängt nicht von der Lage oder der Einrichtung, sondern von meiner Einstellung ab, von der Art, wie ich ihn sehen will. Und ich habe mich entschieden, glücklich zu sein. Diese Entscheidung treffe ich jeden Morgen, wenn ich aufwache, denn ich kann wählen.

Wenn du dich heute eher gesund als krank fühlst, geht es dir besser als den Millionen, die in der kommenden Woche nicht mehr leben werden. Dein Körper ist ein Wunder, den kein Wissenschaftler umfassend erklären kann. Nichts ist selbstverständlich. Alles ist eine Frage der Perspektive. Du kannst morgens aufstehen, nur Probleme sehen, oder dich entscheiden ein Glückspilz zu sein. Wenn dir bewusst ist, dass du atmest, dein Herz schlägt, dein Blut durch deine Adern fließt, dann spüre den Takt, der dich zum Tanz einlädt. Solange du die Türe deine Kühlschranks aufmachst und nicht nur das Licht angeht, sondern auch etwas Essbares auf dich wartet, dann juble.

Das ganze Leben will dich jeden Moment vor Dankbarkeit in Verzückung setzen. Sehe in jeder Geste Gott als den Buttler, der dir alles zum Wohl anreicht. Staune immer neu, über das Wunder deines Lebens und singe. Sehe dich in dem unendlichen Zusammenspiel.

Welche Entscheidung treffe ich heute, um mein Glück zu wählen?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

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Pfeife auf die Stimme von Fritzchen

Der Herr wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre.
Jes 58,11

Woher kommt eigentlich unser Mangeldenken? Ich habe nicht genug Zeit. Ich habe nicht genug Geld. Ich weiß überhaupt nicht wie es weitergehen soll. Ich bin nicht gut genug. Ich kriege das sowieso nicht auf die Reihe. Ich bin immer so einsam. Ständig ist da dieser kleine Fritz oder die ängstliche Erna in mir, die mir etwas vorjammern. Immer wieder halten sie ihre rote Kelle hoch und machen mir meinen Mangel deutlich. Wenn ich doch mehr Zeit hätte, dann… Wenn ich den richtigen Partner hätte, dann… Wenn ich doch im Lotto gewinnen würde, dann… Wir haben brav gelernt, den Gürtel enger zu schnallen und unsere großen Erwartungen herunterzuschrauben.

Doch es geht mehr. Wenn wir statt auf Fritz und Erna auf Jesaja hören, entsteht schlagartig eine andere Perspektive. Bei Gott ist ausgemangelt. In der Schöpfung ist genug für alle da. Leben ist full Service. Dasein kennt keine Energiekrise. Der neue Tag weiß nichts von Versorgungsengpass. Der Herr wird dich immerdar führen, ist 6 aus 49. In der Dürre sättigen, ist der Hotelgutschein auf Lebzeiten. Immerdar ist ausnahmsloses Ja, über allen Ängsten. Gott ist die Mangelbremse. Der Ewige hat genug Zeit. Er ist ein bargeldloser Gott. Wo er Odem einhaucht, erwacht Leben. Wir werden hier ohne Ende ermutigt, mehr der Führung und Versorgung zu vertrauen, als uns die Beine herauszureißen und es doch nicht gebacken zu kriegen.

Worauf schaust du, wenn dir die Zeit und das Geld ausgeht? Ist es deine Erfahrung und deine Leistung, wie du immer mit Zeit und Geld umgegangen bist? Will dich in diesem Mangel vielleicht einer das Frösteln lehren, und in eine ganz andere Richtung führen, um dich zu sättigen?

Wenn tatsächlich alles da ist, wo könnte ich auf Fritzchens Stimme pfeifen?

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Du bist deine Beziehungen

Rut sprach: Bedränge mich nicht, dass ich dich verlasse und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.
Rut 1,16

In einer afrikanischen Philosophie gibt den Begriff Ubuntu, was übertragen so viel wie Menschlichkeit bedeutet. Sie beschreibt, wie wir uns gegenseitig erschaffen. Im Leitgedanken, – „Ich bin, weil du bist,“ drückt sie Verbundenheit und Einssein aus. Sie geht davon aus, dass nur diejenigen, die mit ihren Mitmenschen in Frieden und Wertschätzung leben, auch in sich selbst zu innerem Frieden und Wertschätzung finden können. Ubuntu sagt: Erkenne dich selbst in anderen Menschen. Oder Martin Buber formuliert: Der Mensch wird im du zum ich.

Beziehungen können es uns enorm schwer machen, wenn wir uns verändern wollen. Sie können uns jedoch genauso einen Wachstumsschub verpassen, wenn jemand förderlich hinter uns steht und an uns glaubt. Rut hat etwas von dem gespürt, welche Kraft von ihrer Schwiegermutter ausging, als sie beide ihre Männer verloren hatten, und wieder ins heimatliche Israel gezogen sind. Obwohl Rut aus einer anderen Kultur kam, einen anderen Glauben hatte, spürte sie diese Einheit. In guten Freundschaften können wir hautnah erleben, was diese Begegnung mit uns macht, wie sie uns prägt und aufbaut. Aus dieser Einheit ist aller erschaffen. Aus der Einheit mit allem leben wir. Darin liegt unser Einssein mit Gott, der der größte Gönner und Förderer unseres Daseins ist.

Wo erkennst du die Bedeutung, die Gott und die Menschen um dich haben? Du bist deine Beziehungen, die du lebst. Wenn du deinem Ruf folgen willst, dann wähle weise, mit wem du dich umgibst.

Welche Beziehung macht mich zu der, die ich wirklich bin?

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Entdecke dein wahres Sein

Der Herr sprach: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.
1.Mose 8,21

Es ist offensichtlich, dass wir gerade ein gespaltenes Land sind. Nicht wie noch vor dreißig Jahren in Ost und West, sondern in Befürworter und Gegner. Selten standen sich Familienmitglieder, Brüder und Schwestern und gesellschaftliche Gruppen so erbittert gegenüber, wie in den letzten eineinhalb Jahren. Auffassungen zu einem Virus scheiden die Geister. Dabei geht es gar nicht um die Bedrohung von außen, sondern um die innere Einstellung dazu. In uns ist ein Schalter, der Kriege anzetteln kann. Meine Meinung kann ein Pulverfass sein, mit dem die Welt in die Luft geht. Es ist die Software in uns, die ein Genie zum Despoten macht.

Der Mensch ist das genialste Wunderwerk, das über dieses Erde geht. An ihm spiegelt sich der unendliche Schöpfergott. Da ist nichts was schlecht oder verwerflich wäre. Der Mensch an sich ist ein Himmelsgeschenk, das aus Liebe und Frieden gewoben ist. Wo ein Mensch in der Tiefe erkennt wer er ist, wo er sich seiner selbst bewusst wird, ist er Gott, der diese Erde betritt. Er ist eins mit allem was ist. Er wirkt in allem was lebt. Er ist wie ein Sandkorn, in dem sich der ganze Kosmos widerspiegelt. Wo er jedoch dieses Bewusstsein verliert, wo er sich rein als Mensch betrachtet, ohne diesen ewigen Bezug, sieht er nur einen beweglichen Fleischklumpen, der recht und schlecht über die Runden gebracht werden muss. Die innere Einstellung von bewusst oder unbewusst schafft Frieden oder Elend.

Karl Barth sagt: „Es gibt zwar eine Gottlosigkeit des Menschen, es gibt aber keine Menschenlosigkeit Gottes.“ Du hast die Gnade, jeden Tag neu dein Herz zu prüfen, um bewusst zu werden, wer du wirklich bist.

Wie heilsam könnte der Schock sein, wenn du dein wahres Sein entdeckst?

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Alles wartet auf dein Kommen

Der Herr harrt darauf, dass er euch gnädig sei.
Jes 30,18

Viele feiern Leben mit Wein, Weib und Gesang, lassen es so richtig krachen und meinen, wenn drumherum alles passt, schäumt das Glück. In uns lebt die Vorstellung, wenn ich mir eine heile Welt erschaffe, dann passt es. Hauptsache gesund, für die Familie ist gesorgt und wir können immer wieder mal einen traumhaften Urlaub genießen, dann läuft alles rund. Doch was, wenn unerwartet eine Krankheit kommt, die Familie zerbricht und der Urlaub in der Quarantäne endet? Was, wenn es wie beim verlorenen Sohn zum Schweinetrog-Erlebnis wird und einem voll auf die Ketten haut? Wenn die Rechnung nicht aufgeht, ist es umso genialer, dass uns das Leben auf einer ganz anderen Ebene erwartet, umarmt und küsst.

Mitten in der schlimmsten Verzweiflung, im Schlamassel seiner Existenz, schießt dem Sohn in den Sinn – jetzt wo ich im Eimer bin, geh ich wieder heim. In seinem depressiven nach Hause trotten, kommt ihm von weitem der freudige Vater mit offenen Armen entgegen. Das ist die gnädigste Form von Leben. Es hat voll Bock auf uns. Das Leben sprüht Funken, wenn wir nur einen Schritt auf dieses Warten zugehen. Das Leben kennt keine andere Absicht als auf uns zu warten. Es fiebert darauf mit uns zu feiern. Der Herr harrt darauf, euch gnädig zu sein, ist vollendetes Leben, das es nicht erwarten kann, sich gnadenlos zu verschenken. Es wartet auf unser Erkennen, – das Fest beginnt in uns. Leben geschieht nie von außen nach innen, es beginnt in mir und durchdringt den Jammer, der mich umgibt.

Wen machst du gerade für dein Übel verantwortlich? Wo meinst du, es müsse sich da draußen erst so viel verändern, bis das Eigentliche beginnt? Was wenn alles dazu dient, die unvorstellbare Gnade zu entdecken, dass dein Tisch fürs Fest schon reichlich gedeckt ist, wenn du heim kommst?

Welcher Schritt bringt mich an die Quelle, an der die Gnade wartet?

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Wie Sorgen sich in Luft auflösen

Gott spricht: Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.
Ps 50,15

Eineinhalb Jahre hatten wir unter den augenblicklichen Bedingungen unser Gästehaus geschlossen. Nun war ständig unsere Sorge, wie wir wieder in die Gästearbeit einsteigen. Bei uns hat sich inzwischen einiges verändert, so dass niemand zur Verfügung stand, der diesen Betrieb starten könnte. Sorgen und Engpässe, wo man nur hinschaute. Ich selbst, der ich für diese Arbeit brenne, sah mehr Probleme als Lösungen. So richtig köstlich tischte ich mir auf, was alles nicht geht. Eines morgens kreisten meine Gedanken wieder um die ungelösten Gästeprobleme und rangen um Antworten, bis in mir aufstieg: Du bist die Antwort. Was steht im Wege, heute das Haus zu eröffnen? Das war vor vier Wochen. Dieses Wochenende, war die erste Gruppe im Hause, die sich sehr wohl fühlte. Und wir feierten einen Bilderbuchstart.

So wie wir uns in Sorgen bewegen, kreisen wir oft um Unwägbarkeiten, die gar nicht da sind. Wir grübeln im Morgen, wo sich unsere Phantasie die schlimmsten Dinge vorstellt und in ihrer Hilflosigkeit verzweifelt. Doch wenn Gott sagt, rufe mich an in der Not, holt er uns auf den Boden der Tatsachen. Ihn anrufen, heißt im Jetzt ankommen. Das Jetzt ist die Gegenwart in der alles geschieht und das ist meine Rettung. Ich werfe meine Sorgen für das Morgen ins Heute und merke, wie ich einen kleinen Schritt tun kann. Ich schreite los in dem Vertrauen, dass auf den ersten Schritt ein zweiter folgen kann, weil Gott im Leben für alles sorgt. Als ich in meiner Not gerufen habe, sah die Rettung so aus, das ich mich der Aufgabe hingab, ohne zu wissen was kommt, und zwei liebevolle Begleiterinnen spontan sagten, wir stehen an diesem Wochenende mit zur Verfügung. Gott sei Dank, wir waren dann ein sorgloses Dream-Team.

Welche deiner Sorgen wollen dich einladen, mehr Vertrauen zu wagen?

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Lass dich ins Allerheiligste führen

Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird.
Jes. 53,7

Als Albrecht Dürer die Erschaffung der Welt zeichnete, strotzte dabei ein Schöpfer in purer Leidenschaft. Er kleidete den schaffenden Gott in einen alten Herrn mit wallenden Haaren, langem Bart, dessen Körpersprache nicht zu überbietende dynamische Bewegung war. Leben als Ekstase. Erschaffen, als eine außer Rand und Band geratene Verzückung. Überquellende Freude, die sich in einem entladenden Orgasmus völlig an das Leben verschenkt. Hier lässt sich erahnen, welche explodierende Energie Leben ist. Nichts von weichgespültem, zurückhaltenden Dasein. Leben ist alles, Leben will alles, Leben ist grenzenlos und gibt sich hin.

Dieser Ruf der Leidenschaft trifft jeden von uns. Vom ersten Atemzug an, sind wir in dieses Feuer des Leben hineingeworfen, das in uns ausbrechen will. Leben in Ekstase ist Herrlichkeit, die Gott an uns offenbart. Die Leidenschaft Gottes möchte in uns ausflippen. Sie will nicht durch unsere menschlichen Konzepte heruntergedimmt sein. Sie rebelliert gegen alles Mittelmaß und Genügsamkeit. Alles was uns widerfährt, will unsere Menschlichkeit schlachten, damit das Göttliche sichtbar wird. Leben ist in jeder Phase eine Gottesoffenbarung. Es ist der Ruf in die Totalhingabe, die durchs Feuer geht, um selbst zum Feuer zu werden. Wo ich vom Leben geschüttelt und gemartert werde, gehe ich bewusst durch diesen Schmerz, um dem Heiligen, das gerade am Entstehen ist, zu begegnen. Ich gebe mich wie Christus willig der Auflösung meiner irdischen Vorstellungen hin, damit das Göttliche auferstehen kann.

Wenn dich die Schmähungen des Lebens erwischen, erkennst du darin, dass das Heiligste bei dir anklopft, um dich zum Beben zu bringen?

Welcher Schmerz, will mich gerade in mein Allerheiligstes führen?

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Deine Tragik will geliebt sein

Wir warten auf dich, Herr, auch auf dem Weg deiner Gerichte.
Jes. 26,8

Es gibt viele Dinge, die mir nicht schmecken. Mich regt es an mir selbst auf, wenn ich mich über jemand ärgere. Es nervt mich zu entdecken, wie ich über andere rede und urteile. Ich empfinde Groll, wenn die Versicherung den Hagelschaden der Gewächshäuser nicht voll abdeckt und wir neue Schulden machen müssen. Dafür habe ich mir in diesem Monat Oktober eine Aufgabe aufgegeben, mit der ich eine neue Gewohnheit einüben möchte: „Aus mir kommt bedingungsloses Ja zum Moment.“ Es soll nicht nur das Ja zu allem Schönen sein, sondern ganz bewusst ein Ja zu Ärger, Schmerz, Widerstand und Unverständnis. Ich will all das Unangenehme lieben lernen. Ich will allen Mist liebevoll in meinem Leben begrüßen.

Gewöhnlich leben wir auf das zu, was uns Freude macht. Wir warten auf den Feierabend oder das Wochenende, um endlich weg von Stress und Druck zu sein. Wir planen einen schönen Urlaub oder das lang ersehnte Eigenheim. Ganz gezielt leben wir irgendwie immer auf besser Zeiten zu, weil der Augenblick so unerträglich ist. Wir sind sozusagen auf der Flucht vor dem Jetzt. Wir warten auf das später und versäumen dabei das heute. Wo wir auf Gott und seine Gerichte warten, hören wir auf zu fliehen und kommen voll im Hier an. Da sehe ich das, was mir jetzt gerade an Unliebsamem passiert nicht als Hindernis, das mich vom eigentlichen Leben abhält, sondern als Segen, der mich zur Reife führt. Das Gericht will meine eigentliche Essenz freisetzen. Das scheinbare Übel wird mein Heil.

Was wäre, wenn das Ungemütliche, unter dem du gerade stöhnst und dir so schnell wie möglich wegwünscht, dir ein heilsamer Wegbegleiter sein will? Welcher Frieden würde sich in dir ausbreiten, wenn du Gericht nicht als erniedrigend betrachtest, sondern als das, was dich heilen will?

Wie könnte ich eine neue Liebesbeziehung zu meiner Tragik entwickeln?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

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Beste Ergebnisse ohne Stress

Du sollst deinen Nächsten nicht bedrücken.
3.Mose 19,13

Ist es nicht so, dass wir in einem totalen Veränderungswahn leben? Wenn ich in einer Gemeinschaft lebe, stellt eine Regel sicher, wie es mit der gegenseitigen Achtung, der Pünktlichkeit und der zu verrichtenden Arbeit aussieht. Wenn einer ausschert, versuche ich ihn auf die gemeinsame Norm zu eichen. Dem kleinen Kind wird beigebracht, so wie du bist, bist du nicht gut genug. Verhalte dich so, dass du von der Familie und Gesellschaft angenommen bist. Die Mode suggeriert uns, so wie du bist, bist du nicht schön genug, da musst du noch einiges an dir arbeiten. Überall dieser Druck nach Veränderung, weil es so wie es ist, nicht sein kann.

Hinter dem Drang nach Veränderung steckt die Unzufriedenheit mit dem was ist. Ich akzeptiere nicht, übergewichtig zu sein. Ich wehre mich gegen das was ist. Ich kämpfe gegen etwas. Ich setze mich und andere unter Stress, weil sich Leben nicht so zeigt, wie ich es von ihm erwarte. Diesen Erwartungsdruck kennt das Leben nicht. Gott steht vor keinem Baum, der im Herbst seine Blätter verliert: Verändere dich, treibe gefälligst wieder aus! Leben übt keinen Druck aus, es lässt wachsen. Leben sagt nirgends, die Entwicklung geht nicht schnell genug, wir müssen den Prozess beschleunigen. Gott hat dem Baby neun Monate gegeben zu werden, und dem ganzen Menschen ein Leben lang, um zu dem zu werden, wozu er gedacht ist. Gott zeichnet sich in Eselsgeduld aus und bringt doch beste Ergebnisse. Veränderung geschieht und wird nicht gemacht.

Beobachte einmal deine Erwartungen, mit denen du unterwegs bist. Wen setzt du damit unter Druck, welches Miteinander unter Stress? Wo setzt du dich selbst unter Strom, mit dem, was du nicht an dir akzeptierst?

Wie könnte mein Tag aussehen, wenn ich meine Erwartungen runterfahre und aufmerksam das Wachsen beobachte?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

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Übe mal Fallenlassen

Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den Herrn.
Ps. 146,5

Da sind so viele Situationen, bei denen wir Kontrollverlust erleben. Die Tochter kämpft um die hochbetagte Mama, die sich mit Corona infizierte und nun schwächlich nach Luft ringt. Ohnmacht, wenn ein Arzt bei einer jungen Frau ein Geschwür im Magen entdeckt und dieser dann komplett entfernt werden muss. Schmerzlich, wenn die siebzehnjährige Tochter für ein halbes Jahr nach Amerika will, sich ihrem narzisstischen Vater aussetzt und sich dadurch von der Mutter entfremdet. Momente, die uns voll auf die Ketten hauen. An den entscheidenden Punkten des Lebens, sind wir oft mit unserem Jägerlatein am Ende. Ohnmacht, Hilflosigkeit, inneres Beben.

Gerade wenn wir diesen scheinbaren Kontrollverlust erleben, klebt uns das wahre Leben haarscharf an den Füßen. Wo ich meine, jetzt geht es nicht mehr, sagt das Leben, jetzt erst recht. In meiner Ohnmacht leitet Gott den Schichtwechsel ein. Wo mir die Felle davon schwimmen, will das Leben mich tragen. Meine Hilflosigkeit ist die Geburtsstunde für das Vertrauen ins Leben. Ich darf mich loslassen, um von dem viel Größeren aufgefangen zu werden. Mir muss regelrecht der Saft ausgehen, damit ich „online“ gehe und der Allmacht vertraue. Mir geht es nicht wohl, wenn ich alles im Griff habe, sondern wenn umfassendes Wissen mich trägt. Kindliches Vertrauen erfährt das Wohlsein. Es ist der full Service einer Gebährmutter. Es ist die Barmherzigkeit, das ganze Wohlwollen in das alles Leben eingehüllt ist.

Deine schwierigste und herausforderndste Situation will dich aus dem verkrampft sein, in das Loslassen einladen. Komme genau dort ins Vertrauen, wo dir die Hände gebunden sind, und feiere entspannt, dass es ein anderer macht. Wie viele Kräfte würden sich da an dir entladen?

Welche Ohnmacht holt gerade Anlauf, um dein Fallenlassen zu üben?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

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Sei bereit – immer bereit

Der Herr rief Samuel. Er aber antwortete: Siehe, hier bin ich!
1.Sam 3,4

Das Internet ist ein weltweites Netzwerk, das umfangreiches Wissen der ganzen Menschheit miteinander verbindet. Unser Gehirn ist in gleicher Weise solch ein grenzenloses, elektronisches Netzwerk. Darin sind alle unsere Verhaltensabläufe gespeichert. Automatisch regelt es unsere Verdauung oder Atmung. Darin liegt die Information, mit welcher Hand wir morgens unsere Zähne putzen. Ein geniales Wunderwerk, das unser ganzes Leben erfolgreich am Laufen hält. Zusätzlich liegen darin alle unsere gelernten Verhaltensmuster, unsere Glaubenssätze, die entscheiden, wie wir unsere Realität wahrnehmen. Wenn ich mir einen Satz wie: „Ich bin nicht gut genug,“ von klein auf vorsage, hat das katastrophale Folgen.

Mich hat dieser Glaubenssatz ein Leben lang zurückgehalten. Erst als ich begriffen habe, was dieses Programm in meinem Kopf auslöst, dass ich mir jahrzehntelang einredete: Ich bin ja nur Schreiner, andere können das viel besser, habe ich den Schalter umgelegt und zeige mich mit dem was ich bin. Der junge Samuel, hat sehr früh kapiert: Meine innere Einstellung, das was ich glaube, prägt mein Leben. Als Gott ihn ins Leben ruft, war da kein Nein, das kann ich nicht, sondern ein freies, offenes: Siehe, hier bin ich! Das ist die totale Bereitschaft, sich dem Ruf des Augenblicks hemmungslos hinzugeben. Kein Wenn und Aber, kein checken, ob ich dazu auch die nötigen Fähigkeiten habe, sondern Ja, Leben, nimm mich mit Haut und Haaren. Es ist das radikale Vertrauen auf den der ruft und mit mir ist.

Wie gehst du damit um, wenn das Leben dich ruft? Was laufen für Programme in deinem Kopf ab, die sich gegen einen Berufswechsel aussprechen? Welche Stimme in dir bremst dich, wenn du genau spürst, hier ist eine Aufgabe, die auf mich wartet? Beobachte dich und sei bereit.

Welchem Ruf würdest du heute folgen, wenn nichts dagegen spricht?

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Du bist die pure Ermutigung

Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.
Dan 9,18

Gestern las ich auf Facebook die Frage: „Kann ich angesichts des Elends, glücklich sein? Einer Freundin ist beim Hochwasser das Haus zerstört, anderen ist es durch Lavaströme verbrannt. In meiner Praxis begleite ich derzeit eine junge einundzwanzigjährige Frau, die an einer schweren Leukämie erkrankt ist. So viel Leid rund um mich, ich selbst schaue während ich schreibe auf meinen herbstlichen Zaubergarten, habe eine wunderbare Liebesbeziehung und packe demnächst für eine Reise ins südliche Italien. Ich fühle meine Betroffenheit, meine Traurigkeit, wenn ich mit Menschen bin, die mir nahestehen. Ich fühle meine Hilflosigkeit, wenn es mir scheint, dass ich nichts wirklich tun kann und lasse mich berühren.“

Angesichts dessen, was uns umgibt, könnte uns andauernd nur der Atem stocken und wir dauernd mit schlechtem Gewissen herumlaufen. Unser Mitgefühl hält uns an, dem Unglück in die Augen zu schauen und von der Hilflosigkeit anklagen zu lassen. Doch ist es nicht das Glück des Glaubens, dass es ganze Empathie für den Schmerz aufbringt und dennoch befreit damit umgehen kann? „Wir vertrauen nicht unsere Gerechtigkeit, nicht auf das, was wir gut oder schlecht finden, sondern auf deine große Barmherzigkeit.“ Alles was geschieht, ruht in unendlichen Erbarmen. Im Schoß Gottes ist keine Katastrophe sinnlos. Das Leben hat für alles das Beste im Auge. Es lädt in der schlimmsten Situation zum unendlichen Vertrauen ein.

Du darfst dich fallen lassen, auch wenn um dich herum alles angespannt ist. Du darfst entspannt und gelassen über die Lavaströme dieser Erde schreiten, in dem Bewusstsein, dass alles in höchsten Händen ruht.

Welcher Mut würde da von dir den Verzweifelten zufließen?

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Komme in deinen unvergänglichen Glanz

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.
Luk 21,33

Nach einem malerischen Herbstsonntag, an dem wir das Leuchten der Natur so richtig gefeiert haben, die farbig bunten Blätter an den Bäumen angefangen haben zu tanzen, spüren wir morgens bereits die eisige Frische. Die Temperaturen sind inzwischen nahe am Gefrierpunkt und die Sommerblumen verabschieden sich. Es beginnt die Zeit der Melancholie und des großen Vergehens. Gräber werden für den Winter geschmückt. Manch einer schließt für immer die Augen und wird hinausgetragen. Uns wird bewusst, alles was ist, dürfen wir früher oder später wieder loslassen.

Wir könnten darüber sagen: nun ja, das ist eben der Lauf der Zeit, mit dem wir uns abzufinden haben, wenn da nicht dieses Wörtchen „Aber“ wäre. Ein Aber entkräftet alles zuvor Gesagte. Wenn sich auch alle sichtbaren Formen auflösen und sich in einem schöpferische Prozess verwandeln, so gibt es etwas, das sich außerhalb dieser Auflösung befindet. – „Meine Worte.“ Kein akustisches Signal, kein geschriebener Buchstabe, sondern ein Bild für die unsterbliche Dynamik des Lebens. Ein Wort ist zunächst nur ein abgespeichertes Bild in unserem Kopf, dem wir eine bestimmte Bedeutung gegeben haben. Doch hinter „meine Worte“ liegt die Urgewalt der unendlichen Schöpfung. Es ist der ewiger Same Gottes, der die Welt befruchtet. Es diese schwingende Zelle in uns, die unsterblich ist. Diese nicht vergehenden Worte sind unser Lebenselixier, die unser Verstand nie begreifen wird, jedoch unsere innere Wahrnehmung erkennt.

Jeden Tag neu kannst du wählen, dich entweder dem Fluss der Vergänglichkeit hinzugeben, oder dieser ewigen Quelle in dir. Du hast die Wahl, dieses Aber zu ergreifen und Sterbliches mit Ewigem zu beleben.

Wie könnten diese „Worte“, mir meinen unvergänglichen Glanz geben?

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Sei wie eine Lilie

Naaman sprach: Dein Knecht will nicht mehr anderen Göttern Brandopfer und Schlachtopfer darbringen, sondern allein dem Herrn.

  1. Kön 5,17

Der Oberbefehlshaber der syrischen Armee erkannte, was die Hingabe an das Leben bedeutet. Er spürte, dass im Zustand der Hingabe eine völlig andere Energie fließt und eine ganz andere Qualität in sein Tun kommt. Hingabe hatte ihn wieder mit der Quelle verbunden, die ihn gesund machte. Sein Tun war mit Sein erfüllt, und brachte ihn noch tiefer in den jetzigen Moment. Er hatte allen Widerstand, gegen das was ihn krank machte aufgegeben und erlebte dabei eine Gottesbegegnung, die sich auf seine organische Gesundheit enorm auswirkte. Gegen seine bisherigen kulturellen und religiösen Vorstellungen entdeckte er ganz klar das Wunder des Lebens, das sich ohne kalkulieren und rechnen dem jetzigen Augenblick hingibt und geschehen lässt.

Für diese Lebenseinsicht verwendete Jesus das schlichte Bild: Seht die Lilien auf dem Felde, sie säen nicht, sie ernten nicht und sie wachsen und blühen doch. Das Leben lädt uns ein Knecht zu sein. Kein Dorftrottel eines höheren Organes, sondern eine die sich hellwach und bedingungslos dem Leben hingibt. Der Knecht ist bereit alles zu empfangen und alles zu geben, sich hemmungslos vom Leben gebrauchen zu lassen. Kein Fragen nach dem warum, kein krampfhaft verstehen wollen, weshalb das gerade mir passiert, sondern einfach bereit sein, für das was jetzt ist. Wo wir uns nicht mehr gegen den Moment wehren, gegen das was ich unbedingt anders haben will, beginnt das Leben ein Fest zu werden. Damit wird mein Leben zum Gottesdienst, der sich an mir ereignet.

Das Leben will feiern, es will dich an die Hand nehmen und dich an die Quelle bringen. Es sucht deine bedingungslose Bereitschaft alles zu geben.

Was könnte in meiner totalen Hingabe heilen und zu einem Fest werden?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich an diesem Sonntag!

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