Unser Blog

Die täglichen „Mut-mach-Worte“ von Bruder Theophilos und weitere aufbauende Perlen aus dem Kloster.

Schenke deinem Herz dein Ohr

Sie haben sich Götter von Gold gemacht. Vergib ihnen doch ihre Sünden.
2.Mose 32,31.32

Stell dir vor, du hättest keine Geldsorgen. Wie und was würdest du arbeiten? Welche Menschen und Projekte würdest aus freiem Herzen unterstützen? Was wäre dir wichtig und was würdest du dir selbst gönnen? Was würde dich antreiben, wenn du dir um das ganze Drumherum, das dich in Zwängen gefangen hält, keine Gedanken machen müsstest? Wie würde sich das anfühlen, wenn der ganze Druck raus wäre und du wahrer Mensch sein könntest? Wäre das nicht wie ein Traum? Was wäre, wenn der Stress unter dem wir stöhnen selbstgemacht ist?

Wo sich unser Herz nicht mehr frei entfalten kann, ist in unserer Lebensplanung etwas aus dem Ruder gelaufen. Als Gottes Ebenbilder und schöpferische Wesen, stehen wir auf der Seite der alles Habenden. Wir sind zur Kommunikation mit der Fülle und Überfluss geschaffen. Gott kennt keinen Mangel. Leben heißt, in der Interaktion mit fließender Energie von Liebe und Licht zu stehen. Es heißt, dass bebende Herzen aus dem Vollen schöpfen. Es heißt im Vertrauen zu stehen, dass in jedem Moment mehr als genug da ist, als ich je verbrauchen kann. Sobald ich jedoch diesen kindlichen Glauben gegen menschliche Sicherheit eintausche, erschaffe ich mir meine eigenen Zwänge. Mein Herz will sich auf das verlassen, was ich noch überschaue und mit menschlichen Mitteln erreichen kann. Ich mache meine Vorstellung zum Gott aus Gold. Mein Herz trennt sich von seinem eigenen Herzensanliegen und quält sich.

Wo bist du bereit, deinem tiefsten Herzensanliegen zu lauschen, um dem Geheimnis nachzuspüren, was in dir leben will? In welchen Zwängen hast du dich festgebissen, die jetzt aufgelöst werden wollen? 

Wie könnte ich heute meinem Herzensanliegen ganz neu zuhören?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!


Tägliche „Mut-mach-Worte“ – inspirierend – frech – kraftvoll

Du bist schöpferische Energie

Der Herr hat die Erde durch seine Kraft gemacht und den Himmel ausgebreitet durch seinen Verstand. Jer 10,12

Was wäre, wenn wir nicht Objekte, sondern Subjekte der Schöpfung sind? Das hieße, wir wären nicht nur erschaffen worden, sondern auch die Erschaffenden. Wenn wir tiefer in unser Verständnis von Himmel und Erde eindringen, könnten wir dem nachspüren, dass Leben pure Energie ist. Lebensenergie ist dann reine Schöpfungsenergie. Diese Energie hat ihren Ursprung im Licht das alles durchdringt und aus dem alles ist. Es ist die göttliche Lebenskraft, die in allem schwingt. Diese Lebensschwingung wäre  unsichtbar in einem Geist, der im Himmel wohnt, und in materieller Form sichtbar auf der Erde. In der Tiefe wäre alles ein und dieselbe Lebenskraft, die sich in verschiedenen Formen darstellt. Himmel und Erde wären eins und Schöpfer und Geschöpf wären untrennbar.

Wenn der Herr die Erde gemacht hat und den Himmel ausbreitet, dann leben wir in einer perfekten Schöpfung. Der Vollkommene hat alles vollkommen geschaffen. Von Grund auf bist du komplett. Dir kann nichts hinzugefügt und genommen werden. In deinem ursprünglichen Sein bist du von der Zeit, die wir uns für unsere Abläufe gegeben haben, unberührt. Du machst dir bewusst, dass du Teil der grenzenlosen Schöpfung von Himmel und Erde bist. Du bist Gottes Mitgestalter, weil du das Fließen dieser Lebensenergie bist, die alles durchdringt. Wo wir diese schöpferischen Zusammenhänge nicht erkennen, will uns unser Verstand auf die Kleinheit der rein irdischen Form von Existenz begrenzen.

Dein Glaube will dir bewusst machen, dass du statt Opfer, der Schöpfer deines Lebens bist. Die Schaffenskraft des Allmächtigen fließt durch dich.  

Wenn ich schöpferische Energie bin, was will dann heute durch mich erschaffen werden?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!


Tägliche „Mut-mach-Worte“ – inspirierend – frech – kraftvoll

Sei offen für Wunder

Gott sprach zu Mose: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!

  1. Mose 3,5

Vorgestern war unser Brand-Gedächtnistag, an dem am Spätnachmittag um 16:30 Uhr die schwere Glocke läutete. Wir gedachten nicht nur der bitteren Stunden, in denen wir Kirche und Ordenshaus verloren haben, sondern auch der unglaublichen Wunder, die sich mitten im Brand ereigneten. Die lebensgroße Krippe aus Lindenholz stand nach dem Feuer makellos zwischen verkohlten Balken, des eingestürzten Daches. Ein Bild von Unwirklichkeit. Ringsum nur Schrott und mittendrin die Geburt Christi. Welch heiligen Schauer durchzuckte den Betrachter. 1000° C konnten dieses Ereignis nicht auslöschen. Der Verstand stand still und staunte.

Mose stand fassungslos auf dem Berg Horeb und traute seinen Augen nicht, als ein brennender Dornbusch nicht verbrannte. Zusätzlich redete daraus eine Stimme, die ihm den verrückten Auftrag gab, sein gebeuteltes Volk aus der Gewaltherrschaft des Pharaos zu befreien. Es gibt Ereignisse, die uns immer wieder das Blut in den Adern gefrieren lassen. Heilige Momente, in denen sichtbar wird, wir stehen in einer Gottbeziehung. Das was wir mit unseren Sinnen erfassen können, ist nur ein winziger Teil der Wirklichkeit. In Wahrheit spielt sich das Leben in einem unendlichen Raum ab. Unsere gestressten Tage wollen ständig von einer ganz anderen Dimension durchbrochen und inspiriert werden. Jeder Moment ist ein unfassbares Wunder, der uns ins Staunen und Anbeten bringen will.

Bist du offen für die Wunder, die sich heute ereignen wollen? Kannst du noch Staunen über der Heiligkeit, in der dein Dasein stattfindet? Erkennst du das Außergewöhnliche im Gewöhnlichen?

Wie könnte ich heute ehrfürchtig Staunen, mitten in meinem Drama?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

Dem Himmel so nah

Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit. Ps 86,11

In der vergangenen Woche hatte ich die Einladung bekommen, in einem Wellnesshotel im Schwarzwald, Morgen- und Abendimpulse für die Gäste anzubieten. Wochen zuvor fragte ich beim Chef des Hauses nach, ob alles wie geplant stattfinden würde, oder sich durch die aktuelle Lage etwas verändert habe. Da um diese Zeit meine Todo-Liste überquillt, hoffte ich im Stillen, dass evtl. wegen bestimmter Auflagen, diese Tage abgesetzt werden. Doch nein, sie konnten stattfinden. Jetzt habe ich gerungen, von mir aus abzusagen. Zwei Freundinnen redeten mir unabhängig von einander ins Gewissen und sagten: Du gehst! So brach ich auf mit Bangen und war dann eine Woche lang dem Himmel so nah.

Wie geschieht Wegweisung? In diesem Fall traten zwei Engel an meine Seite, die mich vor meiner rationalen Dummheit bewahrten. Weise mir, Herr, deinen Weg, kann ein ungemütlicher Wunsch werden. Wo ich mich der Führung nach oben öffne, können meine Konzepte über den Haufen geworfen werden. Ich war verstrickt in meinen Vorstellungen, was jetzt wichtig ist, doch die Wahrheit sah anders aus. – Ich gab die Impulse, es kam zu tief berührenden Begegnungen, und was ich nie erahnen konnte, – ich begegnete mir selbst. Ich wurde von meinem stressigen Treiben völlig runtergeholt und bin von der Wahrheit eingeholt worden. Wäre ich dieser Weisung nicht gefolgt und hätte meinen Kopf durchgesetzt, hätte ich mich um die umwerfende Erfahrung betrogen: Das Königreich ist in euch, du bist dem Himmel so nah.

Wo du um deine Wahrheit ringst, reiße deine Türen auf, dass der König einziehe. Oft wirst du davor erschrecken, wie groß das Fest sein wird, zu dem du eingeladen bist. Gönne dir den Ausstieg für die höchste Führung. 

Wo drücke ich mich gerade vor dem Licht, das in mir aufgehen möchte?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich an diesem 2. Advent

Dein Strahlen ist die Rettung

Israel aber wird errettet durch den Herrn mit einer ewigen Rettung, und ihr werdet nicht zuschanden noch zu Spott immer und ewiglich. Jes 45,17

Gestern schüttete mir der Ober eines 4 Sterne Restaurants sein Herz aus. Er erzählte von einem super Job, den er mit Freuden mache, doch immer wieder an seine Grenzen stoße. „Die Gäste werden bei uns von allen Seiten verwöhnt, wir geben in unserem Service hier alles damit sie sich wohlfühlen und dann ist da oft so wenig Dankbarkeit. Es wird so vieles selbstverständlich genommen, dass bei einem 5 Gänge Menü alles passt, und dann ist da so wenig Wertschätzung. Die Gäste haben ja bezahlt, dann können sie mitnehmen, was es gibt. Das macht oft so müde, dass man sich fragt, weshalb tue ich mir das an.“ Er wünschte sich von den Gästen mehr gesehen zu werden und fragte sich, wie sich das ändern lässt.

Oft sind die täglichen Auseinandersetzungen nur ätzend. Wir wünschen uns, dass die Leute „vernünftig“ werden, der Chef für mich ein gutes Wort hat, die Regierung respektvoll mit ihren Bürgern umgeht und mein Partner mich in meinen Sorgen auffängt. Wir sehnen uns nach aufatmen können. Doch auf die Veränderung, die ich mir wünsche brauche ich nicht warten, sie ist da. Was wäre, wenn sich weder der Gast, noch der Chef, noch die Regierung verändern müsste, sondern alle Weltveränderung von mir ausginge? Du bist durch den Herrn errettet und wirst durch keinen Spott zuschanden. In dem Moment, in dem ich Gott in mir erkenne, werde ich leuchten wie die Sonne. Darin liegt die alles verändernde Kraft. Das Funkeln meiner Augen bricht den Damm von Eiseskälte.

Du bist die Rettung, weil du das ewige Licht in dir erkennst. Du brauchst nicht zu warten, dass sich da draußen etwas verändert, weil du alles hast, was alles verändert. Sei dir deiner adventlichen Strahlkraft bewusst.    

Für welche angespannten Umstände will ich heute die Rettung sein?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

Dein Untergang will den Himmel schaffen

Als der Pharao sah, dass Regen, Donner und Hagel aufhörten, versündigte er sich weiter und verhärtete sein Herz. 2.Mose 9,34

Woher kommt es, dass wir zu einer wohltuenden Rückenmassage sagen, das ist gut und wenn ich mir vier Finger an der rechten Hand absäge, das ist schlecht? Weshalb meinen wir, wenn ein Geschäft nicht mehr läuft wie früher, wenn eine Regierung eine 2G-Regel einführt, wenn der Arzt mir eine Krebsdiagnose serviert, das ist eine Katastrophe. Der alte Lehrer Rumi sagte einmal, „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort, dort treffen wir uns.“ Wie wäre es, wenn wir einmal unsere Negativ-Bewertungen von Umständen unter einen völlig anderen Blick stellen würden?

Beim Landesherren von Ägypten sind die Fetzen geflogen. Zehn Naturkatastrophen versetzten das Land in Angst und Schrecken. Begleiterscheinung für ein festgesetztes Volk, das schamlos als billige Arbeitskraft ausgenutzt wurde. Donner und Hagel als Seelenmassage der anderen Art. Das Leben knetet verhärtete Herzen durch. Gott hat die umwerfende Absicht, ein Volk zu befreien. Um Unterdrückten Gerechtigkeit zu verschaffen, wählt er Mittel, die tief ans Eingemachte gehen. Hinter Blitz und Hagel steht ein mächtiger Heilswille. Oder anders: Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Besinnung bringen will? Somit steckt hinter unserem Verständnis von Schlecht und Böse vollkommene Güte. Es ist gut, was mit Corona geschieht. Es ist gut, wenn mir mein Geschäft um die Ohren fliegt. Wir werden zum Umdenken geknetet. Da will durch Härte Neues werden. Hinter dem Hagel will die Sonne aufgehen.

Was würde passieren, wenn du dein Übel nicht mehr als schlecht bewertest? Was könnte an Befreiung aufbrechen, wenn du deinem Mist eine schöpferische Bedeutung gibst? Wäre da nicht Böses gut? 

Welcher Himmel möchte gerade in deinem Weltuntergang entstehen?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne Dich!

Wecke deine Schönheit

Merke auf mich, mein Volk, hört mich, meine Leute! Denn Weisung wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich gar bald zum Licht der Völker machen. Jes. 51,4

In Berlin wurde in den sechziger Jahren der Begriff Geisterbahnhof geprägt, für einen Bahnhof der zwar gebaut, jedoch nie in Betrieb genommen wurde. Wir haben bei uns am Ort seit fünfzig Jahren eine Bauruine, die als Handwerkerwerkstatt konzipiert und gebaut wurde, jedoch nie ihre eigentliche Bestimmung erreicht hat. Wie viele Flugleiter Türme wurden kunstvoll errichtet, wo jedoch die Flugleiter ebenerdig arbeiten und der Turm ungenutzt bleibt. Stell dir vor, du wärst als Wunderwerk geplant und erschaffen und würdest in der Belanglosigkeit versinken. Was wäre, wenn du Licht bist und dein Licht nie anginge?

Advent konfrontiert die Bauruinen. „Advent ist eine Zeit der Erschütterung, in der der Mensch wach werden soll zu sich selbst,“ sagt Alfred Delp. Wir zünden Lichter an, um uns daran zu erinnern, was von uns ausgehen will. Gott ringt darum, dass es hell wird, in unserem gereizten Miteinander. Merkt auf, hört mich meine Leute, lasst euch wachrütteln, für das, was sich durch euch ereignen will. Du bist das Licht! Ich will mit dir eine Licht Revolution starten, die sich wie bei den Montagsdemonstrationen 1989 durch die Städte ausbreitet und Mauern mit Stacheldraht dahinschmelzen lassen. Höre auf das, zu welchem Wunder du geschaffen bist. Merke auf, wie ich mich durch dich in aller Finsternis offenbaren will. Höre darauf, dass deine Existenz, Lichtschweife über diese Erde zieht.

Erkenne, dass in dir dieses wahre Licht scheint, das in die Welt will. Sei bereit, das Christus Licht in dir zu entdecken, das vom Dornröschenschlaf aufwachsen lässt. Mach dein Licht an, das jede Blume zur Schönheit bringt. 

Wo verstecke ich noch das Licht und Wunder, das von mir ausgehen will?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

Vertraue deinem Credo

Mose sprach zu dem Herrn: Wenn nicht dein Angesicht vorangeht, so führe uns nicht von hier hinauf. 2.Mose 33,15

In welchem Bewusstsein bist du heute aufgestanden? Ja, jetzt dusche ich mich erst mal, trinke meinen Kaffee und dann sehe ich, was der Tag so bringen wird? Hast du eventuell ein strukturiertes Programm, das es minutiös abzuarbeiten gilt? Hat das was du tust eine innere Ausrichtung, dass du der höheren Absicht deines Lebens folgst, oder stellst du dich einfach dem, was heute ansteht? Wie würde dein Tag aussehen, wenn du das Credo deiner Seele kennen würdest? Was, wenn am Anfang nicht nur klar wäre, was du wie machen möchtest, sondern dein „warum“ steht, weshalb du das wirklich tust? Weißt du, welche Blume du bist, was dich antreibt, dich stark macht, um im Garten des Lebens zu blühen?

Moses Führungsrolle war beileibe kein Zuckerschlecken. Ein Volk aus der Gefangenschaft durch die Wüste zu führen, da rappelt es ordentlich in der Kiste. Zoff, Zweifel, Unmut, Enttäuschung, das volle Programm. Doch er kannte sein Credo, sein tiefstes Warum. Beim Aufstehen ging es nicht um die Beziehungsprobleme und die schwierige Strecke, die vor ihnen lag, sondern um das gelobte Land, auf das hin er unterwegs war. Er wusste bei allem Schlamassel, den es durchzustehen galt, um eine höchste innere Führung. Der Gottesauftrag mit seiner Verheißung war sein inneres Navi. Er war sich bewusst, ich bin die Blume, die dazu geschaffen ist, ein widerspenstiges Volk in ihr Glück zu führen. Er hatte einen Seelenauftrag, wusste um seinen Beitrag für diese Welt und war dadurch wirkungsvoll.

Kennst du den Wunsch deiner Seele? Weißt du, was durch dich in dieser Welt zum Blühen kommen soll? Bist du dir darüber bewusst, wie wirksam du wärst, wenn dich diese innere Führung bestimmt und vorangeht?

Wie könnte ich heute mein Credo erforschen, für die Blume die ich bin?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

Buche dein Wellness-Programm

Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes gehorchen wirst: Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang und gesegnet bei deinem Ausgang.
5.Mose 28,1.6

Wie wärs mit einem traumhaften Wellnessaufenthalt in einem Schwarzwaldhotel? Zimmer vom Feinsten in Eiche-Massivholz-Einrichtung mit Kühlschrank und kleiner Kaffeebar. Gestartet wird mit einer Ablenkungsfrei-Erholungs-Aktion, bei der man am Anreisetag sein Handy an der Rezeption abgibt und am Abreisetag ein Belohnungsgeschenk erhält. Ein Verwöhnungsprogramm mit erholsamen Minuten, die man im Whirlpool mit einem Gläschen Sekt erleben kann, bis zu Rücken- und Fußmassage, plus Gesichtsbehandlung. Hallenbad, Bauerncafé, Wandertipps oder Langlaufausrüstung gehören zum Angebot. Genuss pur.

Was hier nach Ausnahmezustand für Besserverdienende aussieht, ist ein traumhaftes Bild, für das, wie das Leben tickt. Über unserem Dasein steht SEGEN. Alles da und alles vom Feinsten. Gottes Wellnessprogramm für seine Geschöpfe. Er ist in keiner Weise zimperlich mit seinem Angebot. Wo unser Eingang und Ausgang gesegnet ist, ist Full Service angesagt. Dasein ist so geschaffen, dass es an nichts fehlt. Wie sind eingehüllt in pure Liebe, die durch Herz und Magen geht. Dieser Segen erschließt sich, wo wir Gottes Stimme gehorchen. Dahinter steht der Ruf, ein Reden wahrzunehmen, der den Verstand übersteigt. Es ist ein offen sein für eine Führung, bei der unser natürliches Denken oft die Krise kriegt. Doch dieses Hören, ist ein Dammbruch für diese unendlichen Energieentladungen Gottes.

Du sitzt du auf einem Whirlpool von Segen, der dir überall zur Verfügung steht. Dieser Segen wartet nur darauf in dein Leben zu fließen.

Wie sensibilisiere ich mein Hören, um aus der Fülle von Segen zu schöpfen?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

Du bist königliches Licht

Deine Gnade soll mein Trost sein, wie du deinem Knecht zugesagt hast.
Ps 119,76

1. Advent. In Halberstadt wurde monatelang auf eine Theateraufführung von „Der Froschkönig“ zu gelebt. Schauspieler und Bühnenbildner haben alles gegeben, um für Jung und Alt eine Attraktion auf die Bühne zu bringen. Gestern Abend war Premiere und gleichzeitig sind die Lichter ausgegangen. Einstudiert und abgesagt. Sie wollten Lichter anzünden und Freude machen und sehen nur noch den Rauch der ausgeblasenen Kerze. Die erste Kerze, die wir heute anzünden ist eher mit Wehmut als mit Hoffnung verbunden. Was wäre, wenn wir nicht über den abgesagten Froschkönig trauen, sondern uns in der nun zweiten Extrem-Advents- und Weihnachtszeit bewusst machen würden, dass wir die Königskinder sind?

Stell dir vor, du zündest heute die erste Kerze an, um dich ganz bewusst an ein Versprechen zu erinnern, das dir zugesagt ist. Stell dir vor, du flüchtest nicht nur in eine schön zelebrierte harmonische Welt deiner Familie, um nicht an das alltägliche Spektakel denken zu müssen, sondern hältst inne, schaust in das Licht der Kerze und dir wird klar, dass du selbst dieses Licht bist. In der Welt kann es gar nicht dunkel werden, weil du da bist. Du hast die Gnade ein Königskind zu sein. In dir zieht der König ein, der als Licht in einer Krippe zur Welt kam. Kerze um Kerze gehen wir im Advent auf dieses Ereignis zu. Dein Trost ist nicht die nette Inszenierung von Weihnachten, die kreativ und lichtvoll gefeiert wird, sondern die Gnade zu verinnerlichen, dass dieses Christus-Licht längst in dir brennt. Besteige mit jeder Kerze die du nun anzündest deinen Thron und fange an zu leuchten.

Wenn diese Gnade in dir aufleuchtet, was macht das mit der Dunkelheit in der du stehst? Was würde das in dir auslösen, wenn du heute eine Kerze anzündest und du damit das Licht in dir anmachst? Ist das nicht Gnade?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich an diesem 1. Advent!

Wie du in Kummer Frieden findest

Beweise deine wunderbare Güte, du Heiland derer, die Zuflucht suchen vor denen, die sich gegen deine rechte Hand erheben. Ps 17,7

Wird von einer Behörde ein Altenheim geschlossen, steigt schnell der Groll bis zum Anschlag. „Die haben doch kein Herz, sondern nur Paragraphen im Hirn. Wie kann man nur alten Menschen, mit zum Teil fünfundneunzig, die für ihren letzten Lebensabschnitt ein wohltuendes Zuhause gefunden haben, solch einen Stress antun und sie nochmals einen neuen Heimplatz suchen lassen.“ Doch genau dort, wo die Galle kocht, das Unverständnis über so viel Unvernunft aggressiv macht, häufen sich Angebote, Bewohner und Mitarbeiter lückenlos zu übernehmen. Was auf der einen Seite wie Weltuntergang aussieht, entpuppt sich auf der anderen Seite als Wunder.

Dort wo es uns schwarz vor Augen wird und wir meinen, die ganze Welt steht gegen uns, gilt es ein unumstößliches Geheimnis des Lebens zu entdecken. Über allem, was uns passiert, steht der Satz: „Und alles war sehr gut.“ Leben ist selbst in unseren dunkelsten Stunden Schöpfung. Wunderbare Güte ist wie ein Bodyguard an unserer Seite. Wir stehen im größten Chaos unter der besten Absicht Gottes. Das, was uns das Blut in den Adern kochen lässt, ist die aufbäumende Energie, die uns heilen will. Empörung will den Schmerz spüren, der jedoch nicht zum Frust wird, sondern uns an einen heiligen Zufluchtsort führt. Mitten in den Schlachten im Außen, darf ich mich auf den Frieden besinnen, der in mir wohnt.

Die Güte will dir beweisen, dass sich das Leben für dich entschieden hat. Es will dich herausfordern es auszuprobieren. Was wäre, wenn das, was dich gerade schockiert, deine persönliche Erfahrung der wunderbaren Güte sein will, die dich einlädt, einem Neuschaffen zu vertrauen?   

Welchen Kummer könntest du als Güte sehen, um Frieden zu finden?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!
Blühende Grüße Theophilos

Du bist voll anerkannt

Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen? Ps 94,9

Wieviel Schmerz liegt hinter der Aussage einer Frau: „Ich bin schon über zwanzig Jahre mit meinem Mann verheiratet und habe den Eindruck, dass er mich nicht sieht. Wir kommen gut miteinander klar, wir meistern unseren Alltag ordentlich und doch ist da ein Punkt, bei dem er nicht weiß, wie es mir wirklich geht, wie ich mich fühle und was mich in der Tiefe umtreibt. Ich sehne mich so sehr, nicht nur funktionieren zu müssen, sondern gesehen zu werden als die, die ich bin.“ Nicht wahrgenommen zu werden macht krank. Schon kleine Kinder buhlen um Aufmerksamkeit. Es tut uns weh, wenn wir von unserem Chef nicht wahrgenommen werden. Viele unserer Anstrengungen im täglichen Leben drehen sich allein darum gesehen zu werden. Selbst das „dagegen sein“ in einem Miteinander, kann ein Ringen um Aufmerksamkeit sein.

Wo wir gesehen werden geht die Sonne auf. Spüre einmal dem nach, wo du das letzte Kompliment bekommen hast. Da hat jemand deine Freundlichkeit wahrgenommen, oder wie du plötzlich auf jemand zugegangen bist, wo du eher wartest, dass du von anderen angesprochen wirst und hat dich dafür anerkannt. Das tut so gut. Das ist wie Balsam. Was wir überall suchen, ist ständig da. Der Balsam, der dich aufatmen lässt, liegt in jedem Atemzug. Jeder Moment ist davon getränkt, dich zu sehen und dich zu beleben. Der Atem, der jetzt in dich einströmt, ist der Gott, der dich sieht und hört und will, dass du bist. Du genießt in jedem Augenblick atemberaubende Aufmerksamkeit. Das Leben kennt kein Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom. Du bist durch und durch gesehen.

Was würde sich entspannen, wenn der Druck gesehen zu werden wegfällt? Wie fühlst du dich damit, in allem anerkannt, gehört und gesehen zu sein?  

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

Wie sorglos geht

Bei dir finden die Verwaisten Erbarmen. Hos 14,4

Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs konnten 10.000 meist jüdische Kinder mit Zügen nach England fliehen. Die meisten sahen ihre Eltern nie wieder. Als Ralph Mollerick an einem Dezembertag im Jahr 1938 in Hamburg in den Zug steigt, weiß er nicht, wo die Reise hingehen wird. Ihm ist nicht bewusst, dass er bald eine neue Sprache wird lernen müssen. Und warum seine Eltern nicht auch mit an Bord sind, bleibt ihm ebenso verborgen. Mollerick ist damals acht Jahre alt, ein jüdisches Kind aus einer kleinen Stadt im westdeutschen Bundesland Hessen auf dem Weg nach England. Eine Reise, die ihn retten, und gleichzeitig schwer traumatisieren wird. „Ich dachte immer, sie werden schon kommen.“

Stell dir einmal vor, du bist zu deinem Geburtstag auf diese Erde verschickt worden. Jetzt bist du einfach mal hier, lernst die Sprache und die Regeln dieser Erdbewohner. In deinem Geist entsteht das Bewusstsein, ja, ich bin ein Erdmännchen oder Erdweibchen. Du gewöhnst dich voll und ganz an die Gepflogenheiten dieses Planeten und wirst von den Ereignissen hier traumatisiert. Du fühlst dich wie ein elternsuchender Heimatloser. – Deine Sehnsucht spürt jedoch dein wahres Zuhause. Wo die Verwaisten Erbarmen finden, geht Gottes Mutterschoß auf. Hier wird licht klar, dass wir keine Gäste dieser Erde sind, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Wo wir auch sind, können wir nie aus dem Erbarmen herausfallen. Leben ist das für alle Zeiten, in dem Full Service einer alles umschließenden Gebärmutter geborgen sein.

Würde das nicht alles entspannen, wenn du dich als eine Heilige und als ein Hausgenosse Gottes in dieses Erbarmen hineinfühlen würdest? Könnte da nicht in all deinen Stürmen, eine unendlich tiefe Stille entstehen.

Was passiert mit deiner Sorge, wenn bereits für alles gesorgt ist?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich

Bring edelste Rosen hervor

Lasst unter euch nicht eine Wurzel aufwachsen, die da Gift und Wermut hervorbringt.
5.Mose 29,17

„Du bist doch eine trübe Tasse. Du kannst überhaupt nicht tun, was man dir sagt. Mit dir haben alle immer nur Ärger!“ Wer kennt nicht diese Magenschläge, die die Fetzen fliegen lassen? Kommunikation vom Feinsten, nach der es nur noch Kleinholz gibt. Es setzt den Wert des andern in den Keller. Da greift die wichtige Tatsache, dass das, was anerkannt wird, mehr wird. Ein Wort gibt das andere, bis wir am Ende nicht mehr wissen, weshalb wir uns überhaupt gefetzt haben. Alles vermehrt sich, was wir fokussieren. Sich um das Übel kreisen vergiftet Miteinander.

Bald singen wir wieder, „Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart.“ Das was in unser Leben Rosen streut, ist ein Dünger, der bis an die Wurzel geht. Was auf ungeahnte Weise ein Miteinander zum Blühen bringt, was die Entwicklung fördert und ermutigt ist, den andern zu sehen und anzuerkennen. Wachsen und Blühen geschieht in wertschätzender Liebe. Wo wir jemand wertschätzend begegnen, wird er zu einer Bilderbuch Rose. Zu einer Ecuador-Rose, mit ihrem faszinierenden dicken Stiel und einer kinderkopfgroßen, legendären Blüte, die alles in den Schatten stellt. Sie bekommt von uns genau das Licht, das sie aufbaut und aus dem Boden schießen lässt. Wir sind für sie die wachstumsfördernde Anerkennung. Durch meine Wertschätzung verstärke ich den Wert des andern. Damit bin ich entweder Dünger oder Gift für den andern. Wo ich erkenne, dass ich als Licht in dieser Welt bin, bin ich der Wachstumsbeschleuniger für alles.

Was käme zum Blühen, wenn du dich als Quelle der Anerkennung sehen würdest? Was wäre, wenn dein Lob und deine Ermutigung der kraftvollste Dünger ist, der in deinem Miteinander edelste Rosen hervorbringt?

Was möchte ich heute bei mir und anderen wertschätzen?

Du schaffst das!

Fürchte dich nicht, Zion! Lass deine Hände nicht sinken! Denn der Herr, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland.
Zef 3, 16-17

Viele Experten befürchten, dass es durch den Klimawandel in Zukunft noch schlimmere Katastrophen geben wird, als wir sie bisher erlebten. Angsteinflößende Endzeitapostel meinen erkennen zu können, wie Sars Covid 19, der Ausbau des 5G-Netzes und die Entwicklung der künstlichen Intelligenz, das Sabotagemuster einer untergehenden Menschheit sein wird. Der Blick auf das was alles kommen kann und mag, lässt unser aller Zukunft, im Großen wie im Kleinen, im düstersten Licht erscheinen. Die Entwicklungen, die wir durchschreiten, sind alles andere als Mut machend. Die Zahl der psychischen Erkrankungen, die zur Arbeitsunfähigkeit führten, haben sich in den vergangenen Jahren verdreifacht.

Da waren vor zweitausend Jahren kernige, nachtaktive Fischer, die außergewöhnliche Tage mit Jesus erlebten. Doch mit seinem Tod erlitten sie einen Schock und all die schönen Erfahrungen lösten sich in Luft auf. Sie kehrten wieder an ihre Arbeit zurück und setzten ihre Netze aus, – leider erfolglos. Doch eine Erscheinung am anderen Ufer, malte ihnen ihren Meister vor Augen, der sie animierte ein weiteres Mal loszuziehen. Erschöpft, jedoch ermutigt zogen sie gegen besseres Wissen nochmals aus und machten ihren großen Fang. In alles, „das geht nicht mehr“ oder „das wird sowieso nichts“, fällt das Wort: „Fürchte dich nicht!“ „Lass die Hände nicht sinken!“ Meine Erfahrung spielt keine Rolle, bei der Zusage: Gott ist bei dir! Im Leben gibt es nichts Schockierendes, das uns die Luft abschnüren könnte. So finster es auch aussieht, das Licht geht nie aus.

Gott sagt dir: Lass dich nicht von dem Schock beeindrucken, sondern packe entschlossen und freudig an, was ich dir vor die Füße lege. Du schaffst das!

Wenn nichts schief gehen kann, was würde ich heute mutig anpacken?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

Sei die Ruhe in Person

Siehe auf den Bergen die Füße eines guten Boten, der da Frieden verkündigt!
Nah 2,1

Wer kennt nicht die unsäglichen Diskussionen zwischen Impf-Befürwortern und -Gegnern? Sie spielen sich ab in Familien, Unternehmen und sogar geistlichen Gemeinschaften. Durch die Auflage von 2G werden diese Schlachten noch schärfer. In der Tiefe geht es gar nicht um die Einstellung zu einem bestimmten Thema, sondern wie erbittert sich vertraute Menschen gegenübertreten können. Der Kampf, mit Argumenten den anderen zu überzeugen, offenbart einen Kampf mit sich selbst. Der Wunsch, sich in gegensätzlichen Auffassungen zu verständigen, zeigt meist einen tiefen Unfrieden in den Betreffenden selbst. Somit kommen die Gegensätze nicht auf einen Nenner und trennen sich noch mehr.

Ein guter Bote, der Frieden verkündigt, kommt nicht mit ausgefeilten Argumenten, sondern ist ein zutiefst zur Ruhe Gekommener. Frieden sind keine Worte, sondern ein Ereignis in Menschen. Es ist das stimmig sein mit sich selbst, mit Gott und dem Leben. „Mein Herz ist solange unruhig in mir, bis es seine Ruhe findet, Gott, in dir,“ sagte Augustin. Frieden ist ein Angekommen-Sein in sich selbst. Das ist das Ende allen Kampfes im Innen und Außen. Da ist jedem Streit, der Wind aus den Segeln genommen. Der gute Bote, der Frieden bringt, kämpft nicht gegen einen Gegner, sondern versteht die Not hinter dem Kampf des Gegners. Wenn er mit sich im Frieden ist, kann er den andern gar nicht mehr als Gegner betrachten, sondern als einen Vertrauten, der seine Ruhe noch nicht gefunden hat. Da hat sich das Rechthaben wollen, in Zuneigung und Hingabe verwandelt.

Wenn du solch ein guter Bote des Friedens wärst, wie würde sich die Welt um dich herum verwandeln? Welchen inneren Widerstand müsstest du aufgeben, um die Ruhe in Person zu sein?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

Dein Glück ist hier

Einen jeden dünkt sein Weg recht; aber der Herr prüft die Herzen.
Spr 21,2

Stell dir vor, du würdest dich diesem Moment voll hingeben. Du probierst nicht, von diesem Moment etwas zu bekommen, sondern gibst dich voll hin. Du bist quasi der aufmerksamste, wachste, liebvollste Zuhörer, den es überhaupt gibt, für das, was gerade an dir und um dich geschieht. Wenn du wirklich da bist, dann bist du von Glück erfüllt. Das was wir oft weit weg von der Gegenwart suchen, – gestern war klasse, oder morgen wird’s noch schöner, ist die ganze Zeit hier. Hauptsächlich leiden wir, weil wir uns weigern in die Gegenwart hinein zu sterben. Es will jedoch der Teil von dir sterben, der immer mehr will, der es anders will. Er will an diesem Ewigkeitssonntag hingegeben werden. Gerade die Stimme, die uns die ganze Zeit erzählt, dass uns etwas fehlt und dass wir noch mehr brauchen, will losgelassen werden, damit wir hier sein können.

Wir dünken uns, bei dem, nach dem wir streben, das Tischtuch an fünf Zipfeln zu haben. Wir ignorieren das Jetzt, und hoffen auf bessere Zeiten, irgendwann später oder gar im Himmel. Doch die Mystiker aller Zeiten erkannten, – „Es ist bereits alles hier!“ Die Freude und das Glück auf die wir zu hoffen, ist da. Die ganze Erfüllung deines Leben ist dir bereits serviert. Es fehlt nichts mehr, um in der letzten Stunde, wenn ich diesen Planeten wieder verlassen werde, sagen zu können: Es passt alles, weil ich gefunden habe, wofür ich dagewesen bin. Wenn der Herr die Herzen prüft, prüft uns das Leben auf Herz und Nieren, damit es Klick macht und wir realisieren, dass etwas in uns ist, was die ganze Zeit erfüllt ist. Im Loslassen meiner Vorstellungen von richtig und falsch, beginnt mein Weg in die Freiheit.

Wo bin ich noch nicht im Hier angekommen und dünke es muss ganz anders kommen? Wenn bereits alles hier ist, was willst du heute dafür loslassen, um in deiner vollen Erfüllung anzukommen?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich an diesem Sonntag!

Durch dich will Segen fließen

Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag.
Spr 3,27

Immer öfters beklagen Menschen den Druck, unter dem sie stehen. Doch was macht müde und laugt die Gemüter aus? Wenn Leben ein lebendiger Fluss im Kommen und Gehen ist, steht es immer in voller Kraft. Wenn die Kraft ausgeht, zerbricht sie an irgend einem Widerstand. Gegen was kämpft die Welt? Wogegen kämpft ein Volk? Wogegen kämpfe ich? Haben wir deshalb die Pandemie, um unsere „Verweigerung“ zu erkennen? Eine langjährige Intensiv-Krankenschwester beschreibt z.B. einen verzweifelten Kampf: „Häufig sind die letzten Worte von Patienten vor dem Intubieren, „das ist gar kein Covid“ oder auch „mich haben die Geimpften angesteckt.“ Aussagen mit letzter Kraft geröchelt.“

Was, wenn meine Müdigkeit mit meinem Kampf zu tun hat? Ist es da nicht heilsam, einmal nicht das Problem da draußen zu suchen, sondern darauf zu schauen, wo ich selbst gegen etwas im Widerstand stehe. Die Sprüche laden uns ein, unser „Weigern“ anzuschauen. Wo ich mich gegen etwas wehre, weigere ich mich gegen den Fluss des Lebens. Ich weigere mich, mich dem Fließen durch mich hinzugeben. Ich stelle mich gegen die Energie die mich bewegen will und werde dabei kraftlos. Ich kämpfe gegen meinen eigenen Atemstrom, der mich beleben will und spüre, wie ich dabei zu ersticken drohe. Jeder Moment will dich mit GEIST durchströmen und dich dazu bewegen, dich ganz an das Leben zu verschenken.

Könnte es nicht sein, dass wenn du deinen Kampf entlarvst, sofort schöpferische Kräfte anfangen dich neu zu beleben? Würdest du da nicht zum Segen für die Bedürftigen werden? Könntest du dabei vielleicht erkennen, dass wir gar nicht nur für uns selbst leben, sondern für alle?

Wo gebe ich heute meine Verweigerung auf, um mich voll hinzugeben?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

Werde frei für den neuen edlen Moment

Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet.
Ps 68,21

Neuerdings praktiziere ich abends beim zu Bett gehen ein Sterberitual. Ich lasse meinen Tag Revue passieren, gehe nochmals die verschiedenen Stationen durch, die mir als Geschenk begegneten und auch die schmerzhaften Passsagen, die ich mir am liebsten weggewünscht hätte. In einem tiefen Einatmen, hülle ich all diese Geschehnisse in eine tiefe Dankbarkeit und lasse sie beim Ausatmen Sterben. Ganz bewusst lasse ich alle Ereignisse los, um frei zu sein für die Nacht und um dem nächsten Morgen mit ganz neuer Jungfräulichkeit zu begegnen. Leben und Sterben empfinde ich nicht mehr getrennt, sondern als einen Rhythmus von Atem holen und wieder loslassen. Beides bedingt sich.

Da wir oft ein Problem mit Sterben haben, entgeht uns meist die tiefe Qualität, die darin für uns verborgen liegt. Wir haben Angst vor unserem eigenen Tod, tabuisieren ihn, machen einen großen Bogen um ihn und wollen nicht damit konfrontiert werden. Würden wir ihm offen begegnen, wäre er uns der größte Lehrmeister. Er sagt uns, dass für alles, um das wir täglich ringen, am Ende das große Loslassen kommt. Unter dem Aspekt, dass wir nichts festhalten können, wird mir der Wahnsinn bewusst, der oft in den Dingen liegt, nach denen ich strebe. Mit dem Tod vor Augen, sehe ich, wie er mir zum Leben hilft. Jeder Moment wird kostbar, da ich ihn im nächsten Augenblick wieder loslassen darf. Ich lerne tiefer zu vertrauen und treffe viel klarere Entscheidungen. In dem Kommen und Gehen erkenne ich die Magie des Lebens. Der Gott, der da hilft, ist der Gott, der diesen Moment veredelt und im Sterben den nächsten neuen Moment schenkt. Damit werde ich vollkommen in das Leben hineingerettet.

Was will in Frieden sterben, um frei zu sein, für den neuen edlen Moment?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

Deine Lebensfreude will überquellen

Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott zu dir.
Ps 42,2

Vorgestern schrieb mir eine Dame: „Heute Morgen bei der Meditation hatte ich ein ganz tiefes Gefühl von „Gott ist alles“. In dem Sinne, dass alles was ist, mich umgibt (Sie, ich, alle und alles), Gott ist. Das war ein ganz wunderbares, warmes und geborgenes Gefühl. Es hat eine klein wenig andere Qualität als „Ich bin eine Ausdrucksform Gottes“, weil es mich weniger als „Einzelteil“ eines Ganzen hervorhebt. Es ist mehr ein vollständiges Einssein, dass diese separate Benennung von Mensch oder Baum oder was auch immer gar nicht impliziert. Es ließ sich gar nicht trennen oder unterteilen. Ich bin also nichts Besonderes als Ausdrucksform Gottes, sondern vollkommen unbedeutend („Nichts“) und doch alles. Ich bin also viel mehr als „bloß“ Ausdrucksform. Es macht mich ganz ruhig und gelassen. Was soll schon passieren in diesem Eins-Sein?“

Eine Seele, die nach Gott schreit, ist wie der Fluss, der immer mit seiner Quelle verbunden ist. Die Sehnsucht die in uns aufsteigt, ist das das Bedürfnis nach Hause zu kommen, dieses Eins-Sein mit allem zu erkennen. In mir wohnt dieser unstillbare Drang, in diesem Nichts oder Alles aufzugehen. Dieser Schrei ist immer da, den unser Ich mit allen möglichen Wunscherfüllungsprogrammen zu stillen sucht. Wir streben nach dieser Erfüllung in Beziehungen, Familie, erfolgreichen Geschäften, traumhaften Urlauben, in all den Dingen, die wir irgendwann wieder loslassen müssen. Der Schrei der Seele liegt in dem, was immer bleiben wird und die tiefste Sehnsucht erfüllt. Diese Fülle ist der Mut, den wir für die Durststrecken brauchen.

Was könnte dir helfen, dir den Schrei deiner Seele und deine Verbindung zur Quelle bewusst zu machen, damit deine Lebensfreude überquillt?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!