Fröhliche Sünder wagen Vertrauen

Wo der Mensch Gott erkennt, erkennt er sich selbst.
Gott der Herr rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt.“

1.Mose 3, 9-10



Das ist der Stoff aus dem ein Krimi gestrickt ist; Schuld und Sühne, Vergehen und wieder gut machen. Vor Gott erkennt der Mensch, wer er in Wahrheit ist. Vor Gott fängt das Versteckspiel an, oder der Aufbau neuen Vertrauens. Der Mensch bewegt sich zwischen schuldig werden und Schuld wieder los werden. In dieser Spannung lebt die ganze Menschheit. Adam, wo bist du, ist die Kernfrage des Lebens. Darin erlebt er einen Gott der Furcht und der Gnade. In der Erkenntnis des Nacktseins, des bedingungslosen ausgeliefert Seins an Gott, dem vor Gott nie gerecht sein Könnens, begegnet dem Mensch, ein sich nahender Gott. Gegen die Blöße, stellt Gott seine ganze Gegenwart. Der Unvollkommenheit begegnet ein barmherziger Gott. Gott will Nacktheit bedecken. Er will Schuld aus der Welt schaffen. Er geht bei allem sich selbst erkennen und erschrecken auf neues Vertrauen zu. Die spannungsgeladene Auseinandersetzung zwischen, wo bist du, und ich bin nackt, nimmt Gott selbst in die Hand. Durch den Heiligen Geist erkennt der Mensch nicht nur den erschreckenden Gott, sondern den Barmherzigen. Wo wir die Nacktheit erkennen, erfahren wir im gleichen Moment den Christus, der sie bedeckt. Da wird das Sündersein nicht zum Problem, sondern zu Befreiung. Die eigene Ohnmacht wird nicht mehr zum Schock, sondern zu der Erfahrung, die Liebe ist stärker als die Gerechtigkeit. Weil wir in Christus Kinder Gottes sind, können wir rufen: Abba, lieber Vater. 
Das führt alle Schulderkenntnis aus der Verzweiflung heraus. Da gibt es nichts Unverzeihliches mehr. Gott kommt mit jedem Mist klar. Das kann vieles spannungsgeladene Miteinander entspannen. Da brauchen wir nicht Schuldige suchen, oder uns selbst verstecken. Da können wir offen mit unserem Versagen kommunizieren. Das Stehen vor Gott, kann ungeschminkt mit eigener und anderer Schuld umgehen. Da können wir zu einem fröhlichen Sünder werden, der immer neues Vertrauen zu Gott wagt.
Ist das sich selbst erkennen nicht der Anfang, dass einem Gott größer wird?

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