Glaube, wenn du’s nicht verstehst

Du bist der Trost Israels und sein Nothelfer. Warum stellst du dich, als wärst du ein Fremdling im Lande und ein Wanderer, der nur über Nacht bleibt?
Jer. 14, 8

Auweia, der Mensch mit seinen Warum-Fragen. Ein Herz zwischen himmelhoch Jauchzend und zu Tode betrübt. Gestern strotzten wir noch vor Glück, über Wunder und Segen, die wir erfuhren und bei der nächsten Krise knirschen die Zähne, über elektrisches Miteinander am Arbeitsplatz oder Zuhause. Gestern war Gott in einem Lobpreisabend ganz nahe, heute im schnöden Alltag, scheint er wieder ganz weit weg zu sein. Es gibt die Tage, in denen uns Gott völlig fremd vorkommt. Tage, an denen Gott wie ein Besuch da war und dann wieder Tschüss sagt. Menschen haben ein Problem damit, nicht alles in den Griff zu bekommen. Sie drehen am Rad, um Lawinen gefährdete Gebiete in Österreich sicherer zu bekommen. Die Erdbebensicherheit in Italien soll erhöht, die Tsunamigefahr in Indonesien reduziert werden. Wir tun doch alles, warum, warum lässt Gott das zu?

Um die Hoheit Gottes zu erkennen, muss der Mensch Grenzen erfahren. Wie will ein Mensch Trost und Hilfe annehmen, wenn er nicht jämmerlich im Dreck liegt. Wir brauchen Bauchlandung, wir brauchen Angst, wir brauchen Bibbern, um Vertrauen zu lernen. Wie soll Glaube entstehen, wenn der Mensch die Lebenszusammenhänge verstehen würde? Gerade dort wo wir Gott nicht verstehen, wo wir an der Schwelle unserer Fassungslosigkeit stehen, wo wir von uns selbst nichts mehr erwarten können, geht der Vorhang der Unendlichkeit auf. Wir brauchen die Angst, um das Wagnis einzugehen. Wir brauchen den fremden Gott, um dem zu vertrauen, was nicht in uns ist. In dieser Spannung wächst unser Glaube. Damit kommt ein Funke Ewigkeit in unsere Endlichkeit.

Ist nicht jede Warum-Frage, die Anfrage an unseren Glauben?

Gott segne dich.

Lass voller Dank die große Glocke wieder klingen
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