Angst lähmt Vertrauen

Wenn sich existenzbedrohliche Stürme und Wellen legen und sich beruhigen können, was soll da im Leben noch Angst machen?

„Du nahtest dich zu mir, als ich dich anrief, und sprachst: Fürchte dich nicht!“
Klagel. 3, 57

Aller Angst ist Nähe zugesagt. Alles Leben verläuft zwischen zwei Extremen. Der maximalen Zuwendung Gottes und der maximalen Bedrohung, die der Mensch ausgesetzt ist. Wir bewegen uns zwischen den beiden Polen, totale Geborgenheit und totale Verlassenheit. Das Leben entscheidet sich zwischen Vertrauen und der ständigen Angst es nicht schaffen zu können. Der Mensch steht vor der unablässigen Frage, was gibt mir in meinem Leben Sicherheit. Dafür haut Gott unermüdlich Meilensteine in unser Dasein. Den von Sturm und Wellen bedrohten Jüngern kommt Jesus auf dem Wasser entgegen. Jeder kann damit haarscharf beobachten, dass Stürme nie das Letzte sind. Selbst Naturkatastrophen haben nicht das letzte Wort. Dort wo der heiße Sommer Schäden an der Ernte hinterlässt, Mensch, Tier und Pflanzen unter der Hitze stöhnen, steht darüber die Verheißung: Solange die Erde steht, wird Saat und Ernte nicht aufhören. Über allen Existenzkrisen ist das Wort ausgerufen: Fürchte dich nicht! Wo Gott nahe ist, gibt es keine Not die größer ist. Selbst auf hoher See, können keine Wellen höher schlagen, als in die Hände der Geborgenheit, in der alle Stürme ruhen. Fürchte dich nicht heißt, Ängste kommen, sind jedoch unbegründet. Die Christusgegenwart transformiert Angst in Ruhe. Komme was da wolle, und es kann in jedem Leben sehr hat kommen, der stürmische See kann sich beruhigen. Christus anrufen heißt, es legen sich in mir und um mich die stürmischen Wellen. Da tritt der Herr der Materie auf den Plan, da bändigt der Schöpfer seine tobende Schöpfung. Das Vertrauen in diese Nähe bändigt alle Drohgebärden. Damit steht maximale Sicherheit über denen, deren Existenz als Häufchen Asche vor ihnen liegt.

Diese Zusage ist der größte Durchbruch zum Leben. In diesem Funken Vertrauen, in diesem winzigen Stück Glauben, liegt alle Ruhe und Kraft. Und doch ist vieles in unserem Leben angstgesteuert. Aus Angst, es könnte etwas schlimmes passieren, oder ich glaube einer Aufgabe nicht gewachsen zu sein, begrenzen wir uns selbst. Unsere Angst hält uns zurück das Leben zu wagen, Grenzen zu überspringen und an das Unmögliche zu glauben. Angst legt eine lähmende Zurückhaltung auf unsere Aktionen und verhindert die wichtigsten Erfahrungen, die im Vertrauen liegen. Ein Glaube der Angst hat, hat den Mut an sich selbst und an Gott verloren. Wir haben Angst, den Schritt in eine Berufung zu wagen, Angst, eingefahrene Wege zu verlassen. Der Blick in die Zukunft ist voll schlimmer Befürchtungen. Aus Angst unser Schiff würde kentern, wagen wir es nicht die Segel anders zu setzen. Wo Jesus über das Wasser kommt und sein fürchte dich nicht spricht, haben wir die stärkste Zusage gegen alle Angst und Unglauben. Der Angst können wir mit dem dankbaren Wissen begegnen: Du bist nahe!

Warum verschwenden wir so viel Energie im angstvollen Rudern, wenn der dankbare Glaube an das fürchte dich nicht, so viel Kraft und Ruhe in ein Leben bringt?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

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