Soli deo gloria

Gott allein die Ehre zu geben, klingt seit Jahrhunderten durch die genialste Musik aller Zeiten.

Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen!“
Ps. 115, 1

Schon die Beatles ließen sich seinerzeit durch einen der größten Komponisten inspirieren, Johann Sebastian Bach. Sein Markenzeichen war das „soli deo gloria“, das er unter jedes seiner Werke setzte. Sein begnadetes Schaffen sollte in allem das Sigel tragen: Gott allein die Ehre. Jede Note, jeder Akkord diente den Menschen zur Freunde und war die höchste Verneigung vor seinem Schöpfer. Seine ganze Existenz war Klang und Ehre. Bach lebte als Begnadeter, der nichts machen, sondern Durchfluss eines Höheren sein wollte. Seine Genialität war nicht hausgemacht, sondern aus dem Himmel geschenkt. Er war ein Bereiter, ein Offener, der lediglich das, was in der ganzen Bandbreite auf ihn zugeflossen ist, hat weiterfließen lassen. Seine Größe ist der Fingerzeig auf den Großen, bis heute. Wo Gott durch sein Tun und Lassen die Ehre wird, ist der Mensch im Zentrum seiner Erfüllung. Da ist der Glaubende im ersten Gebot Zuhause. Da ist Gott der alles Prägende und Gestaltende. Er wird zum Pulsschlag seines Schöpfers. Wo der Mensch sich zurücknimmt, haben die Gaben von Gott immer mehr Platz. Wo die Gnade Raum findet, wird das was Gott im Menschen schafft vervielfacht. Da explodieren die Gaben, weil der Meister selbst sich ans Werk macht. Im Zurücknehmen der eigenen Ehre, wird ein Mensch größer. Das größte Werk geschieht in Jesus, der sein Leben in dem Gebet zusammenfasst: Dein Name werde geheiligt. Wir sind zur Ehre Gottes geschaffen. An uns soll Gott sich verherrlichen. Wir leben um Gott, um Christus, um die Gnade und Treue aufleuchten zu lassen. Um etwas ewig bleibendes in dieser vergänglichen Welt zurückzulassen.

Wo wir unsere Ehre suchen, darauf achten, gut da zu stehen, versperren wir diesen Gaben den Zugang. Menschen, die sich selbst nur wichtig sind, die sich herausstellen müssen, zeigen dadurch nur, wie wenig ihnen aus der Gnade zufließt. Sie machen sich zu Schaustellern ihrer eigenen Werke. Sie kämpfen krampfhaft um Ansehen und Beachtung, weil sie mehr nicht zu bieten haben. Wer um seine eigene Ehre und Macht kämpft, zeigt seine Unbereitschaft sich füllen zu lassen. Wer die eigene Ehre sucht muss andere klein halten, um Größe zu zeigen. Die eigene Ehre macht Menschen kleiner als sie sind. Wo wir Gottes Ehre suchen, braucht sich keiner verteidigen, wenn seine Ehre angekratzt wird. Wieviel ehrenkäsigen Krampf gibt es auch in den frommen Gemeinschaften. Wieviel beleidigt sein, wenn man nicht genügend Beachtung findet. Es ist eine Frage der Ehre wie das Leben verläuft. Wo Gott die Ehre wird, erklingt aus einem Leben ein befreiendes: Jauchzet, frohlocket!

Wenn so viel Gaben bereit stehen, die sich in uns entfalten wollen, können wir da noch zuhalten?

Auslegungen für jeden Tag
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