Mit einem Geheimnis schwanger

Wo es einem heißhungrigen Löwen den Appetit verschlägt, sind andere Kräfte am Werk.

„Gelobt sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn ihm gehören Weisheit und Stärke!“
Dan. 2, 20

Dieses Lob posaunt ein Prophet an den Himmel, der nicht nur einmal eine Löwengrube erlebt hat. Daniel überlebte den Groll des Königs, der alle Traumdeuter, Weisen und Wahrsager vernichten lies, die seinen Traum nicht auslegen konnten. Er deutet den Traum des Königs Nebukadnezars, in dem über Generationen hinweg ein Königreich nach dem andern zermalmt wird und ein ewiges Königreich kommt. Hier offenbarte sich der ewige Herrscher einem menschlichen Herrscher. Daniel konnte dieses Bild entschlüsseln. Er hatte die Weisheit, Gottes Spuren zu lesen. Es konnte etwas sehen, wozu der Mensch aus sich heraus blind ist. Es ist die Sicht des Glaubens, etwas zu erkennen, was die Augen nicht sehen können. Von Gott kommt etwas, wofür der Mensch keine Antenne hat. Wer Weisheit hat, hat sie nicht aus seinem Verstand, sondern weil ihm das Wort ins Herz gelegt wurde. Weisheit ist kein Kapital des Menschen, das er sich aneignet und darüber verfügt; Weisheit ist Geschenk. Weisheit ist eine Information die nicht erlernbar ist, sondern die in einem bereiten Herzen Gestalt gewinnt. Weisheit setzt Menschen voraus, die sich durch das Wort inspirieren lassen. Da kommen Kräfte auf uns zu, die nicht aus uns aufsteigen. Wo die Weisheit einzieht, konnte etwas von dem ewigen Reich in uns Fuß fassen. Da durchdringt Heiliger Geist den menschlichen Geist. In der Weisheit gewährt Gott einen Schritt über das natürliche Dasein hinaus. Weisheit ist das: ich sehe was, was du nicht siehst. Weisheit ist mit den Geheimnissen Gottes schwanger. Sie ist dem rationalen Denken meilenweit voraus. Sie treibt den natürlichen Menschen in den Wahnsinn, wenn es einem knurrenden Löwen seinen Heißhunger verschlägt. Weisheit und Stärke gehören Gott. Für Menschen sind sie Anleihen. Sie gehören dem, der nicht an unsere Regeln gebunden ist. In Weisheit uns Stärke liegen die Souveränität der ewigen Welt.

Johannes der Täufer bringt es auf den Punkt: Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. Weisheit uns Stärke ist nicht ein haben, sondern ein bekommen. Es steht in dem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Geber. Je mehr Raum für diese Zugabe in uns ist, umso mehr sind wir mit diesem Gottesgeheimnis schwanger. Da können wir Zusammenhänge überblicken, die wir keinem Studium erreichen können. Die Nähe zu diesem Geist schenkt eine Weisheit, die wir bei vielen gebildeten Menschen in Politik und Gesellschaft vermissen. Da werden mit kurzfristigem Denken, langfristige Programme entwickelt, die u.a. mit einem Gender-Wahn junge Generationen entwurzeln. Wo die Weisheit fehlt, sind Menschen dazu verdammt Chaos zu produzieren. Wir leben aus den Geheimnissen, die uns aus dem Himmel gegeben werden. Wir überwinden die brüllenden Löwen nur in einer Stärke, die nicht in uns liegt.

Wo lobt unser Leben diesen Gott, indem es dieser Weisheit und Stärke viel Platz lässt?

Auslegungen für jeden Tag
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