Mit dem Allerhöchsten verheiratet

Wenn Gott Namen verteilt wird aus Simon dem Fischer ein Petrus, der zum Fels der Gemeinde wird.

„Du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des Herrn Mund nennen wird.“
Jes. 62, 2

Einen neuen Namen gibt es in der Regel bei der Hochzeit. Aus zwei Familiennamen wird einer. Daran zeigt sich was zusammengehört. Wenn Gott neue Namen vergibt, entstand damals die Urgemeinde. Es war das Zeichen der Berufung und einer neuen Bestimmung. Durch die Kindertaufe wurde dieses Ritual zur reinen Namensgebung. Doch wenn wir Gottes Namen annehmen wird aus Saulus ein Paulus, aus Abram ein Abraham, aus Simon ein Petrus. Damit kommt Gottes größte Wertschätzung ins Spiel. Ein Mensch, wird zu einem Gottesbeauftragten. Er wird zum ausführenden Organ des handelnden Gottes. An ihm werden schöpferische Spuren sichtbar. In dieser Berufung wird er über seine irdische Laufbahn hinauswachsen. Der neue Namen verbrüdert uns mit Christus. Da tragen wir als Christen den Christus-Namen. Wir stehen damit in Gottes Familienclan. Da bin ich nicht mehr der bürgerliche Reiner Jud, sondern der berufene Br. Theophilos. Das stellt damit die ganze Lebensgestaltung auf den Kopf. An meinem Namen kann jeder erkennen, bei dem mischt Gott mit. Als Theophilos (Freund Gottes) geht es nicht mehr um meine Träume und Ideale, da legt ein anderer die Fakten auf meinen Tisch. Da hat Gott etwas mit diesem Kerl vor. Da setzt Gott die Biographie fort. Da stehe ich unter einer anderen Hoheit. Wenn Gott uns mit einem neuen Namen nennt, dann gehören wir uns nicht mehr selbst. Da sind wir zum höchsten Staats- und Königsdienst berufen.

Jochen Klepper drückt das richtig stark aus: „Ohne Gott bin ich ein Fisch am Strand, ohne Gott ein Tropfen in der Glut. Ohne Gott bin ich ein Gras im Sand und ein Vogel, dessen Schwinge ruht. Wenn mich Gott bei meinem Namen ruft, bin ich Wasser, Feuer, Erde, Luft.“

Damit tobt sich die ganze Herrschaft Gottes an uns aus. Damit kommt alles was Gott ist uns ausmacht in unser Dasein hinein. Alles was Gott in das Leben investiert, entfaltet sich in denen, denen er seinen Namen gibt. Seine ganzen schöpferischen Elemente, sollen in denen brennen, sprudeln, wachsen und atmen, die mit ihm verheiratet sind. Das ist das Höchste der Gefühle, diesen Namen zu tragen. Mit diesem Namen verändert er mein ganzes Leben, um sein Reich in dieser Welt sichtbar werden zu lassen. Mit diesem Namen entsteht Kirche und Gemeinde. Mit diesem Namen fällt Gottes ganzes Erbarmen in die Trostlosigkeit von Menschen. Dieser Name mischt sich ein, wo Ungerechtigkeit herrscht. Solch ein Name bringt Licht in alles Dunkle. Wen Gott mit Namen nennt, der hat einen atemberaubenden Auftrag in dieser Welt.

Sind wir uns dessen bewusst, dass wir seinen Namen tragen und nicht in eigener Mission durch unsere Tage stolpern?

Auslegungen für jeden Tag
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