Dickkopf hilft

Gottvertrauen ist enttäuschungssicher.

„Du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich auf dich.“
Ps. 25, 5

Ohne Wenn und Aber bekennt ein Beter Gottes Hilfe. Dass Gott hilft, ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Es gibt keinen Funken von Zweifel, dass diese Hilfe ausbleibt. Hilfe ist einfach da und umgibt uns, wie die Luft zum Atmen. Hilfe ist allgegenwärtig und ständig verfügbar. Wir sind von Wohlwollen umringt, mit allem was aufbaut und was den Verunglückten und Beschwerten versorgt. Keine Einschränkung, keine Ausnahme, keine Bedenken. Wie kann ein Mensch so etwas behaupten, angesichts der vielen Hilflosen, die eine ganz andere Erfahrung machen? Wo ist die Hilfe für die, die sich von Gott vergessen sehen?

Hilfe hängt mit Harren zusammen. Harren ist das verbissene Festhalten, das Aushalten gegen allen Anschein. Harren ist das Hoffen, auf etwas, was man nicht sieht. Harren ist der unbeirrbare Glaube, der im Gottvertrauen geschenkt wird. Harren ist der Dickkopf des Glaubens, der sich nicht abschütteln lässt. „Ich lasse dich nicht, weil du mich segnest.“ Harren, ist das in allen Anfechtungen gegen Gott, zu Gott hinglauben. Harren ist das auf der Straße liegen und Aushalten bis der barmherzige Samariter kommt. Harren ist, in der ungemütlichen Zwischenphase standzuhalten, Schmerzen zu verspüren und dabei immer noch die Hoffnung auf Hilfe haben. Der Glaube zieht die Hilfe ins Unerträgliche. Glaube klammert sich an die Hilfe, die bereits dann da ist, wo noch nichts von ihr zu sehen ist. Das ist wie mit unseren Wünschen. Zuerst träumen wir von einem neuen Eigenheim. Irgendwann fangen wir an in unserem Geist das Haus zu bauen. Bis zu dem Zeitpunkt ist noch nichts von diesem Haus zu sehen. Doch irgendwann kommt der erste Spatenstich, die Fundamente, die Mauern und das Dach. Stück um Stück entsteht das, an das wir geglaubt haben, wovon wir uns haben nicht abbringen lassen. Eines Tages ziehen wir in das Haus ein, das am Anfang nur ein flüchtiger Gedanke war. Da war nichts zu sehen und nichts zu greifen, als eine Idee, die sich materialisiert hat. Etwas Unsichtbares ist durch den Glauben Wirklichkeit geworden. Hilfe erfährt der, der pittbullmäßig an ihr festhält. Den Gott, der mir hilft zu erfahren, kann der, der sich von seinem Glauben an die Hilfe nicht abschütteln lässt.

Was wäre das für eine Hilfe, die auf Knopfdruck funktionieren würde? Sie würde nichts am Menschen verändern. Wo die Hilfe nicht an Glaube und Vertrauen gebunden ist, würde sich der Mensch wie ein Pascha bedienen lassen. Gott, du hast dafür zu sorgen, dass es mir gut geht. Gott hilf mir mal, dass ich weitermachen kann wie bisher. Deine Hilfe will ich schon, doch von dir selbst will ich nichts wissen. Was wäre das für ein eigennütziges Gebet. Die Hilfe von Gott, will Hilfe zum Glauben und Vertrauen sein. Daher erfahren wir den Gott der hilft, wenn wir täglich auf ihn harren.

Wie soll in Not und Traurigkeit Hilfe hineinfallen, wenn wir nicht allezeit auf den hoffen, der uns hilft?

Auslegungen für jeden Tag
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