Kostbare Perlen

Gottes Reichtum ist für die Habenichtse.

Ich weiß, dass der Herr des Elenden Sache führen und den Armen Recht schaffen wird.“
Ps. 103, 22

Gott stellt unser Wertesystem auf den Kopf. Wo in unserer Welt der Reiche der Gewinner ist, gewinnt bei Gott der Arme und Elende. Reichtum hat für Gott einen völlig anderen Wert. Unser Glanz und Glimmer ist für ihn mehr hinderlich als nützlich. Mit denen, die volle Taschen haben, kann er wenig anfangen. Er greift nach denen, die das System der Gewinner ausgeklammert hat. Gott achtet auf die Entmündigten und auf die, die durch das gesellschaftliche Raster fallen. Für Gott ist gerade das menschlich Geringe besonders wertvoll. Er gibt dem scheinbar Unwerten seinen Wert zurück. Er stellt sich zu seinem Eigentum, wo alle anderen es verlassen haben. Was er führt und wem er Recht schafft, offenbart die Liebe zu allen Geschöpfen. Für ihn ist das ausgestoßenste Individuum eine kostbare Perle. Den, der von jedem anderen übersehen wird, spürt Gott auf. Er will, dass jeder von den Geringsten sein Erbarmen erfährt. Es sollen Gnade erfahren, die in Ungnade gefallen sind. Es fällt auf keinen die ganze Wucht des Evangeliums, als auf die, die Gott und den Menschen nichts zu bringen haben. Den, den wir vielleicht gar nicht wahrnehmen ist Gottes Augenstern. Das Häufchen Elend ist Gottes Goldgrube. Aus dem was die Menschen verachten, baut Gott sein Reich.

Gottes Herz schlägt für seine Sache und für die Menschen. Er ist viel mehr als ein sozialer Gott, der die Mitmenschlichkeit predigt. Er will das Geringe groß machen. An dem was keine Bedeutung hat, sein Handeln offenbaren. Als unsere Bruderschaft in den Anfangsjahren noch eine Projektgruppe war, mit einer Hand voll junger Menschen, die außer ihrer Berufung nichts in der Tasche hatten, war das noch ein recht armseliger Haufen. Die Kirche konnte mit diesem jungen Aufbruch nicht umgehen und isolierte diese sich entwickelnde Gemeinschaft aus ihrem Schoß. Ohne irgendwelche gefestigten Strukturen, ohne Rückendeckung von kirchlicher Seite, musste die werdende Bruderschaft das Laufen lernen. Was wir am Anfang schon als das Ende betrachteten, war das Führen der Hilflosen. Wo Gott ruft, reicht es, wenn er die Sache der Elenden führt. Was aus den paar ringenden jungen Menschen geworden ist, ist ein Werk mit nahezu einhundert Mitarbeitern und einem versöhnten Miteinander mit ihrer Landeskirche. Heute sind wir diejenigen, die rechtlosen jungen Menschen, die abgeschoben werden sollen, Schutz und Wohnraum bieten.

Wo Gott der Elenden Sache führt, brauchen wir nie die Angst haben, an den Rand gespült zu werden. Dort wo unsere Hilflosigkeit am Größten ist, ist Gottes Erbarmen noch größer. Auf der anderen Seite sind wir selbst das Erbarmen Gottes, das zur Handreichung wird, für die, die in staatlichen Systemen vermalen werden, das kein Erbarmen kennt. Wo Gott uns zu seinem Recht verhilft, trifft uns seine ganze Wertschätzung, die das Elende heil machen will. Mit den Elenden will er seine Sache zum Ziel führen.

Wertschätzen wir die Perlen, die Gott aus dem Staub aufheben will?

Auslegungen für jeden Tag
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