Unglaube macht krank

Es ist nicht alles gesund was nicht krank ist.

„So spricht der Herr: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen.“

2.Kön. 20, 5

Welch eine starke Aussage. Gott öffnet sich der Tragik des König Hiskia. Wo Gott gesund macht, geht es um weit mehr als nur leibliche Unversehrtheit. Für ihn ist gesund nicht nur die Abwesenheit von Krankheit. Für Gott ist Gesundheit nicht in erster Linie das in Ordnung kommen von organischen Störungen, es ist das ganze heil werden des Menschen. Er heilt den kranken Gotteskonflikt des Menschen. Die ursprüngliche Störung, die viele Menschen krank macht. Er heilt den Schrei der Leere und des unerfüllt sein. Er sieht die Tränen der Sinnlosigkeit, die in einem Leben vergossen werden. Er dringt ein in die Krebsgeschwüre menschlicher Gemeinschaft, die innerlich alles auffressen. Wo Gott gesund macht erleben wir schon auch, dass ein ursprünglicher Krebsbefund, plötzlich wie weggeblasen ist, einfach unerklärbar verschwunden, doch er geht immer noch einen Schritt weiter. Als Lazarus sterbenskrank war, baten seine Schwestern Jesus um Hilfe. Der war noch Tagesreisen von ihnen entfernt und kam quasi zu spät. Lazarus war bereits beerdigt. Was dann passiert, war mehr als das Wunder, dass einer aus dem Grab aufersteht, es war das Zeichen, wie Gott gesund macht. Es ging weniger darum, dass ein leiblich Toter, wieder am irdischen Leben teilnimmt, was schon eine unglaubliche Sache wäre, sondern viel mehr, was eine Christus Begegnung auslöst. Das heil werden in Christus weckt Glauben, aus dem heraus ein Leben lebendig wird. Darin liegt für Gott die eigentliche Gesundheit des Menschen. Gesund ist, wenn ein Mensch nicht in seiner eigenen Welt gefangen bleibt, sondern zu der Welt Gottes durchgedrungen ist. Gesund ist, wenn sich die irdische Welt durch die himmlische Welt durchfluten lässt. Wo ein Mensch diese Gesundheit erfährt, kann er gesund mit allen Krankheiten umgehen.

Das Leiden am irdischen Leben hat Gott gesehen. Er kennt die Trauer und Tränen, die aus verzweifelten Herzen zu ihm aufsteigen. Er leidet mit an der inneren Zerrissenheit des Menschen. Die Hilfeschreie verklingen nicht im luftleeren Raum. Gott will gesund machen, doch nicht nur ein paar Jahre auf das irdische Dasein draufpacken, sondern umfassend heil machen. Leben das Gott gesund macht atmet Erlösung, in dem seine Lebensräume in uns aufgehen. Oft sind wir deshalb krank, dass wir ihm nichts mehr zu bringen haben und er wirklich heilen, helfen und führen kann. Es sucht die Armen, die sich auf ihn einlassen. Er hört den Ruf der Sterbenden, dass er ihnen sein Leben geben kann. Er hat das offene Ohr für den Kranken, das er sich über ihn erbarmen kann.

Unsere eigentliche Krankheit ist, wo Christus in uns keinen Glauben wecken kann. Wo wir zu hart oder zu weich sind für sein Führen. Wo unsere Lähmung geheilt, jedoch keinen Glauben wecken würde, wären wir nach wie vor krank. Gott will viel mehr als nur der Wächter unseres Wohlbefindens sein.

Wäre das allein gesund, wenn einer vom Tod aufersteht und ein paar Jahre später wieder stirbt? Ist das was Gott gesund macht, nicht viel größer?

Auslegungen für jeden Tag
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