Sich beherrschen ist stark

Die Wege der Friedensstifter durchschreiten in Liebe den Lärm der Starken.

„Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte einnimmt.“
Spr. 16, 32

Heldentum hat in der Bibel ein ganz anderes Gesicht als uns in Filmen und im wahren Leben aufgezeigt wird. Da wird keine Macht über andere ausgeübt, sondern erstmal über sich selbst. Wahre Größe liegt darin, wenn ein Mensch wie David die Hand auf seine Brust schlägt und sagt: Ich bin der Mann. Wer Frieden in die Welt bringen will, muss sich als Adam erkennen, von dem alles Übel ausgeht. Zuerst muss in mir Frieden werden, bevor ich ihn zu anderen tragen kann. Frieden lässt sich nicht von außen über andere drüberstülpen. Frieden ist ein Lebensgeheimnis, das aus einer tiefen Ruhe in Gott kommt. Solange in mir Stolz und das rechthaben wollen vor anderen wohnt, kann kein entspanntes Miteinander entstehen. Daher führt der erste Weg der die Welt verändern will über mich. Menschliche Größe wächst, wo Gott in einem Leben wächst. Aus Angst unser Gesicht zu verlieren, sind wir auf Krawall gebürstet. Wo uns Unrecht geschieht, spüren wir, wie in uns die Galle kocht und die Haare zu Berge stehen. Wir haben ein starkes Selbstverteidigungs-Gen, das sich aufbäumt, wenn uns jemand zu nahe kommt oder einschränken will. Hier entstehen Konflikte, weil ein Ich das andere Ich aushebelt. Unfrieden entsteht, wo das Urmenschliche in uns stark ist. Daher setzten die Sprüche genau an diesem Punkt an.

Wer sich selbst beherrscht ist einer, der sein Aufbäumen in sich erkannt hat und sich dadurch von Gott beherrschen lässt. Augustinus sagte: Des Menschen Herz ist so lange unruhig, bis es seine Ruhe in Gott findet. Der Anfang der Selbstbeherrschung liegt in dem zur Ruhe kommen in Gott. Da streitet ein anderer für mein Recht. Da bin ich befreit worden, um mein Recht kämpfen zu müssen. Da bin ich durch Christus gerechtfertigt. Da wächst ein Gottvertrauen gegen den Tiger in mir. Das ist der Kern aller Welterneuerung. Wo sich in einem Miteinander etwas befrieden soll, richtet sich der Finger immer erst auf mich. Über sich herrschen lernen, über sein aufbäumendes Wesen die Macht haben, kann nur der in Gott befriedete Mensch. Mit solchen Menschen baut Gott seine neue Welt. Da werden die Grenzen, die die Angst errichtet hat, waffenlos überwunden. Da geschehen heilende Worte im Vorbeigehen. Da wir Zerbrochenes leise angerührt und zurechtgerückt, wie es Christamaria Schröter ausdrückt.

Geduldig sein kann der Glaubende, der im Getöse der Ichhaftigkeit seinen Weg geht. Wer zur Ruhe gekommen ist, braucht sich nicht mehr von Unruhe aufscheuchen lassen. In seinem geduldigen Ausharren, entwaffnet er die verletzenden Worte, die dann keine Kraft mehr haben Wunden zu schlagen. In seinem geduldig sein verunsichert er den Starken, der auf Widerstand hofft. Durch den Geduldigen und den, der sich selbst beherrscht kommt Frieden in die Welt.

Warum soll sich zuerst der andere ändern, wenn in unserer Beherrschung solch eine Stärke liegt?

Auslegungen für jeden Tag
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