Die starke Marke

Menschen sind immer auf der Suche nach Sicherheit und Verlässlichkeit, nach Orten, die dem eigenen Leben Halt und Hilfe versprechen.

„Sie haben sich Götter von Gold gemacht. Vergib ihnen doch ihre Sünde!“
2.Mose 32, 31. 32

Man könnte meinen, Menschen sind mit Elstern verwandt. Sie lieben und sammeln was glitzert und funkelt. Wir lieben starke Bilder und Symbole, die Stärke vermitteln. Wir sind umgeben von Adlern und Löwen auf den Staatswappen, von silbernen Sternen und Jaguaren auf Motorhauben, von aufsteigenden Linien auf Bankenlogos. Starke Marken prägen unsere Tage. Kaum eine Firma oder eine Organisation, die nicht durch ein eindrückliches Symbol, Ihre Leitgedanken und Kompetenzen herausstellt. Das rote und das blaue Kreuz symbolisieren schnelle Hilfe. Bilder und Symbole prägen und nehmen Einfluss auf den Menschen. Es ist gut, wenn damit Vertrauen aufgebaut wird, jedoch problematisch, wenn sie zur allein seligmachenden Größe mutieren. Wenn die Naturkräfte und die Kraft einer Gesellschaft sich wie im alten Israel zum goldenen Kalb entwickeln und zur eigentlichen Größe und Sicherheit der Menschen werden, geht der Schuss gewaltig nach hinten los. Das Bedürfnis nach Sicherheit, versucht der Mensch gerne aus eigener Kraft zu stillen und schafft damit eine eigene Religion. In uns liegt eine starke Tendenz, der von Gott geschaffenen Lebensgarantie, aus der Schule zu laufen und etwas Menschengemachtes entgegenzusetzen. Wo das Vertrauen in Gott schwindet, werden die menschlichen Machtsymbole stärker. Da müssen Zeichen herhalten, die heute glänzen und morgen verrosten. Mose setzt sich hier mit einem riesigen Drama der Menschen auseinander. Sie haben sich Götter gemacht… Der Mensch macht etwas und setzt es gegen Gott ein. Ein vergängliches Wesen schafft etwas, was er dem Ewigen entgegensetzen will. Damit kommt die ganze Brüchigkeit eines Sicherheitskonzeptes zum Ausdruck. Menschen stehen dadurch immer in der Gefahr heute ihren Untergang von morgen zu bejubeln.

Gott setzt dem goldenen Kalb sein ewig gültiges Symbol entgegen. Das Kreuz Christi ist das Markenzeichen des Glaubens. Die Sehnsucht nach Erlösung, nach Freiheit, nach Sicherheit liegt im Kreuz. Dieses Zeichen trägt über alle Vergänglichkeit hinaus. Da braucht der Mensch nichts mehr dazutun, da hat Gott alles getan. Wo die Sterne dieser Welt verblassen und ihre Tragfähigkeit verlieren, ist hier ein Fundament, das nicht aus Erde geschaffen ist. Im Wettstreit der Symbole und Marken, ist das Kreuz das einzig Unvergängliche. Diese Sicherheit trägt auch dann noch, wenn die Welt in Scherben liegt. Für die Stabilität unserer Existenz brauchen wir mehr Kreuz als Silbersterne.

Es ist hilfreich, uns immer wieder zu hinterfragen, welchen Bildern und Symbolen wir folgen und Glauben schenken. Selbst unsere Ernährung können wir vergöttern. Auch die eigenen Kinder können zur Ersatzreligion werden, in denen wir unsere Zukunft sehen. Das Geldverdienen kann Kultstatus erhalten. Es gibt ständig Ansatzpunkte, die uns reizen, andere Bilder auf unsere Fahnen zu malen. Verlieren wir nie das Kreuz aus den Augen.

Wo vertrauen wir dem, was unsere Hände gemacht haben?

Auslegungen für jeden Tag
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