Frische Blätter aus verbrannter Erde

Gott wird nicht müde, seine Wahrheit aufzuzeigen, die gegen alle Macht und Ehre dieser Welt steht.

„Siehe, das ist mein Knecht, den ich halte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat.“
Jes. 42, 1

Gott verleiht seinem Wort und Handeln Nachdruck. Siehe! Schau auf etwas, was du leicht übersiehst. Er will Menschen mit Christus verknüpfen, was der eigentliche Wert allen Daseins ist. Mit dem siehe, drängt er sich in unser Wegsehen, in unsere Oberflächlichkeit. Wir sehen auf alles Mögliche um uns herum, nur nicht auf das, was wirklich trägt. Er will damit das Alltägliche mit seiner Wahrheit durchdringen. Er lenkt gezielt unsere Blicke auf den Gottesknecht. Mit diesem Auserwählten hat er in diese Welt eine neue Gesetzmäßigkeit hineingepflanzt. Auf diesem liegt in einer belasteten und kranken Welt, die ganze Schaffenskraft seines heil Werdens. Mit dem siehe, stößt er unsere Blicke weg von dem, was uns ständig bestimmt, mitten hinein in seine erneuernde Macht. Er setzt einen gewaltigen Gegenpol, zu allem, was uns sonst vor Augen steht. Mit dem Knecht sieht die unheile Welt total anders aus. Er will unsere Blicke viel tiefer in sein Lebensgeheimnis hineinführen. Er will uns die Erkenntnis schenken, dass die Welt nicht nur das ist, was das Leben schwer macht. Das siehe ist die größte Auferbauung in allen Katastrophen. Da treiben frische grüne Blätter aus verbrannter Erde und blühen Blumen nach dem Hagel. Mit Christus hilft er unter allen Umständen dem Leben zum Durchbruch. Das ist aktive und permanente Auferstehung. Siehe, es komme was da wolle, nicht einmal der Tod kann mein Leben aufhalten. Siehe lenkt den Blick auf etwas Unauslöschbares, was Gott in allen Zerfall hineingegeben hat.
Es ist das immer neue Aufstehen nach allem Fallen.

Unser Problem ist es, dass wir diese Wahrheit, gerade wenn es schwer wird, so wenig erkennen. Unsere Blindheit für diese Tatsache, lässt uns andauernd nach Ausreden suchen, weshalb die Tragik des Lebens uns außer Kraft setzt. Wo wir nicht sehen, wursteln wir in eigener Kraft weiter, bis an den Punkt der Verzweiflung. Alle Mutlosigkeit, alle Hoffnungslosigkeit, hat ihren Urgrund darin, dass wir nicht auf die ständig erneuernde Kraft, die mitten unter uns lebt, schauen. Für den Glaubenden, gibt es keine hoffnungslosen Fälle, in denen nichts mehr geht. Wie sehr das Leben auch zuschlägt, es gibt für den der sieht, immer ein weiter. Für den der sieht, ist in seinem Leben nichts mehr sinnlos. Da kann eine Mutter, die im Holocaust ihre neun Kinder in der Gaskammer verloren hat, danach zur Leiterin eines großen Waisenhauses in Jerusalem werden. Zum Staunen aller, trugt sie ein Armband mit den vergoldeten Zähnen ihrer Jungen und Mädels, die nach Namen und Alter aufgefädelt waren. Das ist die Kraft, wenn man mehr sieht, als nur das himmelschreiende Drama. Deshalb müssen wir erkennen, in welch eine Macht wir gestellt sind.

Wohin schauen wir, wenn das Leben sich von seiner übelsten Seite zeigt?

Auslegungen für jeden Tag
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