Für den Segen geschaffen

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Frau Königin, Ihr! Aber hinter den sieben Bergen, die den sieben Zwergen, Schneewittchen – sie ist tausendmal schöner als Ihr.

Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn!Ps. 67, 8

Ehrfurcht vor Gott schließt Welten auf. Die Liebe zu Gott stellt die Menschen in die Geheimnisse des Lebens. Da entdeckt einer Zusammenhänge, die ihm im Alltäglichen so nicht aufgehen. Christus erkennen, öffnet einen Wertehorizont, was die wirkliche Erfüllung des Daseins ist. Da entsteht ein Zusammenhang zwischen Ehrfurcht und Segen. Wer Christus liebt, fällt unter die Segensströme Gottes, der Leben in einen Reichtum stellt, der mit keinem Maß zu messen ist. Segen ist, wenn der Unterstützungswille für eine Rollifahrerin, eine Kirche füllt, und keiner mehr versteht, was in diesem Augenblick passiert. Ein Hauch von Erfüllung, den die Besucher des Benefizkonzertes für Natalie am Sonntag hautnah spüren durften. Segen geschieht, wenn alle menschlichen Grenzen durchbrochen werden und Gott seine Türe nur einen kleinen Spalt aufmacht. Da geschieht etwas, das kein Mensch machen, organisieren und herbeiführen kann. Segen sind die kleinen und großen Wunder im Alltäglichen.

Die Königin, im Märchen von Schneewittchen glaubte, ihre Schönheit wäre der Segen ihres Lebens. Die definierte ihren Lebenswert über ihr Outfit. Sobald dann ein Schneewittchen in ihr Leben kommt, ist ihr ganzes Kapital dahin. Sie vergötterte ihre Schönheit und entleerte sich dabei ihres Lebens. Wie oft glauben wir Menschen, die Fülle unseres Lebens und der Wert unserer Person liegt in dem Titel, der auf unserer Visitenkarten steht. Je höher umso Bedeutungsvoller. Die Ehrfurcht vor Äußerlichkeiten, soll die Fülle des Innerlichen ausmachen. Segen liegt jedoch nicht auf dem, was Menschen als glanzvoll, wertvoll und erstrebenswert erachten, sondern wo Gott Raum zum Gestalten findet. Die Ehrfurcht vor Gott führt Menschen zu ihrem ersehnten Reichtum und zur Lebensfülle.

Gott will uns segnen. Er will uns ständig das mehr des Lebens dazugeben. Er will uns in die Sprachlosigkeit seines Handeln versetzen. Wir sollen in eine Schönheit gestellt werden, die wir nicht im Geringsten mit all unseren Bestrebungen erreichen können. Er will uns mit der Fülle seines Handlungsspielraumes überschütten. Er will sein Gutes an uns verwirklichen. Er will, dass es uns eiskalt den Rücken herunterläuft, vor dem was er schafft. Das gilt es jeden Tag neu zu erkennen, dass wir uns nicht vom Spiegel an der Wand stehen und uns zu weniger verlocken lassen.

Wenn Gott geradezu darauf aus ist, dass er uns segnen kann, warum ist dann unsere Liebe zu ihm oft so klein?

Gott segne dich.

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