In Fassbares kommt Unfassbares

Es ist unvorstellbar viel, was Weihnachtssterne mit Frühlingsprimel gemeinsam haben.

Siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken wird.“

Jes. 65, 17



Das ist das große im Advent; alte und neue Wege kreuzen sich. Irdisches wird von Himmlischem durchdrungen. Gott kommt bei den Menschen an. Scheinbare Gegensätze vermischen sich. Der neue Himmel und die neue Erde beginnt mit der Geburt Christi. Da kommen neue Fakten in die alte Welt. Diese neue Welt vertröstet nicht auf bessere Zeiten, sie schafft Erneuerung in alten Zeiten. Christen leben immer aus den Naherwartung des kommenden Christus, die jedoch das jetzige Dasein bestimmt. Wenn ich jetzt meine Weihnachtssterne für unser Blumenhaus einkaufe, hat der Gärtner sein Gewächshaus bereits voll mit Frühlingsprimel. Er verkauft jetzt im Advent seine Sterne in allen Farben und kümmert sich gleichzeitig um seine satten Primeltöpfe ohne Blüten. Im Weihnachtsgeschäft, lebt er schon im Frühling. Sein Hauptaugenmerk liegt sogar auf der Kultur die als nächstes kommen wird. Er ist im Jetzt von dem Kommenden geprägt. Er lebt voll und ganz in beiden Welten. So lebt der Glaubende in der alten und neuen Welt. Man kann dabei weder das eine verteufeln noch das andere verglorifizieren, sondern das Neue durchdringt das Alte. Mit Christus ist Gott allen Zeiten voraus. Seine Zukunft, wirkt in die Gegenwart. In die Unvollkommenheit fällt etwas von seiner Vollkommenheit. 
Diese spannenden Gegensätze gilt es zu gestalten. Das macht den Ganzguss des Lebens aus. Der Glaube lebt aus und in beiden Extremen. Wo nur das Alte betont wird, werden die Tage freud- und hoffnungslos. Wo wir nur für das Neue schwärmen, verlieren wir die Bodenhaftung und werden realitätsfremd. Zur Vollkommenheit des irdischen Lebens gehört beides. Das Ja zu Leid und Kreuz und die Auferstehungshoffnung, die sich über den Tod hinaus verwirklicht. 
Welch eine Kraft kommt in unsere müden Tage, wenn das Alte durch das Neue angetrieben wird. Da verbrauchen sich nicht nur die Weihnachtssterne und das Gewächshaus wird immer leerer, sondern da wächst gleichzeitig eine neue Kultur heran, die die Häuser wieder füllen wird. Das Neue hält die Bewegung im Alten aufrecht. Die Adventsgesinnung der beiden Welten schafft unsere Lebendigkeit. 
Wenn dieser neue Himmel und die neue Erde bereits heranwachsen, wie gelingt es da, dass sie unser Altes noch viel mehr durchdringen?

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