Niederlagen halbieren

Wer betet, steht schneller wieder auf.
„Wer des Herrn Namen anrufen wird, der soll errettet werden.“Joel 3, 5
Es gibt gewaltige Unterschiede, ob ein Mensch nach Lebensbrüchen liegen bleibt oder wieder zum Stehen kommt. Beten entscheidet über erschlagen sein und Aufstehen. Wer Herrn anruft, bleibt nicht mehr bei sich. Er bleibt nicht bei der Tatsache stehen, dass er in Einzelteilen auf der Straße liegt. Beten ist das sich einem anderen anvertrauen. Wer betet traut Gott mehr zu als sich selbst. Da fängt der Glaube an aufzuleben. Wo ein Mensch zu Gott ruft, holt er sich die höchste Hilfe ins Boot. Im Rufen zeigt er, dass er bereits ein von Gott Angerührter ist. Gott ging ihm mit vertrauensbildenden Maßnahmen voraus. Wenn sich Gott nicht immer wieder als der Helfende und Heilende offenbaren würde, würde kein Mensch den Glauben wagen. Wo wir rufen, hat Gott schon etwas in uns hineingelegt. Im Beten antworten wir Gott mit unserem Vertrauen.
Wie kann es hell werden, wenn unser Beten verstummt? Alles Leben ist mit dem Sterben durchdrungen. Jedes Miteinander wird von Frust belastet. Es ist normal, dass ein verunglückter Motorradfahrer, der unter der Leitplanke durch auf die Gegenfahrbahn geschleudert wird und dabei nicht überlebt, uns die Sprache verschlägt. Überall ist Niederdrückendes und Erschlagendes. Trauer tut weh. Nicht verstanden werden schmerzt. Aggressionen des anderen ertragen zu müssen, bringt auf die Palme. Doch genau hier können wir doch nicht die Segel streichen. Wo wir in unserer Hilflosigkeit an Grenzen stoßen, ist doch die Welt nicht zu Ende. Wer hier nicht beten kann bleibt liegen. Wir selbst entscheiden, ob wir im Jammern über unsere Hilflosigkeit versauern, oder im Glauben Hilfe erfahren. Wer im Unheil der Welt stecken bleibt, dreht sich um sich selbst. Wer sich auf sich selbst verlässt, bleibt verlassen, wer anfängt zum Herrn zu rufen, lässt den Frust hinter sich. Nicht, hilf dir selbst, dann hilft dir Gott, sondern lass Gott ran, dann ist dir geholfen. 
Anrufen ist Frustabbau. Beten bringt den Lebensschaffenden ins Sterben. Beten setzt unsere innere Unruhe mit dem Heil in Beziehung. Im Beten beginnt die aufgescheuchte Seele zu genesen. Wo uns das tägliche Miteinander zu schaffen macht und wir Tage und Wochen brauchten um damit fertig zu werden, hilft unser Anrufen, diese Zeit auf Stunden oder Minuten zu verkürzen. Beten ist die Hilfe, die uns in harten Schlägen wieder schnell ins Leben zurückholt. Beten rettet uns aus den ständigen Absackern, weil es sich der Güte anvertraut.
Wie schnell stehen wir in den Krisen unserer Tage wieder auf?  

close

Oh, hallo 👋
Schön, dass Sie hier sind.

Tragen Sie sich ein, um jeden Tag inspirierende Mut-mach-Worte von Bruder Theophilos zu erhalten.

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on twitter
Share on linkedin