Das Schwache herzen

Was nicht in Hände und Füße übergeht, hat keinen Wert.
„Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Mund und in deinem Herzen, dass du es tust.“

5. Mose 30, 14
Gott ist keine Idee, Gott ist Ereignis. Seine Worte sind nicht nur großartige, bewundernswerte Gedanken, sie sind Leidenschaft und Kraft. Ein Wort von ihm, und die faszinierendsten Gebirgsketten entstehen. Auf sein Wort wurden Himmel und Erde. Wenn Gott spricht, bewegen sich Welten. Oder die Anfrage bei Jesus, sprich nur ein Wort, dann wird meine Seele gesund. Seine Worte sind keine Rede, sie sind tätige Liebe. Sie füllen nicht nur den Mund, sondern sind die ganze Lebendigkeit seiner Existenz. Das Wort kommt nicht von Gott, Gott ist das Wort. Sein Wort ist Fleisch und Blut geworden. Wo das Wort ist, ist der erlösende Christus. Im Wort fällt Gottes ganzes Erbarmen auf den Menschen. Das Wort hebt aus dem Staub, aus der Erniedrigung der unerlösten Menschheit.
Menschenworte dagegen bleiben oft im Munde stecken. Wieviel großartige Versprechen, wieviel großartige Absichtserklärungen, wieviel ernstgemeinte Vorsätze, die im Konflikt der Pflichten auflaufen. Von unseren großen Worten kommt so wenig an der Basis an. Irgendwo kommt da immer das richtige Leben dazwischen. Plötzlich ist ein lieber Mensch nicht mehr da, den wir immer noch mal besuchen wollten. Wir wissen um die Not, die nach uns ruft, doch das Getriebe in dem wir stehen, hält uns wie einen Gefangenen. 
Allesentscheidend ist der kleine Unterschied. Ist das Wort im Mund oder auch im Herz. Wo das Wort das Herz, das Zentrum allen Wollen und Fühlen erfasst, wird es zur Tat. Fromm reden ist ekelhaft, wenn es nicht gelingt über seinen Schatten zu springen, um den Menschen, der uns verletzt hat zu umarmen. Das Wort im Herzen schafft Persönlichkeiten, die von Versöhnung getrieben sind. Sie reden nicht von Liebe und hochgeistlichen Erkenntnissen, sondern sind diejenigen, die einen wunderlichen, belastenden, altgewordenen Vater nicht nur ertragen, sondern offenherzig und liebevoll auffangen. Das Wort redet nicht, es herzt die Schwachen.
Wo lässt sich erkennen, dass das Wort unser Herz getroffen hat?

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