Wenn das Herz umzieht

Der Mensch sucht etwas, das er verehren und bewundern kann und das ihn über sich selbst hinaus hebt.
„Ich pries und ehrte den, der ewig lebt, dessen Gewalt ewig ist und dessen Reich für und für währt.“

Dan. 4, 31-32
Gott verehren ist das höchste der Gefühle. Da wird Irdisches himmelwärts gezogen. Diese Hingabe macht sich an etwas Höherem fest, als man selber ist. In der Gottesverehrung lässt der Mensch sich selbst los und lässt sich in die alles bestimmende Gottesgegenwart ziehen. Er wird von der Realpräsenz Gottes angezogen. Verehrung ist ein Zustand, in dem ein anderer alles in uns bestimmt. Es ist das Aufblühen in der ewigen Realität. Verehren ist das Echo auf das, dass Gott mit dem Menschen eins wurde. Da zieht das Herz des Menschen um zu seinem Gott. 
Wenn wir betrachten, was von den Menschen alles verehrt und angebetet wird, braucht man sich nicht wundern, weshalb Leben so brüchig wird. Da werden Stars gefeiert, Automarken zelebriert, Ernährungsregeln vergöttert oder die Gesundheit angebetet. Darin wollen Menschen aufgehen, sich festmachen, ihre eigene Identität finden. Das was der Mensch anbetet, bestimmt ihn, darauf hört er, danach richtet er sein Leben aus. Wo er Irdisches anbetet, zerfällt der Traum, wenn Irdisches zerfällt. Wahre Verehrung kann nur auf Ewiges zielen.
In der Gottesverehrung wir der Glaubende gotthörig. Seine Standfestigkeit gründet in dem Wort. Preisen und ehren heißt mit Christus eins werden. In dieser Verehrung regeln sich die Beziehungen zu den Menschen und Dingen. In der Apostelgeschichte wird das heute schnörkellos auf den Punkt gebracht: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Das Stehen in der Macht des Ewigen, ordnet die Macht der Menschen unter. Im Horchen auf den Gott, den ich verehre, wird das Hören auf Menschen geringer. Wer Gott verehrt, wird von Grund auf anders ausgerichtet. Da können wir in ganzer Klarheit auch die Stimme gegen Menschen erheben. In der Gottesverehrung schwindet die Angst vor der Macht der Menschen.
Wenn unser Herz umgezogen ist, warum sollten wir noch verzweifeln oder uns vor irgendjemand fürchten?

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