Liebe arbeitet an sich selbst

Persönliche Veränderung ist das Markenzeichen der Christen.
„Hasst das Böse und liebt das Gute, richtet das Recht auf im Tor, vielleicht wird der Herr, der Gott Zebaoth, gnädig sein.“

Amos 5, 15
Das ist eine radikale Ansage an das Volk Gottes. Hier geht es um eine menschenverändernde These. Glauben ist keine Ansichtssache, sondern strukturiert Persönlichkeiten von Grund auf um. Wo Gott gnädig ist, bleibt kein Mensch wie er ist. Der gnädige Gott ist der Auslöser für den größten Umbruch, der in einem Menschen stattfinden kann. Indem Gott auf den Menschen zukommt, sich über ihn erbarmt, ihn sein ganzes Wohlwollen spüren lässt, erkennt der Mensch „das Gute“. Wer den Guten erkennt, erkennt seine Christusbedürftigkeit. Er erkennt seine Zwiespältigkeit und seinen Hang zum Bösen. In der Begegnung mit dem gnädigen Gott, kommt es dann zu einem radikalen Entschluss im Leben; Christus zu lieben und das Böse zu hassen. 
Hier wird dann allerdings eine riesige Baustelle aufgemacht. Da geht es ans Eingemachte. Da fängt richtige Arbeit an der Umstrukturierung meiner Person statt. Da können wir nicht mehr sagen: so bin ich halt, ihr müsst mich nehmen wie ich bin. Wer das Böse hasst, zieht mit Paulus den alten Menschen aus: „Legt den Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte ab, und belügt euch nicht“. Das geht nicht von selbst, da müssen wir massiv Hand an uns anlegen. Den Christus lieben schaffen noch viele, doch mit dem Bösen zu brechen, da fängt oft die Unglaubwürdigkeit der Christen an. Hier ist entschlossener Einsatz gefordert. Man kann nicht Christus lieben, ohne das zu bekämpfen, was dieser Liebe entgegensteht. Liebe ist in sich, das Gute zu fördern und das Böse zu verabscheuen. Wer lieben will, kann nicht mit intriganten Worten Misstrauen säen. Hier sind die Glaubenden gefordert, sich gegen ihre Unarten zu stellen. Es muss eine ständige Selbstkontrolle und Selbstreflektion stattfinden. Wer auf dem Weg der Liebe unterwegs ist, kommt nicht darum herum, mit sich selbst ungemütliche Wege zu gehen. Das Gute, will die radikale Erneuerung und die kommt nicht von alleine, nur weil ich zu einer Gemeinde gehöre. Die Liebe zu Christus macht uns stark, hart mit uns selbst ins Gericht zu gehen. 
Reich Gottes entsteht mit verwandelten Menschen. Gott will dazu Menschen umbrechen. Eine Christus gemäße Gesinnung wächst in der Liebe zum Guten und im Hass zum Bösen. Dazu können wir die Hände nicht in den Schoß legen, sondern das ist harte Arbeit an uns selbst.
Ist es nicht an der Zeit, dass wir viel mehr Verantwortung für uns selbst übernehmen?

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