Liebe erzieht

Gute Erziehung hat mit Liebe zu tun.
„Wen der Herr liebt, den weist er zurecht, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn.“

Spr. 3,12
Erziehung ist keine Stilfrage, sie hat ein Ziel. Erziehung will weder einschränken, noch die Freiheit berauben, sondern aufbauen und stark machen. Sie ist ein Instrument, das Leben fördert und tüchtig macht. Weil Gott liebt, erzieht er. Dabei hat ein Liebender einen weit vorausschauenden Blick, der immer das Ganze im Auge hat.
Wenn wir an unsere Kindererziehung zurückdenken, war das Zurechtweisen meistens unangenehm. Als kleiner Wildfang kenne ich noch abgebrochene Kochlöffel und den Haselnussstecken auf dem Absatz zur Kellertreppe. Da gab es noch das eherne Gesetz, abends um 10 Uhr zuhause zu sein, wo Freunde noch länger bleiben durften. Damals kochte bei manchen Maßnahmen das Gemüt, heute muss ich sagen, meine Erziehung war das Beste, was mir passieren konnte. 
Zurechtweisen ist in der Situation meist eine bittere Pille. Nicht umsonst gibt es unzählige Bücher für Führungskräfte, wie man konstruktiv kritisiert ohne zu verletzen. Auch wenn Gott führt, kann das ungemütlich werden. Härte und Strafe kommen hier nicht aus einer unkontrollierten Persönlichkeit. Wo Gott liebt, will er vor dem Bösen bewahren. Er liebt zum Guten. Er sieht in uns, den heilsträchtigen Menschen. Wo er Hand an uns legt, hat er in uns sein Ebenbild vor Augen. Er liebt das Potential, das er in uns gelegt hat und zur Entfaltung bringen will. Da brennt der Schöpferwille, der uns nicht unter unseren Verhältnissen leben lassen will. 
Erzieherische Eingriffe sind dann hart, wenn das Vertrauen fehlt, dass Gott alles herrlich hinausführen wird. Erziehung fordert Glauben, dass Gott im Augenblick mehr sieht, als ich erkennen kann. Erziehen will für Führung geschmeidig machen. Gott erzieht durch sein Wort, durch seinen Ruf, durch harte Lebensschläge. Alles dient zur Reife, um in seinen weiten Horizont hineinzuwachsen. Die Gangart der Erziehung und der Ertüchtigung, hängt von der Hartnäckigkeit des Menschen ab. Jemand, der sich willig führen lässt, braucht nur geringe Korrekturen. Bei einer harten Schale, muss schon mal ein Nussknacker her. Wer gute Erziehung genießt, erfährt die größte Liebe.
Tritt da mancher innerer Groll, nicht in ein ganz anderes Licht? 

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