Weg ist weg

Wir können noch einmal von vorne beginnen, als sei nie etwas gewesen.
Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteiles; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade!“

Micha 7, 18
Gottes Thema Nr. 1 – Gefallen an Gnade und Vergebung. Darin liegt eine menschlich unvorstellbare Macht des Neuanfangs. Für unser Gerechtigkeitsempfinden ist es normal, dass auf Schuld Sühne erfolgt. Bei einem Verbrechen kocht die Volksseele, bis die Verbrecher gefasst sind und ordentlich bestraft werden. Wo das Urteil zu milde ausfällt, kommt der Betroffene nicht zur Ruhe.
Manch einer kennt den Film: Sieben Leben, mit Will Smith. Bei einer ausgelassenen Autofahrt, geschieht ein tragisches Unglück. Es kommt seine Frau, die neben ihm sitzt und sechs weitere Menschen ums Leben. Er überlebt und wird mit dieser Schuld nicht fertig. Sein restliches Leben hatte nur noch den einen Sinn, seine eigenen Organe so abzugeben, dass sieben Menschen, davon überleben können. Für sein Herz, musste er sich selbst umbringen. 
Gott vergibt das, mit dem kein Mensch fertig wird. Gefallen an Gnade ist das Christus-Opfer. Durch Christus braucht Gott Schuld nicht mehr verdammen. Das Kreuz löscht den Strafbefehl. Mit Christus ist von Grund auf alles weg, was uns anklagt. Vergeben ist das frei werden für Neues. Was vergeben ist, ist weg, da drückt nichts mehr. Vergeben ist der größte Schatz, den die Glaubenden erfahren. 
Dabei hat die Vergebung zwei Seiten. Als erstes löst sie Gott von seinem Zorn. Vergebung ist zunächst Selbstheilung, wo sich Bitterkeit in Liebe verwandelt. Vergebung kann mit offenen Armen dem Schuldigen entgegengehen, ohne zu erwarten. Die andere Seite ist, dass verwandelter Zorn beim andern Türen einreißen kann. Wenn jemand an mir schuldig geworden ist und ich hasse nicht,  sondern vergebe, bringe ich das Weltbild des anderen durcheinander.

Wer die Gnade erfahren hat, kann selber gnädig sein.
Warum belasten wir uns oft so sehr, indem wir eigene und andere Schuld so lange mit uns herumschleppen?  

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