Allmacht kann man nur glauben

Es gibt eine Größe, die unser Verstand nie erfassen kann.
„Der Herr, euer Gott, ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, starke und furchtbare Gott, der kein Ansehen der Person kennt und keine Bestechung annimmt.“

5. Mose 10,  17
Gott ist nicht zu denken. Welch eine Vorstellung wie auch von Gott haben, er passt in keine unserer Schubladen. Je mehr wir versuchen, ihn zu erfassen, umso stärker wird uns unsere Kleinheit bewusst. Ewig passt nicht in zeitliches Denken. Der Verstand ist nicht das Medium um Gott zu erkennen. Daher sollen wir uns von Gott gar kein Bild machen, weil wir damit immer zu kurz schießen. Wie wollen wir nur das eine begreifen, dass Gott über sieben Milliarden Menschen persönlich kennt und liebt, ohne die, die in der Geschichte davor waren und die noch kommen werden?
Herrschaft Gottes ist mehrere Hutnummern zu groß für uns. Allmacht ist nicht auszudenken. Licht nicht zu ertragen. Schöpfung so grenzenlos, dass wir nur über das Wunder des Lebens staunen können. Bei all unseren Vorstellungen, von dem oft zarten, liebevollen Gott, dem Mutterschoß, dem Vater des Erbarmens, stehen wir leicht in der Gefahr, aus dem Allherrscher einen Kuschelgott zu machen, der durch alle fünf Finger schaut. Doch er ist ein Herr der Herren, vor dem die Gewalten beben und die Berge rauchen. Sein Wort ist ein Hammer, der Felsen zerschmeißt. Wer das Heil für eine ganze Welt schafft, kann kein Leisetreter sein. Vor Ihm erzittert das Unrecht. Er zwingt das Böse in die Knie. Dem Übel gegenüber kennt er keine Gnade. 
Mit Christus wird der unfassbare Gott erkennbar. Durch Christus begegnen wir dem gnädigen Gott. In Christus haben wir Anteil an der Allmacht. Christus macht die göttliche Herrlichkeit menschenverträglich. Durch ihn eröffnet sich uns alles Gewalt im Himmel und auf Erden. Dort wo wir nichts von Gott begreifen können, ihn höchstens erahnen, wird er durch Christus zum Brot und Wein, welches das Leben nährt. Daraus schöpfen wir unsere Kraft. Das gibt uns Mut und Hoffnung, aller Ohnmacht zu trotzen. Damit sind wir stark in aller Schwachheit.
Wenn Christus alle Gewalt gegeben ist, warum sollten wir uns dann von den Mächtigen schrecken lassen?

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