Wohin fliehen wir?

Unsere Fluchtwege,  kennzeichen woran wir glauben.
„Sei mir ein starker Hort, dahin ich immer fliehen kann, der du zugesagt hast, mir zu helfen.“

Ps. 71, 3
Wenn´s dick kommt fliehen die Menschen. Wo jemand flieht, zieht es  ihn in die Richtung, aus der er Hilfe erwartet. Den Psalmisten zieht es zu Gott. Wo Gott Hilfe zusagt, liegt darin die Anwort für unsere Tage im Ausnahmezustand. Dort wo das Leben zuschlägt, wo die Hiobstage anbrechen, wo die Härten in die Verzweiflung treiben, spannt Gott seine Arme auf. Wenn unser Dasein in ihm ruht, unser Leben ihm gehört, dann sind auch die Hiobswege Gotteswege. Die Härten des Lebens wollen uns nicht zerbrechen, sondern in die Nähe dessen treiben, dem wir gehören. Kreuzwege dienen der Heiligung. Gott will in allem das Böse zum Guten wenden. Im Unglück will sich Gott verherrlichen. Schmerzen helfen heilen. In den Nächten unserer Tage gilt diese Zusage. In den Unerträglichkeiten, will Gott sein Werk an uns vollenden. Da wo menschlich nichts mehr geht, will allein Gott zur Hilfe werden. In der Not soll der Glaube geboren werden.
Daher können wir, gerade wenn´s knüppeldick kommt nur zu dieser Hilfe fliehen. Genau hier entsteht die größte Spannung. Überprüfen wir doch mal unser Fluchtverhalten. Fliehen wir nicht in alle Himmelsrichtungen, wenn´s ungemütlich wird? Laufen wir nicht Gott aus der Schule, wenn er Wege zur Reife führen will? Geht unser Fliehen nicht in die entgegengesetzte Richtung, als an den starken Hort? In den Krisen brechen die Menschen aus. Wird das Miteinander in einer Bruderschaft zu stressig, kommt gleich der Fluchtgedanke nach „draußen“. „Wenn Gott solch ein Elend zulässt, dann kann er mir mal den Buckel runter rutschen.“ In manchem Schicksalsschlag, will mancher einen Strich ziehen und in den Tod fliehen.
Der Mensch auf der Flucht. Wenn Gott seine Hand an unser Leben legt und es formen und gestalten will, dann will er gerade in den Härten unsere Hilfe sein. Wenn wir da in eine andere Richtung fliehen, finden wir Untergang statt Hilfe. Daher ist in der Krise die Fluchtrichtung entscheidend.
Wollen wir dem Wohlwollen Gottes aus der Schule laufen, wenn er uns hart anfasst?

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