Gedenken heißt ausgesorgt 

Im Rückblick liegen ungeahnte Kräfte.
„Gedenke der vorigen Zeiten und hab acht auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht. Frage deinen Vater, der wird dir´s verkünden, deine Ältesten, die werden dir´s sagen.“

5. Mose 32, 7
Gedenken baut Zukunft. Gedenken entspannt und tröstet. Wer schaut schon gerne zurück? Man hat uns beigebracht: Schau immer nach vorne. Damit lösen wir uns jedoch vom Fundament und trennen uns von unserer Wurzel. Wir sollen das Gedenken üben, um für das Heute und Morgen gestellt zu sein. Im Gedenken lernen wir glauben,  lernen wir den treuen Gott kennen. 
In diesem bewussten Denken an das was war, geschieht Großes. Wir sehen natürlich auf die Schicksale, auf alle Wüstenwege der Geschichte, wir sehen jedoch auch, was Gott daraus gemacht hat. Der Holocaust war nicht der Weltuntergang. Nach der Sintflut hatte die Erde einen Neuanfang. Die Brandkatastrophe war nicht das Aus der Blumenmönche. Das Kreuz Christi war nicht das Ende der Heilsgeschichte. Das Gedenken stellt uns unmittelbar vor einen lebendigen Gott, der nie das Buch der Geschichte zugeschlagen hat. Wir erkennen im Gedenken, dass der Scherbenhaufen ein Danach hat. Nichts ist für endgültig verloren. Wir müssen uns nicht mit einem Drama abfinden, das kein Ende kennt. Das Gedenken weckt das Darüberhinaus. Es zeigt Gottes Willensstärke zum Heil. Es offenbart, dass Gott nichts unvollkommen liegen lässt. Er schreibt seine Geschichte zuende. Er ist treu bis an den letzten Tag.
Im Gedenken werden wir wie die Kinder, – unbeschwert. Da fallen Sorgen ab, weil wir gesehen haben, wie Gott mit Wüstenwegen umgeht. Wer gedenkt, hat ausgesorgt. Da können selbst die Bombennächte über Dresden nicht mehr schrecken. Da bekommt das Leid ein Hoffen für die Zukunft. Wer das geschichtsträchtige Handeln Gottes sich wach hält, für den gibt es keine ausweglose Situation.
Warum denken wir in unseren dunklen Stunden so wenig zurück, wie Gott die Seinen bei Gegenwind in den Hafen bringt?

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