Ritter Gnadenlos lernt Erbarmen 

wer vom Erbarmen lebt, kann nicht erbarmungslos sein.
„Wer seinen Nächsten verachtet, versündigt sich; aber wohl dem, der sich der Elenden erbarmt!“

Spr. 14, 21
Wie sehr Gott zu den Menschen steht, sehen wir an diesem Wort. Ein jeder steht unter seiner Hoheit und besonderen Wertschätzung, unabhängig seines Verhaltens und seines Standes. Gott sieht den Menschen tatsächlich als Krone der Schöpfung und als ein ihm gut gelungenes Werkstück. Er steht zu ihm und grenzt keinen aus. Wer den Menschen antastet, tastet Gott an. Wer ihn verachtet, verachtet Gott. So eng ist Gott an den Menschen geknüpft. Wer anfängt auszugrenzen, trennt sich von Gott. Sünde ist, den Sünder verachten. Genau dort, wo Menschen schuldig werden, wo Fehler und Schwachheiten ans Tageslicht kommen, tickt Gott anders. Nicht Ablehnung, nicht Überhebung, nicht Verachtung, sondern Erbarmen. Da wo Menschen durch böses Verhalten Unfrieden schaffen, schafft Gott Frieden. Somit ist der schuldige Mensch nicht verdammenswert, sondern erbarmenswert. Dem Bösen wirft Gott in Christus sein Heil entgegen. Er tritt das Abfällige nicht in den Dreck, sondern hebt es auf. Seine Liebe ist stärker als alles Versagen. Er hofft auch dort, wo es nichts zu hoffen gibt.
In dem Moment, in dem wir den Elenden verachten, erheben wir uns über ihn. Wir kommen uns über dem Schlechteren besser vor. Wir machen uns zum Herrenmenschen über dem Schwachen und trennen uns selbst, von der erfahrenen Barmherzigkeit. In der Distanz zum anderen, machen wir uns Christuslos. Wir haben selbst das Maß der Gerechtigkeit ausgesprochen und uns von seinem Recht schaffen gelöst.
Dieses Wort gilt gerade in unseren Gemeinden und Gemeinschaften, wo wir uns mit den Unarten des anderen schwer tun. Wir sind viel schneller dabei, die kalte Schulter zu zeigen, als liebevoll zu verbinden. Doch wo Christus eingeht, können wir nicht wie Hund und Katz´ leben. Da kann nicht Böses mit Bösem beantwortet werden, sondern da beginnt eine Jagd nach dem Guten, wie Paulus es ausdrückt. Da wird die Barmherzigkeit zum verbindenden Element.
Wenn unsere Bosheit Erbarmen erfahren hat, warum sollten wir dann unbarmherzig sein?

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