Blühende Grüße 

wir werden satt durch Gottes Gaben. 
„Lasst uns doch den Herrn, unseren Gott, fürchten, der uns Frühregen und Spätregen gibt zur rechten Zeit und uns die Ernte treulich und jährlich gewährt.“

Jer. 5, 24
Zur Zeit ist bei uns im Ermstal die schönste Woche des Jahres. Kirschblüte. So prall, so satt und so makellos wie selten. Es gibt keine Magnolienblüte, die irgendeinen braunen Rand durch Frostschäden hätte. Ein Blütenmeer, das vor Bewunderung in die Knie zwingt. Wem hier nicht das Herz überläuft, lebt sicher in der Gefriertruhe. Die Schöpfung erwacht aus dem Dornröschenschlaf. Ein Fest von Überfluss und Schönheit. Ein Gott, der sich in seiner ganzen Leidenschaft entfaltet. Angesichts der warmen Temperaturen in einer überwältigenden Dynamik und Durchschlagskraft. Wir sind zu sehr vielem in der Lage, doch bei diesem Anblick bleibt nur Staunen vor der Macht eines Größeren. 
Gott hüllt uns in Frühregen und Spätregen. Er deckt uns den Tisch durch sein Wohlwollen. Ein kleiner Frost und wir hätten bei all unserem Mühen im Herbst keine Ernte. Frucht wächst aus Furcht; aus der Ehrfurcht vor Gott. Wir können den Baum pflanzen und begiesen, doch Blühen und Frucht tragen liegt nicht in unserer Macht. Frucht ist ein Zusammenspiel von göttlicher und menschlicher Arbeit. Ein Liebesspiel, des beschenkt Werdens und des Aufgreifens. Wir werden satt an Gottes Gaben. Das Korn, das uns zuwächst, wird zum Brot, welches das Leben nährt. Die Trauben am Weinstock, werden zum Blut Chrsti, das uns Anteil an Gottes Reich gibt. Alles Leben findet seinen Ursprung  in dem, der selbst das Leben ist. So empfinden wir nicht nur überschwengliche Freude, wenn wir in das Meer des Blühens schauen, sondern finden in Ehrfurcht unseren Platz vor Gott, der uns in das Leben einhüllt. Gaben Gottes sind Eucharistie. Auch in den ungemütlichen Zeiten von Frost und starrer Kälte, wo nichts vom Blühen zu sehen ist, liegt das ganze Potenzial der Güte Gottes. 
Warum ist die Furcht vor schweren Zeiten, oft größer, als die Furcht vor dem, der uns in Frühregen hüllt?

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