Hoffnung liegt nicht in uns

wer hoffen will, darf nicht auf sich selber schauen.
„Der Herr ist mein Teil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen.“

Klagel. 5, 24
Für eine Zukunftsperspektive braucht es Gründe. Wer keine Aussicht auf Genesung hat, kann keine Hoffnung entwickeln. Die Perspektive in einer Krise, in dem auf und ab des Lebens kann nicht aus dem Menschen kommen. Der Beter der Klagelieder kennt die Schwankungen des Daseins nur zu gut. Hoffnung gibt allein der Herr. Zu dieser Erkenntnis kommt der, der sich in seinem Menschsein zutiefst erkannt hat. Alles Elend geht vom Menschen aus. Da ist nicht einer der Gutes tut, daher ist der Mensch aus sich heraus ein hoffnungsloser Fall. Gott allein ist der, der das Blatt wendet. Der Herr ist mein Teil heißt, dass alles Heil von Gott ausgeht. Den Umbruch zum Guten schafft der Mensch nicht aus sich, dafür reißt sich Gott alle Füße heraus. Weil Gott in die Missstände eingreift, kann der Mensch überhaupt hoffen.
So wie es im Staat heißt, alle Macht geht vom Volk aus, heißt es im Glauben, allle Macht kommt von Jesus Christus. Christus ist die Gegenbewegung zu unserer Hoffnunglosigkeit. Wir brauchen den Herauslöser aus unserm „Ungutsein“, aus unserem grundsätzlich gegen Gott stehen. Um gegen alles Elend anzugehen, hat der Mensch nichts zu bieten, es kommt alles aus dem Christus, der uns vor Gott gerecht macht. Wir müssen uns hier gegen alles Gutmenschentum wehren. Der Herr ist mein Teil; da kommt nichts von uns, da ist Christus der Anteil, der uns den Zugang zum Glauben gibt. 

Glaube, Liebe und Hoffnung sind nicht tainierbar, sondern der Anteil von Gott, den uns Christus schenkt. Wir können uns nicht in den Nächten unserer Tage nicht selber aus dem Schlamm ziehen, dafür haben wir Christus. Hoffnung kann sich nur dort entwickeln, wo ich mich in meiner Verkrampfung loslasse und Gott zum Zuge kommt.
Woraus sollten wir sonst in einer gefallenen Welt Hoffnung entwickeln?

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Eine Antwort

  1. Hoffnung ohne Genesungs-Möglichkeit… meine Mutter hat es mir gezeigt… solange noch „Hoffnung“ war, ging es ihr nervlich immer schlechter – denn es ging ihr ja gesundheitlich nicht besser, man versuchte dies, man versuchte das, es nützte alles nix –
    Als es hieß „aus-therapiert“, nix mehr zu machen… da ging es seelisch wieder bergauf…
    Krankheit, Gesundheit, Leben, Sterben… all das ist nicht ausschlaggebend…

    Alles Liebe <3

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