Leid ist sinnvoll 

hinter dem Kreuz liegt das leere Grab.
„Herr, du bist der Armen Schutz gewesen in der Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten.“

Jes. 25, 4
Die Schicksalsnachrichten überschlagen sich. Der eigene Vater, der mit seinem geschädigten Herz, ständig an der Schwelle des Todes vorbei geht, die Mutter, die in ihrer Demenz unter diesem Wahnsinn leidet, der Freund, der in jungen Jahren eine Krebs-Diagnose erhält. Die dreißigjährige Frau, die seit Jahren sich über nichts mehr freuen kann, weil das Grab ihres verstorbenern Verlobtem zu ihrem Partner wurde. Hören denn solche Nachrichten nie auf? Nein, solange wir leben, sind die harten Schläge unser Begleiter.
Leid ist Leben. Kreuzwege offenbaren unsere Endlichkeit. Doch genau das Kreuz ist es, das uns mit Christus verbindet. Kreuzwege führen uns zu Gott. In Trübsal, im Gewitter, im Schockzustand des Lebens, erfahren wir, dass dieser Weg nicht ins Aus führt, sondern in der Herrlichkeit endet. Im Schmerz können wir es nicht glauben, dass nach dem Schmerz etwas kommt. Wir sehen nur das Ende. Dabei ist Leid die Voraussetzung für Neues. Unter Schmerzen kommt das Neugeborene zur Welt. Das Samenkorn zerfällt, um fruchtbar zu werden. Im Zerbruch, in unserer eigenen Auflösung liegen wir voll in Gottes Hand. Leid ist sinnvoll. Leid hat mit Verwandlung zum Ewigen zu tun. Darin ist Gott hochaktiv, auf dem Weg zur Auferstehung. Wo Gott das Unheil in Heil verwandelt, bindet er uns an das Kreuz Christi. Gerade in den für uns ausweglosen Stunden, sind wir unzertrennbar mit dem Erlöser verbunden. Wenn die Tyrannen wüten, ist Gott ganz dicht an uns dran. Der schmerzhafte Augenblick bringt uns näher zu dem, der unser Heil will. 
Gott lässt niemals los, warum sollten wir in diesem heilsamen Verwandlungsprozess loslassen und Gott anklagen?

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