Logik engt ein

wer in die Sonnen schaut, verbrennt sich die Augen.
„Lass mich deine Herrlichkeit sehen!

2. Mose 33, 18
Mose sucht einen Gottesbeweis. Er sucht fassbare Argumente, wie er das Volk von Gottes Führung überzeugen kann. Immer wieder wollen Menschen Gott fassbar, greifbar und verständlich machen. Doch Herrlichkeit, der Lichtglanz Gottes ist für Menschen weder fassbar noch erträglich. Unsere natürlichen Sinnesorgane können nicht mit diesem Licht umgehen, sie sind regelrecht vom Licht geblendet. Das was Gott ausmacht, ist nichts für unser rationales Dasein. Wollen wir eine Sonnenfinsternis betrachten, brauchen wir eine Schutzbrille. Licht kann unser Schattendasein zerstören. Für unsere Netzhaut sind die Strahlen zu hell. Lichtglanz Gottes überfordert den natürlichen Menschen total. Einfach nicht kompatibel. Jeder der Gott sehen will, ist überfordert und stößt an seine Grenzen. Auch die beste Wissenschaft muss hier die Segel streichen. Die Welt Gottes bleibt für uns unfassbar. Deshalb sollen wir uns von Gott kein Bild machen, weil es immer nur begrenzt ist und ein kleiner Ausschnitt, von dem was wir gerade wahrnehmen. Logig und Gott passen nicht zusammen, deshalb gibt es keine schlagkräftigen Argumente für einen Gottesbeweis.
Das Instrument, mit dem wir in die Herrlichkeit eindringen ist der Glaube. Es ist das Vertrauen in Jesus Christus, wo Gott sich menschlich zeigt. Dieser mathematisch nicht gesicherte Begriff Glaube, erschließt den Lichtglanz Gottes. Glaube ist immer Risiko, weil er den Boden menschlicher Tatsachen verlässt, doch darin erschließt sich Gott. Im Glauben zu leben ist immer der  Spagat zwischen der nachvollziehbaren, berechenbaren Materie und dem Wagnis, das uns immer neu herausfordert unsere Grenzen zu überschreiten. In Christus passt Gott seine Größe unserem Fassungvermögen an. Darauf können wir vertrauen.
Oder will unser Verstand Gott Vorschriften machen, wie er zu handeln und sich zu zeigen hat?

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2 Antworten

  1. „Unsere natürlichen Sinnesorgane können nicht mit diesem Licht umgehen, sie sind regelrecht vom Licht geblendet.“
    genau so ist es
    Ich hatte zwei Erlebnisse.
    Über das eine habe ich noch nie und werde wahrscheinlich auch nie sprechen, das ist mir zu…
    Das andere – man soll ja Zeugnis ablegen … ich sag immer nur so viel:
    Ich habe ein Licht gesehen, das war dermaßen hell, dass ich nur ganz schnell die Augen ganz fest zugekniffen habe und mich eine ganze Zeit lang nicht mehr getraut, sie wieder aufzumachen, aus Angst, ich werd blind.
    Das kam ungefragt, ungesucht und es hat mir ja auch noch die Zeit gelassen, die Augen zu zu machen…
    Aber ich kann nur wiederholen:
    Genau so ist es und es ist wirklich so – keine Allegorie oder so was – ganz real.

    Die Realität Gottes „sehen“ kann ich im täglichen Leben immer dann, wenn ich verwirrt, unklar, verunsichert, nicht bei mir oder ähnliches bin –
    Es reicht, mich Ihm zuzuwenden – die Wirkung setzt schlagartig ein 🙂
    Die Dinge werden anders
    Ich werde anders… Alles wird anders…

    Das Königreich Gottes auf Erden
    Hier und jetzt und überall
    Man muss nicht verstehen, es reicht, zu glauben und zu vertrauen.

    Hallelujah 🙂

    Einen wunder-vollen Tag dir <3

  2. Ich habe auch schon oft erlebt, dass Glaube trägt und erlebbar wird – aber dazu muss man eben erst glauben. Hebräer 11,1 ist da wirklich eine schöne Definition- Gott ist eben nicht voll mit dem Verstand zu erfassen. Vielen Dank für den Beitrag und liebe Grüße!

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