Unheil dient dem Wachsen

Gerichte haben einen Sinn.
„Wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.“

Jes. 26, 9
Wenn es einer Bruderschaft die ganze Gärtnerei verhagelt oder die Kirche und Ordenshaus niederbrennt, ist das Zerstörung, die an den Lebensnerv geht. Der normale Mensch spricht von höherer Gewalt. Unsere Gegner sprachen von Strafe Gottes. Doch was wir auch in unserem Leben als Gericht erfahren, es steckt nicht die Vernichtung dahinter.
Gericht hat einen Zweck. Darin liegt eine Aufgabe. Nicht nur den Scherbenhaufen zusammenkratzen und neu aufzubauen; die Aufgabe heißt lernen. Wir sollen unter den Schlägen, die uns die Lichter ausgehen lassen, Gott kennen lernen. Gott will uns an den Grenzen unsere Daseins zu einer Entwicklung führen. In der Aus-Situation lernen wir Gotteserkenntnis. Wir lernen, wie er uns zum Guten führt. Wir lernen seine Gerechtigkeit. In unserer Ohmacht, will Gott in uns wachsen. Gericht ist ein Lernprogramm, das uns näher an Gott zieht. Dort wo allen menschlichen Mittel am Ende sind, lernen wir Gottvertrauen. Die Härte will weich und empfänglich machen. Gott arbeitet an unserem Wachstum. So erkennen wir, dass Gericht bereits wieder Gnade ist. Wir reifen auf ein Ziel hin, wir reifen in Gott.
So brauchen wir im oder unter dem Gericht nicht zu stöhnen und Gott und die Welt zu verdammen, sondern wir können uns fragen, was lerne ich daraus. Wo will Gott mit mir etwas ganz Neues beginnen? Wo setzt hier eine Entwicklung ein, die mich über meine Grenzen hinausführen will? Wo wir diesen Blick auf die Gerichte finden, bekommt alles Schwere einen wertvollen, tiefen Sinn.
Warum sollte uns da eine abgebrannte Kirche von Gott wegtreiben?

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