Ist unsere Stille fruchtbar?

die Einsamkeit gebiert Hingabe.
„Ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!“

Jes. 6, 8
Es sind heilige Stunden, wenn wir Gottes Stimme hören. Die stillen Begegnungen mit ihm verändern Menschen. Da fallen tiefgreifende Entscheidungen. In der Einsamkeit mit Gott, offenbart sich unser Menschsein. Die Stille ist der Raum, in dem Gott ans Eingemachte geht. In der Stille stellt Gott seine Fragen an uns. Dadurch soll in uns etwas aufbrechen. Öffnung zu Ihm wird zur Beauftragung an anderen. Wo wir uns Gott öffnen, werden wir gleichzeitig zum Nächsten geschickt. Gottesbegegnung ist kein Selbstzweck, sondern bringt uns in Bewegung. Gottes Reden ist nicht nur Selbstbestätigung, sondern Aufbruch. In dieser einsamen vertrauten Runde mit Gott flüchten wir nicht aus der Welt, sondern werden in die Welt geschickt. Die Stille vor Gott ist kein Kuschelprogramm, in dem wir die Härten des Lebens abstreifen, sondern die Zurüstung für die Härten. Wo Gott spricht, sucht er Diener. Er will nicht unser Ego pflegen, sondern uns zum Nutzen machen.
Was wächst in den stillen Stunden mit Gott? Ist die Einsamkeit mit Gott eine Abgrenzung von allem Schweren, das uns umgibt? Ist die stille Zeit Aufbruch oder Selbstbespiegelung? Können wir die Einsamkeit noch ertragen, in der Gott seine Fragen an uns stellt? Werden wir in der Stille zu Dienern oder Forderern?
Gott will uns geschmeidig und beweglich machen unter seinem Wort. Der Segen, den wir aus der Stille erfahren bleibt nicht bei uns, sondern wird zum Segen für alle.
Sind wir bereit uns senden zu lassen, oder verbrauchen wir die Güte für uns selbst? Wird aus unser unserer Stille ein Nutzen für andere geboren?

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Eine Antwort

  1. ES gibt gar nicht immer eine Frage….
    Mir ging das so – ist schon eine ganze Weile her…. da hörte ich in mir eine Frage ohne Worte, ich wusste nicht wirklich, was ich gefragt wurde oder wer da fragte… ich wusste nur, meine Antwort war klar und eindeutig und sicher: Ja, ich will.
    Das wiederholte sich ein paar Mal und immer wieder sagte ich „Ja, ich will“
    Ich wusste gar nicht, worum es ging, ich wusste nur, das war irgendwie was Wichtiges und es gab keine andere Antwort als JA von ganzem Herzen und aus ganzer Überzeugung.
    Ich schätze mal, das war das….

    Einen guten Tag dir <3

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