Eine Präsenz wie Atemluft 

sich verlassen vorkommen ist hart, aber es ist nur ein Gefühl.
„Der Herr sprach zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, durch den ich mich verherrlichen will.“

Jes. 49, 3
Gottes Absicht ist klar, er will sich unter allen Umständen an Menschen verherrlichen. Eine Zusage, wie in Stein gemeiselt. Ein Treueschwur, der nicht rückgängig gemacht werden kann. Ein Bündnis, das nie geschieden wird. Menschen die einmal erwählt wurden, bleiben immer erwählt, in allen Kapriolen des Lebens. Eigentlich unvorstellbar wie enttäuschungsresistent Gott ist. Sein Wille, sich an Menschen zu offenbaren ist unerschütterlich. Da gibt es kein Ereignis, das ihn von dieser Absicht zurückschrecken lässt. Auch wenn du mein Volk eigne Wege gehst, kann das meine Hingabe zu dir nicht stoppen. Seine Gegenwart, seine Präsenz ist wie die Atemluft, die uns umgibt.
Seine Glaubenden sind nicht verstoßen, wenn Nebel aufzieht und die Zukunft schwärzer als die dunkelste Nacht aussieht. Das Leben besteht aus Schwingungen, aus Höhen und Tiefen, aus Zeiten, in denen wir uns von Gott und allen guten Geistern verlassen vorkommen. Zeiten in denen alles sinnlos erscheint, in denen wir nichts von dieser Gottesnähe spüren. Selbst Jesus klagte am Kreuz über diese Gottverlassenheit. Ganz schnell klagt der Mensch in solchen Durststrecken und zweifelt an allen Zusagen und starken Erfahrungen, die er bereits mit Gott hatte. Da zählt plötzlich nicht mehr, dass wir noch gestern auf Händen getragen wurden.
Gerade in solchen hungrigen Zeiten gilt diese Zusage: Ich will mich an dir verherrlichen. In der Ohnmacht will Gott sein Licht anzünden. Im Nebel will er seine Wege aufzeigen. In der Verlassenheit ist seine Nähe am Stärksten. Heil entsteht im Unheil.
Wo machen uns unsere Gefühle diese Gottesnähe immer wieder madig?

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Eine Antwort

  1. Ich glaub, das madig machen kommt immer in Mangel an Annahme
    Wir sind so darauf trainiert – Leistungs-Gesellschaft, in die wir nun mal geboren wurden –
    wenn es uns mal nicht so gut geht, müssen wir sofort irgendwas dagegen machen
    machen machen machen los los los zügig zügig – bloß keine Zeit verschwenden, bloß keine Schwäche zeigen….
    Und wenn wir uns mal nicht so gut fühlen?
    Und wenn wir mal nicht so „gut da stehen“
    Das abgerichtete Arbeits-Pferd in uns schreit „Versager“, schnell den Clown machen, bloß nichts anmerken lassen…
    Und das geht dann genau nach hinten los
    Annehmen
    Dann geht’s mir mal nicht so gut – NA UND?
    Erstens geht auch das wieder vorbei
    Und zweitens hat auch das seinen Grund – irgend einen, auch wenn wir ihn nicht sehen
    Vertrauen ist das Wort
    Und sich ergeben in das, was ist
    Dann können Wunder geschehen – und nur dann – wenn wir Es geschehen lassen.

    Einen wunder-vollen Tag dir <3

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