Ein Duft der verbindet 

Das Wort Gottes ist eine unausschöpfliche Schatzkammer.
„Wenn dein Wort offenbar wird, so erfreut es uns macht klug die Unverständigen.“

PS. 119, 130
Welchen Stellenwert hat das Wort in einer Wissensgesellschaft? Ist es ein weiteres Nachschlagewerk oder Ratgeber, das den Menschen entsprechende Bildung vermittelt? Ein Geschichtsbuch, das Einblicke in gute alten Wahrheiten gibt?
Das Wort Gottes ist eine Weisheit nicht von dieser Welt. Luther drückt es in einem feinen Bild aus: Die Schrift ist wie ein Kräutlein, je mehr du reibst, desto mehr durftet es. Das Wort hat eine Eigenschaft, dass es vom Menschen immer neu und immer anders erfasst wird. Je mehr man in das Wort eindringt um so unfassbarer wird die Tiefe. Ein Vers kann für die unterschiedlichsten Menschen, total verschiede Welten erschließen. Es wird zur persönlichen Rede und Ansprache, das anfängt in einem Menschen gestalterische Kraft zu entwickeln. In diesem Wort verbindet sich Gottes Handeln mit meinem Handeln. Es öffnet uns Einblicke, hinter die Dinge des Alltäglichen. Da formt sich eine Klugheit, wie weder Schule noch Onlinekurse vermitteln können. Da dringen wir in Welten ein, die normalerweise verschlossen sind. Genau diese Einblicke in diese Schatzkammer sollen zur prägenden Kraft unseres Daseins werden. Wer in dem Duft dieses Wortes steht, handelt unter einem anderen Horizont.
Das prägt das Miteinander. Selbst unter den ersten Christen in Rom gab es Zoff. Da standen alltägliche Fragen im Raum, die zu Meinungsverschiedenheiten führten. Darf man das Fleisch, das eigentlich zum Opfer für andere Götter gedacht ist essen? Auch die Glaubenden haben ihre strittigen Themen, die dann leider oft zur Trennung führen. Doch wer im Wort lebt, hat einen verbindenden Hintergrund. Bei allem was trennen will, gibt es die eine verbindende Wahrheit. Wo sich Menschen vordergründig auseinandersetzen, baut das Wort im Hintergrund Brücken. Das Wort bringt das zusammen, was Menschen oft auseinanderreißen. Darin entfaltet sich das Heil, das Geduld, und Trost  schenkt. Wo das Wort sich erschließt, haben Unverständige neue Hoffnung, formt sich einende Kraft.
Wäre es nicht köstlich, wenn sich zur Freude aller, der Duft dieses Wortes viel stärker ausbreiten würde?

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2 Antworten

  1. das Problem ist… ich erinnere mich noch sehr genau, wie ich früher in der Kirche saß – Gottesdienst ist nur ein Beispiel, aber da war es sehr deutlich – und einfach nicht „verstand“ ist nicht das richtige Wort, es geht ja nicht wirklich um „verstehen“ – ich wusste einfach nichts damit anzufangen, was da erzählt wurde.
    irgendwann dann ging die Tür auf, das Licht auf, was auch immer…
    ein Schlüssel-Erlebnis war – vielleicht war das der Anfang – ich hing mal fast ein Jahr lang in einer Depression fest – und wie ich so bin, wenn ich was mach, dann mach ich es richtig, nichts ging mehr
    An Heiligabend schleppte mich meine Mutter mit in den Gottesdienst
    Ich ging mit, ihr zuliebe, mir war das alles total egal und ich saß da auch in meiner Bank und kriegte nichts wirklich mit
    Bis ich plötzlich das Wort „Licht“ hörte
    Ich weiß nicht mehr, worum die Predigt ging, aber dieses eine Wort, das drang plötzlich zu mir durch
    Und da wurde ich wach – dachte „Was machst du da??? Du sollst das Licht der Welt sein und hängst im Nebel????“
    Das war das Ende der Depression.
    Dauerte noch ein bisschen, bis ich wieder auf der Höhe war, aber es kam nie wieder.
    (Gläubig, spirituell war ich schon immer, aber auf anderen Wegen, hauptsächlich über Yoga – Hinduismus, der auch keine Viel-Götterei ist, das sieht nur so aus mit den bunten Bildchen und den vielen Erscheinungs-Formen)

    Will sagen – bei wem das nicht ankommt, wer damit nichts anfangen kann – da nützen all die Worte nichts.
    Nehmen wir mal als Beispiel „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“
    Ich liebe diesen Satz über alles
    Wenn ich ihn jetzt höre, dann geht der Raum in mir auf
    Früher sagte mir das gar nichts
    Es ist wie wenn du plötzlich Chinesisch verstehst, vorher war es halt Chinesisch, du verstehst kein Wort 😉

    Wie vermittelt man Menschen die Chinesische Sprache?
    Ich erzähl von mir,
    – muss aber total loslassen, was bei anderen ankommt…. mir munkelt nämlich irgendwie, dass etwas ankommt bei denen, die es eh wissen und die anderen einfach nichts damit anfangen können … nichtsdestotrotz – man tut, was man kann, gell 😉

    https://ananda75.wordpress.com/2016/10/01/das-wort-des-lebendigen-gottes/

    Einen ertragreichen Tag dir <3

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