Glaube muss verrückt sein

Gott selber wirkt in uns die Kühnheit des Denkens, und die Grenzenlosigkeit des Glaubens.
„Der Herr wird seinem Volk Kraft geben.“

Ps. 29, 13
Kraft brauchen immer die Kraftlosen. Wer hier schwach ist, ist sein Volk. Wo liegt denn das nicht Können und nicht Vermögen der Leute, die zu Gott gehören. Das ist hier eine ganz interessante Kombination. Die Glaubenden sind schwach. Wo es um Gott geht, geht es um mehr, als um ein Aufputschmittel bei einem Absacker. Die Kraft Gottes brauchen die Seinen, um überhaupt in seinem Willen zu stehen. Um in dem Leben zu stehen, das Gott in seiner ganzen Fülle schenken will, braucht der Mensch seine Kraft. Sein Volk sein, in seinem Willen stehen geht nicht aus menschlicher Kraft. Wir können uns anstrengen und Kopfstände machen, aber das Leben in Gott und das was er mit dem Menschen vor hat, das kann nur er alleine hineinlegen.
Ich hatte vorgestern einen Vortrag im Kloster Neresheim. Da stand ich wieder einmal in der unfasssbaren Barockkirche von Balthasar Neumann. Sie ist ein Spiegelbild von Größe Gottes gegenüber menschlichen Kleinheit. Hier spürt man förmlich wie grenzenlos und überschwänglich Gott denkt. Doch das absolut unbegreifliche ist, diese Abteikirche ist durch diesen genialen Baumeister entstanden. Wie groß muss ein Glaube sein, wie kühn die Gedanken, wie grenzenlos der Mut, sich an solch ein Projekt zu wagen. 
Gott gibt Kraft, um Verrücktes anzupacken. Glaubende können nicht normal sein, können nicht bescheiden und zurückgezogen leben, sondern sind die über alle Maßen Kraftvollen. Kinder Gottes sind dazu berufen, aus ihrem eigenen Schatten zu treten, um in der Kraft Gottes, die Welt auf den Kopf zu stellen. Unsere Aufgabe ist es Dinge möglich werden zu lassen, die unmöglich sind. So funktioniert Reich Gottes. Dazu gibt er uns die Kraft.
Wo fangen wir an, in dieser Kühnheit und in diesem über uns hinaus denken, aus dieser Kraft zu schöpfen? 

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