Gier ist nicht geil

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unkontollierte Gedanken können großes Unheil anrichten.

„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau“
5. Mose 5, 21

Was wir anschauen, bekommt Macht über uns. Dieses Wort aus den zehn Geboten ist kein moralischer Zeigefinger, sondern zeigt ein zutiefst menschliches Problem. Menschen stehen in der Gefahr, in Extreme abzugleiten. Menschliches Dasein bewegt sich zwischen den beiden Polen Angst und Gier. Entweder total ängstlich, zurückhaltend, auf Sicherheit bedacht, oder gierig auf alles, was wir haben können. „Mitnehmen was geht“. Die Werbung nützt voll diesen „Will-Haben-Reflex“ aus.

Begehren ist das Übel, das die Bibel schon auf ihren ersten Seiten mit dem Apfel beschreibt. Begehren trennt von Gott. Es ist der Schritt, den der Mensch zu weit geht und dadurch Chaos anrichtet. Begehren entsteht in den Gedanken, im dem wir etwas sehen, das uns nicht mehr los lässt. Es entsteht aus der Macht der Bilder, die einen Reiz in uns auslösen. Wir können dem Reiz nach Schokolade nachgeben, müssen uns aber im Klaren sein, dass dauerhaftes Nachgeben unserer Gesundheit schadet. Wo der Reiz auf des Nächsten Frau fällt, sind schon viele Familien zerbrochen. Begehren ist Übel, deshalb geht Gott massiv dagegen an.

Die Macht gegen die Gier, ist die Erneuerung unseres Sinnes. Es ist das Leben in der Heiligung des erneuernden Christus. Glaubende kontrollieren ihre Gedanken, sich achten auf ihre Sehgewohnheiten. In Christus stehen wir in der Freiheit, dass der Reiz nicht automatisch das Begehren zur Folge hat. Das ist ein ganz bewusster, aktiver Vollzug. Das ist Kampf gegen sich selbst. Gedanken wollen sich materialisieren, sie wollen in Erfüllung gehen, deshalb müssen wir ihnen in Vollmacht Grenzen setzten, wo sie Ziele überschreiten. Wir können wie Luther sagen: Wir können es nicht verhindern, dass Vögel über unsere Köpfe fliegen, aber wir können verhindern, dass sie in unseren Köpfen Nester bauen. Gott hat uns die Verantwortung zum Nein-Sagen gegeben.

Gott will uns Anteil geben an seinem Heil, an seinen grenzenlosen schöpferischen Dasein. Was begehren wir sonst noch?

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2 Antworten

  1. Unser gesamtes Wirtschaftssystem, der Kapitalismus, funktioniert nur, weil er uns permanent dazu anhält, gegen das göttliche Gebot des „Du sollst nicht begehren“ zu verstoßen. Denn nur wenn wir begehren, kaufen und konsumieren wir auch.

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