Innige Liebe erträgt keinen Lärm

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„Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin!
Ps. 46, 11

Gott erkennen, geht nicht unter allen Umständen. Erkennen steht für die innigste Gemeinschaft, die es unter Menschen gibt. Es ist das tiefe Durchdrungen sein vom anderen, es ist die engste Verbindung, die man sich denken kann. Die Bibel gebraucht erkennen für den Geschlechtsakt zwischen zwei Menschen. „Und Adam erkannte sein Weib.“
Diese innige Verbindung sucht Gott zu seinen Geschöpfen. Der Mensch in einer verschmelzenden Einheit mit seinem Gott. Es ist der Moment, an dem Gott sich in seiner Wesensart dem Menschen offenbart. Hier entäußert sich ein umwerfender Liebhaber in seiner grenzenlosen Zuwendung und in seinen schöpferischen Gedanken des Heil machens. An dieser Stelle erkennt der Mensch seine ganze Armseligkeit und Gottesbedürftigkeit. Im Erkennen liegt der Zündfunke für die Erneuerung einer sterbenden Kreatur. Das Gott erkennen, ist die höchste Form der Liebe und die elemetarste Grundlage, dass Leben überhaupt gut werden kann.

Dieses Gott erkennen, steht in Beziehung zu: „seid stille!“ Ohne Stille, kann sich dieses Gotteswirken gar nicht entfalten. Im Lärm entsteht nichts von diesem einmaligen Geheimnis. In der Stille legt Gott seinen Anker an. Stille ist der Freiraum von menschlicher Aktivität. Da will ein anderer handeln. Wo wir laut, umtriebig, in Bewegung sind, da ist kein Platz für Gottes inniges Handeln. Wo unser Glas voll ist, kann er nichts mehr dazugießen ohne dass es überläuft. Stille ist ein aktives aufmerken, aushalten, warten, hineinhören, in das, was Gott für ein Geheimnis in uns hineinpflanzen will. Stille heißt: wir schweigen, wir lassen etwas an uns zu.

Wo sind unsere Räume der Stille? Haben wir eine tägliche Routine entwickelt, in der wir diesen Freiraum schaffen? Wieviel Geräuschkulisse umgibt uns ständig? Muss immer irgendwo Musik laufen oder der Fernseher an sein? Gibt es überhaupt noch Stellen an denen wir völlig konzentriert, empfangsbereit sind, für solch eine innige Begegnung?
Sind unsere Gedanken noch frei oder ständig mit irgendwelchen Dingen beschäftigt.

Gott will sich erkennen lassen, er will alles von sich geben, was er ist, sollten wir dem nicht viel mehr still halten?

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