Atmen macht stark

Der Atem ist der Puls des Lebens
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nach Pierre Stutz
Jeder Tag ist voller Gelegenheiten einen gesunden Rhythmus einzuüben, der aus Stress herausführt. Tausende Informationen ringen täglich um unsere Aufmerksamkeit. Wir spüren die Qual der Wahl. Sie entscheiden zu können kostet Kraft.
Die kann ich mir holen, indem ich mit den ganzen Tag hindurch Zwischenräume gönne. Dabei muss ich nicht sehr viel tun – ich kultiviere die Kraft der Langsamkeit und Entschleunigung. Ich beginne beim Aufstehen, beim Duschen, beim Essen, beim Sitzen, beim Gehen, bei meinem Arbeitsbeginn, meinen Pausen mit kurzen Atem- und Körperübungen.
Mit wenigen, unscheinbaren Gesten kann ich ausdrücken, was wirklich wesentlich ist im Leben. Ich erinnere mich und andere, dass wir alle viel mehr sind als unsere Leistung und unserer Erfolg.
Heute
achte ich beim Aufstehen
auf meinen Atemfluss
mein wohltuender Rhythmus
erinnert mich
an den Geschenkcharakter
allen Lebens.

Heute
lass ich mich nicht leben
sondern lebe aus meiner atmenden Mitte.

Heute
gebe ich in der Mitte des Tages
bewusst Druck ab
im tiefen ein- und ausatmen
mein Bodenkontakt verhilft mir
zu diesem wohltuenden Innehalten.

Heute
lockere ich vor dem Essen
meinen Schulterbereich
ich atme in meine Verspannungen hinein
damit das Essen zum Genuss wird
Heute
erinnere ich mich am Mittag
wie ich durch meine Atempause
die Friedenskraft weltweit verstärken kann
in der Verbundenheit mit allen Menschen
guten Willens
Heute
verweile ich im tiefen Ein- und Ausatmen
am Ende eines reichen Tages
damit ich das beglückende und Mühsame
des Tages loslassen kann
Heute
achte ich in der Stille der Nacht
vor dem Einschlafen auf meinen Atemfluss
er erinnert mich an den Lebensatem Gottes
in allem
der mir auch im Schlaf Erholung bringen wird
Heute
danke ich durch mein aufmerksames Atmen
dem Leben für seine Fülle
die in meiner Tiefe immer schon auf mich wartet
und mich auch zum Ausruhen bestärkt
Vor dem Einschlafen finde ich eine Form, die mir hilft, den heutigen Tag besser loslassen zu können.
Es kann ein Spaziergang sein, ein bewusstes Dastehen unter dem Sternenhimmel, das Genießen einer Tasse Tee oder eines Glases Wein, das Tagebuchschreiben, das Meditieren in schweigendem Sitzen, das Vorlesen eines Meditationstextes. Wie auch immer: Der Atem wird mich begleiten in diesem achtsamen Abschluss meines Tages. Er wird mich auch daran erinnern, dass sogar in meinem Schlaf der Atem mich verbindet mit Kosmos und Schöpfung.

Eine Antwort

  1. Sich auf sich selbst besinnen und sich einmal mehr der eigenen Person bewußt werden, sich auf den eigenen Rhytmus besinnen, in sich hinein spüren, innehalten, die Augen schließen und auf den Atem zu konzentrieren… das alles ist ein Teil der Selbstverantwortung und des Selbst-Bewußtseins. Zur Ruhe kommen, mit sich selbst Frieden schließen und wieder in Balance zu gelangen… Du sprichst mir wieder aus der Seele.

    Woher wollen wir sonst die Kraft nehmen, die wir zur Bewältigung des Alltags brauchen?
    Ein wertvoller Beitrag für jeden. Entschleunigen, Verlangsamumg, Zeit für sich selbst… um wieder besser „aus dem Bauch heraus“ zu entscheiden und zu leben.

    Ich mag es!
    Liebe Grüße
    Zellbalance

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