Wenn Gott selbst den Frieden stiftet

2. Kor. 5, 19-21

19 Denn Gott ist durch Christus selbst in diese Welt gekommen und hat Frieden mit ihr geschlossen, indem er den Menschen ihre Sünden nicht länger anrechnet. Gott hat uns dazu bestimmt, diese Botschaft der Versöhnung in der ganzen Welt zu verbreiten.

20 Als Botschafter Christi fordern wir euch deshalb im Namen Gottes auf: Lasst euch mit Gott versöhnen! Wir bitten euch darum im Auftrag Christi.

21 Denn Gott hat Christus, der ohne jede Sünde war, mit all unserer Schuld beladen und verurteilt, damit wir freigesprochen sind und Menschen werden, die Gott gefallen.

Wenn Gott selbst
den Frieden stiftet

Eine meditative Betrachtung

Kein Trump dieser Welt kann ihn machen

Kein Volk dieser Welt kann ihn halten.

Er läßt sich nicht herbeischießen.

Er läßt sich nicht erdiskutieren.

Wir können ihn einfach nicht

den Frieden mit Gott

den Frieden zwischen Bruder und Schwester

den Frieden zwischen Vater und Sohn

den Frieden mit dem lieben Nachbarn

den Frieden zwischen den Völkern

den Frieden zwischen den Nationen.

Echter Friede

Adam und Eva haben ihn mit sich selbst aus dem Paradies vertrieben

Sie wollten gleich sein wie Gott

gleich groß

gleich mächtig

gleich heilig

gleich gut

gleich klug

gleich frei

gleich einzigartig.

So zogen sie aus aus Eden, dem Ort des Friedens, den  Gott für sie geschaffen hatte.

Im Kampf um’s eigene Besser-Sein erschlug der Kain den Abel.

Im Kampf um‘s erste  Erbrecht betrog der Jakob den Esau.

Im Kampf um Öl und Bodenschätze fliegen Drohnen und Raketen.

Der Streit um Hautfarbe und Abstammung füllt die Chronik der Menschheit mit Sklaverei, Folter, Massenmord und Vergewaltigung.

Die Gier nach Geltung und Einfluß zerstört Lebensräume und Natur.

Eigentlich höchste Zeit für den, der es so ganz anders wollte

einen zu schicken, der vernichtet

einen zu senden, der den Garaus macht

einen loszulassen, der Granate und Schwert, Atombombe und Torpedo, Sturmflut und Feuersbrunst im Gepäck hat und Schluß macht mit den ganzen Gernegroßen, die es nicht gebacken kriegen.

Der Schöpfer der Welt macht es anders

ganz anders, als wir es machen würden

ganz anders, als wir uns vorstellen können

ganz anders, als wir es für richtig halten

ganz, ganz anders als wir.

Er schickt einen,
der sich verspotten läßt

Er schickt einen,
der sich zusammenschlagen läßt

Er schickt einen
der sich foltern läßt

Er schickt einen,
der einen ehrlosen, elenden, scheußlichen Verbrechertod sterben muß.

Es ist nicht irgendeiner

Es ist ein Teil von ihm

Ein Teil seines Lebens

Ein Teil seines Wesens

Es ist sein eigener Sohn.

Er schickt ihn nicht als Märtyrer

Er schickt ihn nicht als edlen Retter

Er schlägt in seinem Sohn die Bosheit  der gesamten Welt vor aller Augen ans Verbrecherkreuz.

„Jesus wurde nicht zum Opfer, weil er das Gute der Menschen hochgehalten und durchgetragen hat, sondern weil er das Böse der Menschen auf sich gezogen hat. Er wurde nicht zum bewunderungswürdigen Märtyrer, sondern er  wurde zum verachtenswerten Verfluchten.“  sagt der Theologe Voigt.

Im Kreuzestod Christi vernichtet Gott den Wurzelgrund der Feindschaft gegen seine Güte, die Ursache für all das Grausame und Arge,

was man nicht schönreden und verniedlichen

verharmlosen und verteidigen

entkräften und entschuldigen kann.

In Christus öffnet uns der Gott, der uns geliebt, gewollt und geschaffen hat, wieder die Tür zum Paradies.

In der Eucharistie dürfen wir sie betreten, die Welt, für die wir bestimmt sind, in der unsere Sehnsucht Erfüllung findet und in der sein  Friede wirklich werden kann. Amen.

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