Vorwärts zurück!

Meditative Betrachtung vom 14.12.2025

Lukas 3, 3-14, 18

3 Johannes verließ die Wüste und zog durch das ganze Gebiet am Jordan. Überall forderte er die Leute auf: „Kehrt um zu Gott, und lasst euch von mir taufen. Dann wird euch Gott eure Sünden vergeben!“

4 So erfüllte sich, was im Buch des Propheten Jesaja steht: „Ein Bote wird in der Wüste rufen: ‚Macht den Weg frei für den Herrn! Räumt alle Hindernisse weg!

5 Jedes Tal soll aufgefüllt, jeder Berg und Hügel abgetragen werden, krumme Wege sollen begradigt und holprige Wege eben werden!

6 Dann werden alle Menschen sehen, wie Gott Rettung bringt!‘

7 Die Menschen kamen in Scharen zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Aber er ging mit ihnen hart ins Gericht: „Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, dass ihr dem kommenden Zorn Gottes entrinnen werdet?

8 Zeigt erst einmal durch Taten, dass ihr wirklich zu Gott umkehren wollt! Bildet euch nur nicht ein, ihr könntet euch damit herausreden: ‚Abraham ist unser Vater!‘ Ich sage euch: Gott kann selbst aus diesen Steinen hier Nachkommen Abrahams hervorbringen.

9 Schon ist die Axt erhoben, um die Bäume an der Wurzel abzuschlagen. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.“

10 Da wollten die Leute wissen: „Was sollen wir denn tun?“

11 Johannes antwortete: „Wer zwei Hemden hat, soll dem eins geben, der keins besitzt. Und wer etwas zu essen hat, soll seine Mahlzeit mit Hungrigen teilen.“

12 Es kamen auch Zolleinnehmer, die sich taufen lassen wollten. Sie fragten: „Und wir? Wie sollen wir uns verhalten?“

13 Johannes wies sie an: „Verlangt nur so viel Zollgebühren, wie ihr fordern dürft!“

14 „Und was sollen wir tun?“, erkundigten sich einige Soldaten. „Plündert nicht, und erpresst niemand! Seid zufrieden mit eurem Sold“, antwortete ihnen Johannes.

18 Johannes verkündete den Menschen die rettende Botschaft Gottes und ermahnte sie auf vielerlei Weise.

Vorwärts zurück!

Da ist ein Gott, der klopft bei Dir.

Er will nicht reinkommen und mit Dir Kekse essen.

Er will, daß Du zu ihm zurückkommst.

Er will Dein Leben.

Er hat Dich geschaffen.

Er hat Dich begabt.

Er hat Dich beschenkt.

Er will nicht Gegenstand deiner frommen Pflichtübung sein.

Er will nicht Garant Deines Wohlergehens sein.

Er will nicht Dein Nothelfer sein.

Gott will Dein Vater sein und Dein Freund.

Der, zu dem Du gehst mit Deinen Fragen.

Der, zu dem Du gehst mit Deinen Sorgen.

Der, zu dem Du gehst mit Deiner Angst

aber auch der, zu dem Du gehst mit Deinem Dank.

Der, zu dem Du gehst mit Deiner Freude.

Der, zu dem Du gehst mit der ganzen Liebe Deines Herzens.

Gott will Ursprung  Deines Denkens sein.

Gott will Ursprung Deines Fühlens sein.

Gott will Ursprung Deiner Taten sein.

Es tut ihm weh, wenn Du nur Dich selber siehst und nicht den Bruder neben Dir.

Es tut ihm weh, wenn Du für Dich allein verbrauchst, was er gut geschaffen hat für alle.

Es tut ihm weh, wenn Du Deine Kraft verwendest, um dem Schwächeren zu schaden.

Gott will, daß Du Dein Leben prägen läßt von seiner Güte

der Güte, die abgibt, statt wegzunehmen

der Güte, die verbindet, statt Wunden zu schlagen.

der Güte, die verzichtet, statt zu fordern.

Advent

Gott macht sich auf zu Dir.

Gott  macht sich auf zu mir

Gott macht sich auf zu uns.

Er will zu uns kommen, zu den Menschen, die er liebt

hinein in Krieg und Haß

hinein in Bitterkeit und Entfremdung

hinein in  Entrechtung und Übervorteilung

hinein in das Chaos unserer Abwendung von ihm.

Er schickt seinen Boten und ruft uns auf, umzudrehen und ihm entgegenzugehen.

Er will, daß wir uns helfen lassen

heraus aus unserer Unwilligkeit

heraus aus unserer Unfähigkeit

heraus aus dem Labyrinth unserer Gernegröße.

Der große Gott will sichtbar werden in unseren kleinen Taten.

Er braucht keine Bekenntnisse.

Er braucht keinen Abstammungsnachweis

Er braucht keine überragenden Leistungen.

Der große Gott will zu uns kommen und durch uns leuchten  – kehren wir um von uns, machen wir den Weg frei für ihn und gehen wir ihm entgegen – vorwärts zurück! Amen.

 

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