Eingewurzelt

Meditative Betrachtung vom 01.06.2025

Epheser 3, 14-21

14 Darum knie ich nieder vor Gott, dem Vater, und bete ihn an,

15 ihn, dem alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde ihr Leben verdanken und den sie als Vater zum Vorbild haben.

16 Ich bitte Gott, dass er euch aus seinem unerschöpflichen Reichtum Kraft schenkt, damit ihr durch seinen Geist innerlich stark werdet

17 und Christus durch den Glauben in euch lebt. In seiner Liebe sollt ihr fest verwurzelt sein; auf sie sollt ihr bauen.

18 Denn nur so könnt ihr mit allen anderen Christen das ganze Ausmaß seiner Liebe erfahren,

19 die wir doch mit unserem Verstand niemals fassen können. Dann wird diese göttliche Liebe euch immer mehr erfüllen.

20 Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt.

21 Deshalb wollen wir ihn mit der ganzen Gemeinde durch Jesus Christus ewig und für alle Zeiten loben und preisen. 

Eingewurzelt

Wenn es treibt, das erste Blatt

Wenn sie hervorblinzelt, die neue Knospe

Wenn er sich aufrichtet, der matte Keim

dann weiß der Gärtner: Es hat geklappt, das mit der Wurzel und dem Boden.

Die Verbindung ist geschaffen.

Jetzt kann sie wachsen

Jetzt kann sie blühen

Jetzt kann sie fruchten

die schöne Blume

der gesunde Salat

der grüne Baum

Wurzeln

Sie versorgen mit Feuchtigkeit, wenn die große Dürre das Leben in Gefahr bringt.

Sie halten fest, wenn die  Stürme an Stamm und Ästen rütteln.

Sie versorgen mit Nahrung, damit Wachstum gelingen kann.

Wurzeln in Gott

Sie verbinden uns mit der Kraft, die gesprochen hat: „Es werde!“

Sie verbinden uns mit der Kraft, die allem Leben Ziel und Richtung weist.

Sie verbinden uns mit der Kraft, die gesprochen hat: „Die Schuld ist dir vergeben.“

Sie verbinden uns mit der Kraft, die größer ist als alles, was wir wissen, planen, denken können.

Sie verbinden uns mit der Kraft, die in und durch uns

sprießen

blühen

fruchten will

in dieser Welt.

1. Aus Gott sprießen

Zeichen der Hoffnung sein in einer Welt der Angst

vor Krieg und Gewalt,

vor Schmerzen und Krankheit

vor Einsamkeit und Verlust.

Das Apfelbäumchen pflanzen, auch wenn ringsum die Welt verdorrt.

Den neuen Anfang wagen, auch wenn Enttäuschung und Verletzung jedem neuen Trieb den Garaus machen will.

Auf müden Füßen weitergehen, auch wenn es scheinbar gar kein Ziel mehr gibt.

An jedem neuen Tag die Hände heben zu dem Gott, der immer einen Weg hat und die Kräfte schenken kann zum nächsten Schritt.

2. Aus Gott blühen

Die schöne Rose seiner Liebe sein

die dem ein Lächeln schenkt, der nur noch Tränen kannte.

die dem die Hand der Hilfe reicht, der abgestürzt am Boden liegt.

die immer einen Platz zum Blühen findet, wo Stacheldraht aus Eifersucht und Streit, aus Mißgunst und Enttäuschung als Würgeranke über jeder Knospe der Versöhnung liegt.

3. Aus Gott fruchten

Größer sein können, als wir selber sind.

Barmherziger sein können, als wir selber sind.

Stärker sein können, als wir selber sind.

Mutiger sein können, als wir selber sind.

Ihn in uns über uns hinaus sprießen, blühen, fruchten lassen.

Als Zeichen seiner Gegenwart in unserer Welt.

Als Zeichen seiner Unendlichkeit in unserer Zeit.

Als Zeichen seiner Unermeßlichkeit in unserer Begrenzung.

Eingewurzelt in seine Liebe leben, daß seine Kraft in uns durch uns die Welt zum Guten hin verändern kann. Amen.

 

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