Fastenzeit entgiftet

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.
5. Mose 5. 21

Begehren ist der Griff nach dem Apfel. Es geht hier nicht um Ehebruch oder Sexualität. Das zehnte Gebot zählt die Frau in einer Reihe mit Haus, Acker und Vieh auf. Damit geht es um Elemente des alltäglichen Lebens, bei denen es mit rechten Dingen zugehen soll. Wer begehrt, will zunächst einfach mehr. Mehr zu wollen ist nicht schlecht. Es ist eine gesunde Unzufriedenheit, die jeden Geschäftsmann antreibt, besser zu werden. Darauf baut eine funktionierende Wirtschaft auf, dass einer erfolgreicher ist als der andere. Das ist leistungsfähiger Wettbewerb, bei dem es Reichere gibt, die durch ihren guten Stand Ärmeren helfen können. Unterschiede sind völlig in Ordnung, weil auch Menschen unterschiedlich sind, in ihren Ansprüchen und in dem, was ihnen wichtig ist.

Gefährlich wird es dort, wo Neid ins Spiel kommt. Wo ich dem anderen „sein mehr“ nicht gönne, sondern danach giere, davon abzubekommen, greife ich dem anderen von hinten in die Tasche. Der innere Antrieb dazu ist nicht mehr edel, sondern kommt aus einer giftigen Wurzel. Missgunst greift nach dem, was der Nächste hat. Damit werden gute Gaben ins Schlechte gezogen. Begierde strebt danach, den anderen herabzusetzen und ihm wegen seines Mehrs, ein schlechtes Gewissen zu machen. Wo wir nach dem Apfel greifen, fangen wir an, uns über Gott zu erheben. Wir akzeptieren nicht unser Leben, in das wir gestellt sind und akzeptieren nicht das Recht des anderen. Wo uns die Gier treibt, verletzen wir die Liebe. Mit diesem Gebot, kämpft Gott gegen die Abgründe, die in uns schlummern und ein Miteinander bis zu Unerträglichkeit aushöhlen können. Paulus sagt: Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Gebote wollen uns an Gott festmachen, um Worte und Gedanken zu entgiften.

Ist die Fastenzeit, nicht gleich auch eine Entgiftungskur?

Gott segne dich.

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