Höre den heiligen Ruf

Josua fiel auf sein Angesicht zur Erde nieder, betete an und sprach: Was sagt mein Herr seinem Knecht?
Josua 5, 14

Wow, Josua ist voll auf Empfang eingestellt. Ihn haut es voll um, weil auf die Stimme seines Herzens hört. Seine Sinnesorgane erspüren, dass es um sie mehr gibt, als das was sie augenblicklich wahrnehmen. Es entsteht ein Dialog mit einer viel tieferen anderen Welt. Er entdeckt, dass etwas viel größeres auf ihn Einfluss nehmen will. Er spürt den Annäherungsversuch Gottes. Ihn will etwas unverschämt Heiliges übermannen. Er nimmt ein Rufen wahr, der sein Denken übersteigt. Er erkennt den heiligen Augenblick und das Heilige Land auf dem er steht. Dieses empfangsbereit sein, reißt ihn zu Boden. Die Fassungslosigkeit macht Herz und Hände auf: Was sagt mein Herr? Das sind heilige Stunden, in denen der Mensch erkennt: Leben ist viel größer, umfassender als wir gewöhnlich zulassen.

Es gilt eine Aufmerksamkeit zu entwickeln, die diesem inneren Rufen oder diesem Geistesblitz zuhört. Jeder kennt diese Stimme, die zum Wagnis des Lebens ruft, die herausfordert, die neue Schritte gehen heißt, die wir doch immer wieder erfolgreich zum Schweigen bringen. Der Verstand beschwichtigt, die Erfahrung hält zurück, die Logik mahnt zur Vernunft. Pflichtbewusst laufen wir in den Bahnen, die wir gelernt und antrainiert haben. Solche Unterbrechungen unserer inneren Stimme lassen wir schon gar nicht mehr zu. In dem wir ganz normal funktionieren und unseren geordneten Gang gehen, verpassen wir die heiligen Momente. Dieses feine, sanfte Berühren würgen wir im Keim schon ab und wundern uns, wenn in unserem Leben die erhebenden Momente ausgehen.

Wie wollen wir ins Staunen und Anbeten kommen, wenn wir den heiligen Ruf nicht mehr hören und das achtsame Sehen verlernt haben?

Gott segne dich.

Lass voller Dank die große Glocke wieder klingen
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