Versagen ist weg

„Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen; sie wiegt zu schwer, ich kann sie nicht mehr tragen.“
Ps. 38, 5

Schuld muss nicht Bathseba heißen, wie bei König David, der für eine attraktive Frau, seinen besten Feldherrn über die Klinge springen ließ. Doch Schuld kann an das Gewissen hämmern, dass an Ruhe nicht mehr zu denken ist. Da läuft ein inneres Riesenrad ab, mit auf und ab, mit heiß und kalt. David sagte irgendwann: Als ich es verschweigen wollte, verschmachteten meine Beine. Er ging förmlich in die Knie, bis er zu der Einsicht kam: Ich bin der Mann. Quälende Schuld, ein pochendes Gewissen, will nur eines, dass wir darunter unser ohne Gott sein erkennen. Das Erschrecken über sich selbst ist eine heilige Stunde. Wo ein Belasteter, zerknirscht in Staub und Asche versinkt und sich in seiner Schuld bewusst wird, kniet er vor dem Altar. Sich selbst erkennen ist Gottesbegegnung. Wo ein Mensch an sich zerbricht, fangen ihn gleichzeitig zwei starke Hände auf. Wo Schuld zum Gebet wird, fängt ein anderer an die Last zu tragen.

Bonhoeffer sagt: Wo anders sollen wir Gnade suchen für alle Untreue, allen Kleinglauben, alles Versagen als in der Niedrigkeit Gottes in der Krippe. Darin liegt die Architektur des Lebens, dass im Stall von Bethlehem, jeder Mensch sich selbst wieder bejahen kann. Schuld schleicht nicht mehr nach, sondern hat einen Abnehmer gefunden. Wer Gnade findet, hat keinen Grund mehr an sich selbst zu verzweifeln. Da kann passiert sein, was immer passieren kann, die Anklage ist weg. An der Krippe können wir aufatmen und all das Nagende in uns abhaken. Diese befreiende Kraft steht über allem Versagen und Unglauben.

Wenn Kleinglaube weg ist, was will uns dann über den Kopf wachsen?

Gott segne dich an diesem 3. Advent.

Lass voller Dank die große Glocke wieder klingen
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