Wir brauchen Heilige

Es geht der Himmel über dem auf, der weiß, dass er zu Abrahams Kindern gehört.

„Der Herr, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vorfahren war.“
1. Könige 8. 57

Wer an die Zukunft glauben will, braucht eine starke Vergangenheit. Hoffnung sticht nicht in blaue Wolken hinein, sondern lebt aus einem Erfahrungsschatz. Große Häuser baut man, in dem man lange am Fundament verweilt. Dieses Segenswort spricht Salomo bei der Einweihung des Tempels. Wer sich auf einen starken Gott berufen will, braucht die Geschichte. An den Vorfahren entdecken wir die Glaubensväter. Wir stehen dann in der Erbfolge von Abraham, den Propheten, Aposteln und den Gottesmännern der jüngsten Zeit. Die Alten sind nicht die, die die Bühne dieser Welt verlassen haben und aus unserem Gesichtskreis rücken, sondern diejenigen, an denen zeitlebens Gottes Geschichte lebendig bleibt. Die Vorfahren sind das Kapital des Reiches Gottes. Es sind die wertvollen Steine, aus denen noch heute Kirche gebaut wird. Die Alten demonstrieren im heute, die Verrücktheiten des Glaubens. An ihnen wird das unverschämt große Denken Gottes sichtbar. Sie sind die Krisenmanager unserer Zeit, an denen wir das Ende ablesen können, als Wege durch Feuer und Wasser gingen. An ihnen wird sichtbar, dass Gotteswege über das Kreuz zur Auferstehung führen. Die Geschichte ist energiegeladen durch das Handeln Gottes. Trotz aller tiefen Tälern, trotz Wüstenwege und einem Leben in der Verbannung, ist die Welt nie untergegangen. Daher hat das Gott sei mit uns, eine Zugkraft durch dick und dünn.

Wenn wir glauben wollen, wenn wir standhaft durch unsere Stürme gehen wollen, ist es sinnvoll, den Staub von unseren Vätern abzuwischen. Sie sind die Schatzkammer unserer Hoffnung. Wenn wir voll im Nebel stehen, nicht mehr wissen, was vorne und hinten ist, hilft der Blick über den Tellerrand. Das außerhalb von uns liegende Expertenwissen für all unsere Fragen liegt in den Vätern. Wo der Blick auf die Gottesmänner stark ist, können auch wir stark werden. Dieser Rückgriff lässt uns mutig und gewiss nach vorne gehen. Der Blick auf sie, holt die Gegenwart Gottes ins Jetzt. Gott ist mit uns, weil er schon Abraham so reich gesegnet hat, wie die Sterne am Himmel. Darüber geht uns der Himmel auf, auch wenn unsere Wege durchs Dunkel gehen. Wie durchschlagskräftig das Gott ist mit uns ist, brauchen wir nicht nur blauäugig glauben, sondern darauf können handfest unsere Hoffnung bauen. Die unsichere Zukunft erhält ihre Stabilität aus der Erfahrung der Vergangenheit. Daher sind die Vorfahren nicht nur bewundernswerte Heilige aus der Geschichte, sondern lebendige Zeugen, von denen unser Glaube lebt.

Leben wir da nicht aus einem gesunden Heiligenverständnis, das den lebendigen Gott, mitten in unsere Gegenwart stellt?

Gott segne dich.

Die Glocke freut sich, wenn Dein Herz schlägt
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Auslegungen für jeden Tag
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