Leidenschaft kennt keine Schranken

Wenn ich leidenschaftlich gerne fotografiere, ist mir kein Aufwand zu viel, die Blume oder den Menschen, den ich ablichte ins rechte Licht zu setzen, damit die ganze Schönheit zum Tragen kommt.

Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen.“
Ps. 40, 9

Das was uns antreibt bestimmt unser Handeln und gibt uns die Kraft mit Widerständen umzugehen. Was wir gern tun, ist der Anfang unserer Leidenschaft. Es ist die Energiequelle, die zum Selbstläufer wird. Es ist das Feuer, das zum Flächenbrand wird. Das was ich gern tue, ist der Motor in uns der gestartet wird und nicht mehr aufzuhalten ist. Dazu brauche ich keine Einladung, keine besondere Aufforderung, da fängt sich etwas an zu bewegen aus einer inneren Schubkraft. Da glüht das Herz, für das was es liebt. Der Glaube ist solch eine Energiequelle. Wo die Liebe zu Gott überschwappt wird Leidenschaft geboren. Wo ich anfange für seine Gesetze zu brennen, bin ich bereits von ihm angezündet. Wo das Gesetz Gottes in mir glüht, werde ich nicht zum Paragraphenreiter, sondern bin von einer barmherzigen Liebe erfasst. Damit wird die ganze Erlösungskraft Christi in mir freigesetzt. Dieses Gesetz ist der Befreiungsschlag zu unserer Leidenschaft, die durch viele belastende Ereignisse in uns zugeschüttet ist. Den Willen Gottes tun wird zu einer unaufhaltbaren Aufbruchstimmung. Es ist gerade das Gegenteil von der Vorstellung die wir von Gott haben. Glaube macht das Leben nicht beschwerlich und mühsam, sondern setzt ursprüngliche Energien frei. Wer bei Glaube an Begrenzung und Einengung denkt, verscherzt sich den Kern seiner Leidenschaft. Glaube bricht das Eis und setzt Liebe frei. Aus dieser Liebe, aus dieser Leidenschaft, aus dem was ich gern tue überschütte ich das Leben. Da ist dann soviel Energie vorhanden, die sich von Widerständen nicht mehr aufhalten lässt. Gott zu lieben und seinen Willen tun, ist die größte Erweiterung, die ein Leben erfahren kann.

Wenn ich eine bemooste Kugel auf einem Birkenstamm fotografieren will, die mit Zapfen und Beeren zu einem floristischen Kunstwerk gestaltet ist, dann kenne ich kein Gesetz, die in Szene zu setzen. Die steht dann nicht einfach im Außenbereich und wir schnell mal mit dem Handy im Vorbeigehen abgelichtet, sondern da werden alle Register gezogen. Ein schönes Werkstück verlangt gebührende Beachtung. Dieses Objekt wird drinnen in einen Koniferenkranz vor einen Spiegel gestellt und mit zwei Strahlern von rechts und links ausgeleuchtet. Meine Leidenschaft für ein ausdrucksstarkes Bild lässt mich einen Aufwand betreiben, bei dem keine Mühe zu viel ist. Es fällt mir leicht, viele Hürden zu überwinden.

Wer den Glauben für sich als Energie entdeckt, brennt für die Liebe, brennt für das was aufbaut, brennt für das was lebendig macht. Gleichzeitig wird er mit dieser Energie, anders mit Schwierigkeiten und Krisen umgehen. Leidenschaft kennt keine Schranken.

Brennt dieses Gesetz in uns, dass uns die Mühen unserer Tage nicht zurückschrecken lassen?

Gott segne dich.

Auslegungen für jeden Tag
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