Steh‘ auf und singe

Einem Gelähmten zu sagen, steh auf, nimm dein Bett und geh´ heim, ist beileibe kein Pappenstiel, wenn man weiß, wie viel harte Therapie nötig ist, bis ein Querschnittsgelähmter überhaupt einmal auf die Beine kommt, oder gar anfängt zu laufen.

Herr, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Taten deiner Hände.“
Ps 92, 5

Wenn Gott Hand anlegt, sprengen Ketten, türmen sich Wassermassen auf zur Schlucht, dass dadurch ein ganzes Volk vor seinen Verfolgern entkommen kann. Da sprechen brennende Dornbüsche und verbrennen nicht, da haben brüllende Löwen schlagartig keinen Appetit mehr. Für normale Menschen sind Gottes Taten abnormal. Da sind Dinge möglich, die sind für unsere Augen und Ohren absurd. Da geht etwas, was unser Denken übersteigt. Unter seinen Werken erkennt der Mensch mit all seinem Wissen, wie wenig er weiß. Gott schöpft aus einem Topf, den wir nie ermessen können. Da sind die für uns unmöglichen Dinge möglich. Es setzt sich unverschämte Ziele und erreicht sie auch. Er bewegt sich in Räumen, die wir nur erahnen können. Die Werke und Taten des Herrn zeigen uns, dass wir nur winzige Bruchteile der realen, wahren Welt erfassen, von dem was für Gott Wirklichkeit ist. Wir sind voller Begrenzungen, Blockaden und Einengungen. Wir sind wie die Gelähmten, die ein Leben lang auf der Bahre liegen und gar nicht wissen, das eine Berührung von Jesus uns in neue Räume aufbrechen lässt. Wir beklagen unser gelähmt sein, unser abgeschnitten sein von einem bewegungsfreien Dasein, und lassen uns von anderen durchs Leben tragen. Dabei ist da einer da der berührt. Da ist einer, der das Blut in vollem Saft durch die Adern fließen lässt und die Muskeln straff macht. Da ist einer der vergeben kann und damit alle inneren Lähmungen auflöst. Da macht einer die Bremse auf, damit wir nicht mehr im Kriechgang dahinschleichen. Es werden Saiten angezupft, die noch nie einen Ton von sich gegeben haben. Wo ein Gelähmter wieder auf die Beine kommt beginnt ein Fest.

Wo dieses Wort „steh auf“ an uns ergeht, wird Leben zum Lob. Jeder Schritt wird zu einem großen Halleluja. Lobende Menschen sind aufgestandene Menschen. Es rühmen diejenigen, die den Mut haben gegen die bestehenden Realitäten anzuglauben. Wenn Christus da ist, können wir an das Unmögliche glauben. Betrachten wir die Lähmungen und Unmöglichkeiten unseres Lebens unter einem glaubenden Herzen, stehen uns alle Wege offen. Das geht nicht, gibt es dann nicht. Da ist keine Situation ein hoffnungsloser Fall. Da können wir über jeder Misere unverschämte Ziele setzen und werden uns wundern, wie wir dadurch neue Räume betreten werden. Da wird der angstbesetzte Alltag zu einem Ort, an dem ein Singen und Klingen anbricht. Wir werden Singen, wenn wir aufstehen und unser Bett unter den Arm nehmen.

Wie sehr nehmen wir den Ruf zum Aufstehen ernst, der unsere Lähmung auflösen will und uns zum Singen bringen.

Gott segne dich.

Die Glocke freut sich, wenn Dein Herz schlägt
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Auslegungen für jeden Tag
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