Wunder entdecken

Es weiß keiner von uns, was er Menschen gibt. Es ist für uns verborgen und soll es bleiben. Manchmal dürfen wir ein klein wenig davon sehen, um nicht mutlos zu werden. Albert Schweizer

„Was verborgen ist, ist des Herrn, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unseren Kindern ewiglich.
5. Mose 29, 28

Es gibt Geheimnisse, hinter die werden wir nie steigen. Viel zu viel gibt es, was für uns ein Leben lang ein Buch mit sieben Siegeln bleiben wird. Auch wenn wir vieles erforschen können und hinter manche Wahrheiten kommen, so bleibt der größte Teil des Lebens im Verborgenen. Allein den Menschen, den wir am besten kennen, können wir nur zu maximal 0,1 % erfassen. Wenn wir einen Menschen richtig gut kennen, dann ist uns von ihm mindestens 99,9% nicht bewusst. Das Meiste im Leben bleibt Geheimnis und bleibt unerforschlich. Daher können wir bis zum letzten Atemzug ständig Neues entdecken. Die ganze Geschichte um Gott ist ein verborgenes Geheimnis. Da spielen sich Welten in einer Größenordnung ab, bei denen die Rechenleitung unseres Verstandes einen winzigen Bruchteil wahrnimmt. Etwas erkennen, etwas entdecken und verstehen können, sind Glücksmomente des Augenblicks. Wo Gott uns ein Geheimnis offenbart, wo wir etwas erkennen, das uns bisher verborgen war, hat er ein kleines Fenster seines Reiches geöffnet. Wir müssen uns das immer wieder vergegenwärtigen, dass das Eigentliche unseres Lebens hinter unseren Kulissen ab geht. Wo Gott aus dem Verborgenen tritt, werden 5000 Leute von fünf Broten und zwei Fischen satt. Da steht nach einem Jahr Bauzeit wieder ein Kloster, nach einem Brandschaden von acht Millionen. Hinter den Kulissen geschieht das, was wir mit unseren Worten als unmöglich betrachten. Daher ist es gerade für glaubende Menschen sträflich, das Wort „unmöglich“ leichtfertig zu gebrauchen. Wir können es einfach nicht erfassen, was hinter den Kulissen alles möglich ist.

Unter diesem Erkennen liegt es nahe, es einfach wie Goethe auszudrücken, dass wir das Unerforschliche still verehren. Wir müssen einsehen, es geht bei allem noch viel, viel, viel meeehhhhr. Was im Verborgenen geschieht bleibt Gottes Geheimnis. All unser Wissen, und das kann eine große Menge sein, ist ein Klacks zu dem was es gibt und möglich ist. Wenn Gott offenbart, werden unsere Erfahrungen und unser Verstand überstrapaziert. Wenn wir anfangen uns zu wundern, dann sind wir wieder einmal von einem Strahl dieses Geheimnisses berührt worden. Glaubende werden immer mehr offen für diese Wunder und für uns Unmögliche. Glaubende geben Gott mehr recht, weil sie um das Geheimnis des Verborgenen wissen. Glaubende sind begierig, immer neue Wunder zu entdecken, in ihrem Leben viel mehr zuzulassen als sie selber denken können. Und sie bleiben die stillen Verehrer dessen, was sie nie begreifen werden.

Sind wir nicht bettelarm, wenn wir das Leben auf das reduzieren was wir verstehen und begreifen können?

Gott segne dich.

Die Glocke freut sich, wenn Dein Herz schlägt
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Eine Antwort

  1. Wie schade, dass es dieses Rebloggen nicht mehr gibt, wo man den gesamten Beitrag in den eigenen Blog stellen konnte, anstatt nur noch eine Überschrift.
    Musste mich also mit FB begnügen, um diesen so grossartig geschriebenen Beitrag mit anderen teilen zu können.
    Gottes Segen lieber Blumenmönch
    <3 <3 <3

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