Wir sind in der Überzahl

In uns lebt eine andere Größe als wir nach außen hin darstellen.

Geh hin, der Herr sei mit dir!“
1. Sam. 17, 37

Ein gewaltiger Segenszuspruch an den jungen David. In jugendlicher Unverfrorenheit und in einer Art selbstmörderischer Absicht, zog er mit in den Kampf gegen die Philister, bei dem er auf Goliath stieß. Ein Gorilla, ein Urgestein eines unbesiegbaren Kriegers, vor dem jeder Gegner die Waffen streckt. Davids Waffe war ein Spielzeug, mit dem man Steine schleudert, so ein vorzeitlicher Elektroschocker. Gegensätzlicher können Machtverhältnisse kaum sein. Doch was kein Spielzeug war, ist der Segen, der David zugesprochen war. Der Herr sei mit dir, ist eine unberechenbare Größe. Wo der Herr dabei ist, treten Naturgesetze außer Kraft. Da gehen menschliche Strategien nicht mehr auf. Da ziehen die, die nur Triumphe feiern den Kürzeren. Wo der Herr mit dir ist, drehen sich die Kräfteverhältnisse radikal um. Da entfaltet eine Steinschleuder eine Energie, die über Sieg und Niederlage entscheidet. Durch einen kleinen Stein, wird ein ganzes Heer außer Kraft gesetzt. Gottvertrauen verändert die Welt. Da steht dann nicht ein David auf dem Siegertreppchen, da wird Gott die Ehre, der mit ihm war. Gott verherrlicht sich, in denen, die ihm vertrauen. Wer mit dem Segen unterwegs ist, braucht keine Bedrohung zu fürchten und wird dadurch selbst zum Segen. Unter dem, der Herr sei mit dir, verwandeln sich menschliche Handlungen zum Gotteslob.

Augustinus drückt das treffend aus: „Liebe und tu´, was du willst! Schweigst du, so schweige aus Liebe, redest du, so rede aus Liebe; rügst du, so rüge aus Liebe, schonst du, so schone aus Liebe: Trage Liebe in deinem Herzen; aus dieser Wurzel kann nichts anderes als Gutes hervorgehen.“

Wo der Herr mit dir ist, entsteht unweigerlich Gutes. Da lebt in Menschen ein großes Wunder. Was wir unter diesem Segen anpacken, lässt die größten Probleme klein werden. Da ergeht an eine junge Bruderschaft vor Jahrzehnten der Ruf: Baut ein Jugendfreizeit- und Altenzentrum, wo keinerlei Mittel dafür vorhanden waren. Wo der Herr mit dir ist, kommt es nicht auf unsere Größe, unser Können und Vermögen an. Wer Gott liebt, kann einem Goliath unerschrocken gegenübertreten. Daher können wir hingehen und unsere Probleme lieben lernen. Wir können gehen, weil sie ihren Schrecken verloren haben. „Geh hin“ ist der Aufruf, das Leben zu lieben und nichts zu fürchten. Es ist das Mut machen, durch alles was wir tun zum Segen zu werden. Alle unsere Handlungen ehren Gott, weil er mit uns ist.

Können wir da einerseits nicht viel gelassener und anderseits noch entschlossener unserem Goliath entgegen treten?

Gott segne dich.

Die Glocke freut sich, wenn Dein Herz schlägt
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Auslegungen für jeden Tag
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