Weit gewordene Herzen

Als Krone der Schöpfung sind wir dazu geschaffen, dass unser Dasein ein einziges Loblied auf den Schöpfer ist.

Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihn jauchzen! Denn der Herr ist ein großer Gott.“
Ps. 95, 2-3

Lobsänger statt Jammerlappen. Glaubende ticken anders. Danken und Loben, dazu braucht es haarscharfe Beobachter. Dahinter steht ein hellwacher Blick auf das Gute. Wer auf das Gute schaut, wer einen großen Gott erkennt, wird von diesem Blick in den Bann gezogen. Da passiert etwas in mir. „Im Anschauen deines Bildes werden wir verwandelt.“ Was wir anschauen bekommt Macht über uns. Wo wir Gott anschauen, wird der Jammer kleiner. Aus der Menschenführung wissen wir, dass wo wir wie mit Adlersaugen auf das Gute schauen, das ein Mensch bewirkt und dafür unsere Anerkennung aussprechen, dies um Klassen mehr auslöst als wenn wir ihn für Fehler kritisieren. Wo Führungskräfte diesen anderen Blick haben, können sie ungeahnte Gaben in anderen entwickeln. Da wir zum kritischen Blick erzogen sind, sehen wir zuerst das was nichts taugt. Wir starren auf das, was aus dem Ruder gelaufen ist und wie belastet das menschliche Miteinander ist. Gerade dieser Blick ist ein enormer Energiefresser, der systematisch am Leben verzweifeln lässt. Glaubende ermutigen sich gegenseitig darin, diesen anderen Blick zu haben. Wir können immer beides. Wir können den Jammer betrachten und enden im Frust und wir können Gott den Guten betrachten und kommen zum Danken. Dieser Blick entscheidet über kraftlos oder jauchzen. Lasst uns…., ist das kollektive Mut machen der Glaubenden. Wir stehen zusammen für eine andere Sichtweise, die uns vom Herunterziehenden befreit. Gemeinsam lernen wir den Christus-Blick – Aufschauen. Dann beginnt ein Leben zu loben und zu danken.

Lasst uns vor sein Angesicht kommen, kann man in ganz praktischen Alltagsübungen einstudieren. Wenn der Tag zu allem anderen als zum Loben und Danken angelegt ist, mach´ mal Pause. Zieh´ dich aus der augenblicklichen Situation für wenige Minuten zurück. Das ist selbst bei viel Arbeit möglich und die Disziplin hilft dabei. Dann verwende diesen erkämpften Freiraum für einen Blickwechsel. Werde dir selbst bewusst, wo du jetzt stehst und fange an ruhiger zu atmen. Löse dich dann von dem Ärger, der dich aufgebracht hat. Schaue ein schönes Bild an, oder blicke auf die Herbstfärbung aus dem Fenster, oder höre dir eine kurze Meditation an, die du vielleicht auf deinem Handy hast. Mache dich auf den Weg darin den großen Gott zu entdecken. Bei diesem Blickwechsel geschieht ein Umbruch. Es keimt eine Dankbarkeit aus einem weit
gewordenen Herzen. Wo wir vor sein Angesicht kommen, werden wir anders in unseren Jammer zurückkehren.

Wollen wir uns nicht viel mehr gegenseitig Mut machen, diesen anderen Blick zu wagen?

Gott segne dich.

Die Glocke freut sich, wenn Dein Herz schlägt
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